NