Bock umgestoßen!Bock umgestoßen!
NINERS Chemnitz

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HAKRO Merlins Crailsheim

HAKRO Merlins Crailsheim

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Bock umgestoßen!

NINERS holen ersten Bundesligasieg gegen Crailsheim.

Seit die Chemnitzer Korbjäger 2020 den lang ersehnten Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga geschafft hatten, konnten sie jeden BBL-Konkurrenten schon mindestens einmal schlagen, sogar die Topteams aus Berlin, München und Bonn. Nur gegen Crailsheim wollte es in den ersten fünf Anläufen nie gelingen. Bis zum Freitagabend, als die NINERS endlich auch jenes Etappenziel erreichten und vor 4.327 begeisterten Fans die HAKRO Merlins mit 106:94 (61:42) bezwangen. Nach einem furiosen Auftakt enteilte Chemnitz bis Mitte des dritten Viertels bereits auf 79:48 und stellte die Weichen somit frühzeitig auf Sieg. Beim nunmehr vierten Pflichtspielerfolg in Serie überzeugten die NINERS mit großartigem Teamplay, verteilten 27 Assists bei lediglich zehn Ballverlusten und hatten mit Mindaugas Susinskas (20 Punkte), Arnas Velicka (19), Marko Filipovity (19), Jonas Richter (16), Kevin Yebo (12) und Wes Clark (11) gleich sechs Scorer im zweistelligen Bereich.

So toll der Abend in der Messe Chemnitz verlief, so schlecht standen eigentlich die Vorzeichen. Denn letzten Samstag ereilten die NINERS beim Training gleich zwei Hiobsbotschaften. Erst riss sich Dominic Lockhart die gleiche Sehne im kleinen Finger der linken Hand, die erst im Sommer operiert wurde. Kurz darauf knickte Nelson Weidemann um und zog sich eine Kapselverletzung im Sprunggelenk zu. Während man bei Lockhart von einem erneuten medizinischen Eingriff absah und er mit Stützstrumpf gegen Crailsheim zumindest wieder auflaufen konnte, wird sich Weidemanns Genesung wohl noch ein bis zwei Wochen hinziehen. Da in der Länderspielpause zudem Arnas Velicka und Marko Filipovity mit ihren Nationalmannschaften auf Reisen waren sowie Wes Clark zu einem Kurzbesuch in die USA reiste, gestaltete sich die Vorbereitung auf das wichtige Duell mit Crailsheim äußerst schwierig. Doch von all diesen Widrigkeiten war den NINERS am Freitagabend nichts anzumerken. Ganz im Gegenteil. Das Team von Cheftrainer Rodrigo Pastore kam wie die Feuerwehr aus der Kabine und brannte binnen drei Minuten einen 12:0-Lauf ins Parkett. Über 17:2 und 31:14 raste Chemnitz einer 36:19-Führung nach dem Auftaktviertel entgegen. Ausschlaggebend für diese Machtdemonstration war vor allem die unglaublich variantenreiche Offensive. Während Jonas Richter und Mindaugas Susinskas immer wieder das Brett attackierten, netzten Arnas Velicka und Marko Filipovity regelmäßig von draußen ein.

Chemnitz blieb im zweiten Viertel weiter auf dem Gaspedal, während sich auch Aher Uguak, Kebin Yebo und Wes Clark am munteren Körbewerfen beteiligten. Letztgenannter stellte dann Mitte des zweiten Durchgangs von der Dreierlinie bereits auf 52:28. Anschließend fanden die Gäste aus Crailsheim etwas besser ins Spiel und konnten vor allem dank vier erfolgreicher Dreier von Edon Maxhuni, Arunas Mikalauskas und Maurice Stuckey bis zur Halbzeitpause auf 42:61 verkürzen. Direkt nach dem Seitenwechsel sorgte Chemnitz dann aber schnell für klare Verhältnisse. Binnen fünf Minuten bescherten Velicka, Clark, Susinskas, Yebo und Richter den NINERS einen 18:6-Lauf zum vorentscheidenden 79:48-Zwischenstand. In der Folge nahm Chemnitz dann etwas Tempo raus und wirkte aufgrund der relativ kurzen Rotation am Ende auch nicht mehr ganz so frisch wie noch in den ersten drei Durchgängen. Am Spielausgang und einer weiterhin beruhigenden Führung änderte dies aber nichts und so gönnte Pastore in den Schlussminuten auch den Youngstern Kilian Binapfl, Brendan Gregori und Lennard Glowka einige Minuten auf dem Feld. Zwei Highlights hatten indes noch Yebo und Filipovity parat, die jeweils per Dunking die „100“ vollmachten und kurz darauf die letzten Chemnitzer Punkte des Abends erzielten.

 

TRAINERSTIMMEN

Rodrigo Pastore (Chemnitz): „Danke an Sebastian für die Glückwünsche. Natürlich bin ich heute mit der Leistung unserer Mannschaft sehr zufrieden. Besonders im ersten Viertel waren wir stark und haben gut auf beiden Seiten des Feldes agiert. Morgen werden wir regenerieren und am Mittwoch haben wir dann ein sehr wichtiges Spiel im Kosovo gegen Golden Eagle Ylli, wo wir unser aktuell gutes Momentum weiter ausbauen können. Ich bin sehr glücklich über den heutigen Sieg und die ausgeglichene Teamleistung, aber wir richten den Blick jetzt schon auf die nächsten Aufgaben.“

Sebastian Gleim (Crailsheim): „Gratulation zum verdienten Sieg an Chemnitz und Coach Rodrigo. Wir wissen, dass die NINERS sehr guten Basketball spielen, heimstark sind und vor der Länderspielpause einen guten Lauf hatten. Wir wollten physisch spielen, weil die NINERS es bestrafen, wenn man es nicht tut, so wie heute vor allem im ersten Viertel geschehen. Offensiv hatten und haben wir immer genug Chancen, aber unsere Verteidigung war in der Transition, im 1-gegen-1 und im Pick-and-Roll einfach nicht gut genug, um hier etwas mitzunehmen. In unserer aktuellen Situation müssen wir versuchen, alles Positive zu ergreifen und das waren heute die offensiven Momente. Ab Sonntag bauen wir uns neu auf, um beim Europe-Cup-Spiel in Craiova (Rumänien) konkurrenzfähig zu sein.“

 

STATISTIK

NINERS Chemnitz vs. HAKRO Merlins Crailsheim 106:94 (36:19, 25:23, 24:22, 21:30), 4.327 Zuschauer

Susinskas (20 Punkte), Filipovity (19), Velicka (19), Richter (16), Yebo (12), Clark (11), Uguak (9), Binapfl (0), Glowka (0), Gregori (0), Lockhart (0), Kellig (nicht eingesetzt)

 

TERMINE

Golden Eagle Ylli vs. NINERS Chemnitz, Mittwoch, 23.11.2022, 19:00 Uhr, Sportcenter Sezai Surroi Prizren

NINERS Chemnitz vs. Brose Bamberg, Sonntag, 27.11.2022, 18:00 Uhr, Messe Chemnitz

NINERS Chemnitz vs. HAKRO Merlins Crailsheim
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