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Das letzte Puzzleteil

NINERS verpflichten Matt Mooney.

Sachsens beste Korbjäger haben ihren Kader für die neue Saison komplettiert. Als letzter Neuzugang kommt der US-Boy Matthew Marren Mooney vom spanischen Erstligisten Unicaja Malaga und unterschreibt in Chemnitz einen Vertrag bis 2023. Der 1.91 Meter große und 91 Kilogramm schwere Combo Guard wird bereits am Montag eintreffen und nach den medizinischen Untersuchungen ins Mannschaftstraining der NINERS einsteigen. „Wir sind glücklich, dass Matt ein Teil unseres Teams wird. Er kann scoren, Mitspieler in Szene setzen, ist zudem ein ausgesprochen starker Verteidiger und ein echter Anführer, der mit seinen bisherigen Clubs viele Erfolge feierte", betont Cheftrainer Rodrigo Pastore. „Ich freue mich, bei den NINERS und für Coach Pastore zu spielen. Wir hatten mehrere sehr gute Gespräche und ich habe nur Positives über ihn, aber vor allem auch über die Chemnitzer Fans gehört. Es wird toll, vor ihnen zu spielen und ich glaube, dass wir sehr erfolgreich sein können“, unterstreicht Mooney.

Der heute 27-jährige wuchs nahe Chicago, Illinois, auf und wechselte nach seinem Highschool-Abschluss an die US Air Force Academy in Colorado Springs, wo er als Rookie in seiner ersten Saison bereits 20 Minuten pro Spiel für die Falcons auf dem Parkett stand. Dann aber änderten sich Mooneys Zukunftspläne und er zog weiter an die Universität von South Dakota, wo er von 2016 bis 2018 absoluter Leistungsträger war, durchschnittlich über 18 Punkte, vier Rebounds, knapp drei Assists sowie zwei Steals erzielte und mit den Coyotes eine Hauptrundenmeisterschaft in der Summit League der höchsten Collegeliga NCAA-1 gewann. Nachdem der vielseitige Aufbauspieler sein Businessstudium in South Dakota abgeschlossen hatte, durfte er sich für ein weiteres Jahr einem anderen Collegeteam anschließen und entschied sich für die renommierte Texas Tech Universität aus der starken NCAA-1 Big 12 Conference. Mit den Red Raiders erlebte Mooney dann in der Saison 2018-19 ein wahres Basketballmärchen. Nach einer beachtlichen Hauptrunde ging Texas Tech an Nummer 10 gesetzt in die „March Madness“, das Meisterschaftsturnier der 64 besten US-amerikanischen Collegeteams. Dort feierte man zunächst standesgemäße Siege gegen Northern Kentucky und Buffalo, setzte sich anschließend als Außenseiter gegen Michigan und Gonzaga durch, um dann im Halbfinale Michigan State mit 61:51 rauszukegeln, wobei Matt Mooney mit 22 Punkten der herausragende Akteur war. Bei der ersten Finalteilnahme seiner langen Geschichte zwang Texas Tech auch dank zehn Mooney-Zählern die an Nummer 2 gesetzten Virginia Cavaliers in die Overtime, musste sich am Ende jedoch mit 77:85 knapp geschlagen geben.

Nach seiner sehr erfolgreichen Collegezeit versuchte Mooney dann über die „G-League“ mehrfach den Sprung in die NBA, absolvierte dort von 2019 bis 2021 insgesamt 71 Partien für die Farmteams der Memphis Grizzlies, Cleveland Cavaliers und Toronto Raptors sowie für Ciudad de Mexico. Dabei erzielte er im Schnitt 13.0 Punkte, 4.9 Assists, 3.5 Rebounds sowie 1.8 Steals, kam in zwei Jahren aber lediglich zu fünf Kurzeinsätzen in der NBA für Cleveland und New York. So entschied sich Mooney im Dezember letzten Jahres, sein Glück in Europa zu versuchen, wo er gleich in der stärksten nationalen Liga, der spanischen ACB, beim Traditionsverein Unicaja Malaga anheuerte. Für die Andalusier bestritt der 1.91-Mann in ACB und Champions League 22 Partien, wo er in durchschnittlich 15 Minuten Einsatzzeit 7.2 Punkte, 2.3 Assists sowie 1.1 Ballgewinne verzeichnete. Über seine komplette Karriere hinweg kommt Mooney bereits auf 249 Pflichtspiele in der NCAA-1, NBA, G-League, NBA Summerleague und Europa, wobei im Schnitt 12.3 Punkte, 3.2 Assists, 3.1 Rebounds sowie 1.6 Steals zu Buche stehen. Dazu kommen beachtliche Wurfquoten von 50 Prozent aus dem Zweierbereich, 36 Prozent von der Dreier- und 78 Prozent von der Freiwurflinie. „Matt strahlt von jeder Position auf dem Feld Gefahr aus, kann dabei entweder selbst übernehmen oder mit seinem hohen Basketball-IQ für Mitspieler kreieren. Mit ihm, Nelson Weidemann, Arnas Velicka, Dominic Lockhart und Kilian Binapfl sind wir im Backcourt enorm variabel. Selbst Mindaugas Susinskas könnte phasenweise auch mal auf die Shooting Guard Position rutschen“, freut sich Rodrigo Pastore auf die vielen Optionen, welche ihm der Chemnitzer Kader nun bietet.

Voraussichtlich stößt Matt Mooney, der als Teenager in Chicago auch schon mit und gegen seinen neuen Teamkameraden Aher Uguak spielte, am Montag zur Mannschaft. Dominic Lockhart soll nach überstandener Reha dann gegen Ende August wieder voll ins Teamtraining einsteigen. Darüber hinaus ergänzen die U19-Spieler Brendan Gregori, Nick Lasch, Felix Zacharias, Lennard Glowka und Luca Kellig, die allesamt auch schon letzte Saison mindestens im Training, teils auch bei Kurzeinsätzen Bundesligaluft schnuppern durften, den NINERS-Kader. In dieser bis zu 16 Mann starken Formation bereitet sich die „Orange Army“ nunmehr auf den ersten großen Höhepunkt dieser Saison vor, das Champions-League-Qualifikationsturnier in Skopje Ende September. Bis dahin wird man insgesamt sechs Testspiele gegen Usti nad Labem, Pardubice, Bamberg, Bayern München, den SYNTAINICS MBC sowie beim Turnier in Bayreuth entweder gegen den Gastgeber oder Hamburg bestreiten. Die ursprünglich für den 07. September geplante Vorbereitungspartie in Bamberg wurde dagegen gestrichen. „Wir haben einen vielseitigen Kader voller talentierter, hungriger Spieler beisammen, die alle schon reichlich Erfahrung, aber eben auch noch viel Entwicklungspotenzial haben, welches wir mit kontinuierlicher Arbeit über die Saison hinweg ausschöpfen möchten“, sagt Pastore, der wie letzte Saison vom bekannten Trainerstab um Virgil Matthews, Gjorgji Kochov und Fabrizio Santolamazza flankiert wird.

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