Playoffs wir kommen!Playoffs wir kommen!
NINERS Chemnitz

NINERS Chemnitz

88

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s.Oliver Würzburg

s.Oliver Würzburg

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Playoffs wir kommen!

NINERS glückt wichtiges Comeback gegen Würzburg.

Die Sensation ist perfekt. Im zweiten Bundesligajahr ihrer Vereinsgeschichte haben sich Sachsens beste Korbjäger erstmals für die Playoffs der easyCredit Basketball Bundesliga qualifiziert. Durch den umjubelten 88:82-Sieg gegen Würzburg und etwas Schützenhilfe der Konkurrenz ist den NINERS Chemnitz ein Platz unter den ersten acht Teams und die damit verbundene Teilnahme an der Mitte Mai beginnenden Meisterrunde sicher. Den letzten Schritt mussten sich die Mannen von Cheftrainer Rodrigo Pastore am Mittwochabend vor 3.654 Zuschauern in der Messe Chemnitz jedoch hart erarbeiten. Ohne die beiden verletzten Leistungsträger Isiaha Mike und Niklas Wimberg fanden die NINERS gegen Würzburg zunächst kaum ins Spiel und gerieten zwischenzeitlich mit 18 Punkten in Rückstand. Angeführt von Frantz Massenat (18 Zähler) und Kapitän Malte Ziegenhagen (16) startete Chemnitz dann jedoch eine furiose Aufholjagd und holte sich unter dem tosenden Beifall der treuen Fans den 20. Sieg im 30. Bundesligaspiel dieser Saison.

Mit dem Rückenwind der letzten Auswärtssiege wollten die NINERS in eigener Halle nachlegen und erspielten sich gegen Würzburg durch Dreier von Nelson Weidemann sowie Frantz Massenat eine frühe 10:9-Führung. Doch wenig später wurde klar, dass den Chemnitzern eine ganz schwere Aufgabe bevorstehen würde. Zum einen machten sich die kräftezehrenden Vorwochen mit vier Auswärtsspielen binnen zwölf Tagen bemerkbar und zum anderen fehlten in Isiaha Mike sowie Niklas Wimberg zwei extrem wichtige Spieler auf den großen Positionen. So hatte Würzburg insbesondere mit dem ehemaligen Chemnitzer Centerbrocken Filip Stanic klare Vorteile am Brett und strotzte nach zuvor sieben Siegen in Serie geradezu vor Selbstvertrauen. Weil sich die NINERS im Auftaktviertel zudem bereits neun Ballverluste leisteten und Würzburgs William Bufford aus allen Lagen heiß lief, setzten sich die Gäste aus Mainfranken bis zur ersten Pause schon klar auf 28:14 ab.

Auch die erste leise Hoffnung einer Aufholjagd nach vier Punkten von Jonas Richter zu Beginn des zweiten Durchgangs machte Würzburgs Cheftrainer Sasa Filipovski, der seit seiner Ankunft Mitte Dezember aus dem Abstiegskandidaten eine schlagkräftige Mannschaft formte, mit einer schnellen Auszeit zunichte. In der Folge setzten sich die Gäste vor allem dank des treffsicheren Julian Albus auf 38:20 ab. Chemnitz wackelte gewaltig, doch Kapitän Malte Ziegenhagen hauchte dem NINERS-Team mit zwei schnellen Dreiern neues Leben ein. „Und wir haben dann auch defensiv endlich mit der nötigen Intensität gespielt“, lobte Pastore den Einsatz seiner Spieler. Gepusht vom lautstarken Publikum, darunter erstmals auch ein talentierter Trompeter, robbte sich Chemnitz Stück für Stück heran und war spätestens nach Frantz Massenats Treffer zum 36:39-Anschluss zurück im Geschäft. Der knappe 38:43-Halbzeitrückstand verlieh den Siegeshoffnungen weiteren Auftrieb.

Nach dem Seitenwechsel vergingen dann nur zwei Minuten bis Darion Atkins die NINERS erstmals seit dem Auftaktviertel wieder in Front brachte (45:44). „Nach unserer hohen Führung ließen wir Chemnitz zu schnell zurückkommen“, haderte Gästetrainer Filipovski. Sein Spielmacher Cameron Hunt traf zwar kurz darauf vom Perimeter zur neuerlichen 49:45-Führung für Würzburg, aber das Momentum war jetzt klar auf Seiten der NINERS. Lockett, Richter, Weidemann und Massenat brachten die Hausherren postwendend mit 58:49 nach vorn, ehe man sich dann jedoch durch einige Fouls und Ballverluste selbst etwas aus dem Tritt brachte. Die Gäste nutzten jene Phase eiskalt aus und zogen bis zur letzten Viertelpause abermals vorbei (63:64).

Mit seinem vierten erfolgreichen Dreier eroberte Ziegenhagen zu Beginn des finalen Durchgangs die Führung zurück und traf kurz darauf im Fastbreak zum 72:67. Hunt und Albus ließen das Pendel anschließend nochmal Richtung Würzburg ausschlagen (74:77), doch ein Dreier von Lockett, ein And-One von Weidemann sowie ein traumhaft schöner Spielzug über Atkins und Richter brachten Chemnitz allmählich auf die Siegerstraße. Am Ende bewiesen dann Massenat sowie Atkins echte Nervenstärke und machten den vierten Erfolg in Serie von der Freiwurflinie perfekt. Chemnitz zieht somit als erstes ostdeutsches Team seit dem Mitteldeutschen BC vor 21 Jahren in die Playoffs der easyCredit Basketball Bundesliga ein. Vor deren Start stehen allerdings noch vier Hauptrundenspiele an, das nächste schon an diesem Samstag um 20:30 Uhr in der Messe gegen Braunschweig.

 

TRAINERSTIMMEN

Rodrigo Pastore (Chemnitz): „Unser Spiel hatte heute zwei Extreme. Zu Beginn taten wir uns sehr schwer, in der Verteidigung Fuß zu fassen und darauf unsere Offensive aufzubauen. Wie auch schon am Sonntag in Leipzig gegen den MBC und das hat mir gar nicht gefallen. Wir erlaubten dem Gegner zu viele leichte Punkte und hohe Trefferquoten. Die ersten 15 Minuten waren heute einfach nicht gut, aber wir sind ruhig geblieben und es stimmte mich optimistisch, wie sich die Spieler gegenseitig aufbauten und pushten. Frantz Massenat und Trent Locket brachten den Stein dann mit starker Verteidigung ins Rollen, Malte Ziegenhagen traf extrem wichtige Dreier und Jonas Richter verschaffte uns einige zweite Chancen. Eine großartige Reaktion des Teams und es war schön zu sehen, dass wir Spieler haben, die den Kopf nicht hängen lassen, sondern sich auch von einem großen Defizit zurückkämpfen können. Glückwunsch an die Mannschaft und wir werden versuchen, auf der zweiten Halbzeit, insbesondere der dort gezeigten Defense aufzubauen. Ich hoffe, wir können jene Intensität künftig konstanter über 40 Minuten zeigen.“

Sasa Filipovski (Würzburg): „Glückwunsch an Chemnitz. Sie waren heute das bessere Team und haben verdient gewonnen. Wir haben gut begonnen, aber ein Basketballspiel dauert eben 40 Minuten. Chemnitz kam zu schnell zurück und dann unterlief uns auch noch ein schlechter Start ins dritte Viertel. Am Ende trafen wir einige falsche Entscheidungen, leisteten uns Ballverluste, die eigentlich nicht passieren sollten. Insgesamt waren es 19 Turnover. Dazu haben wir phasenweise im Reboundduell nicht gut ausgeboxt, einige schlechte Pässe gespielt und obendrein 14 Freiwürfe vergeben. Deshalb konnte Chemnitz dieses Spiel letztlich verdient gewinnen und ich wünsche ihnen alles Gute für die Playoffs.“

 

STATISTIK:

NINERS Chemnitz vs. s.Oliver Würzburg 88:82 (14:28, 24:15, 25:21, 25:18), 3.654 Zuschauer

Massenat (18 Punkte), Ziegenhagen (16), Weidemann (13), Atkins (12), Lockett (11), Richter (10), Washington (6), Susinskas (2), Karacic (0), Zacharias (nicht eingesetzt)

 

TERMIN:

NINERS Chemnitz vs. Basketball Löwen Braunschweig, Samstag, 23.04.2022, 20:30 Uhr, Messe Chemnitz

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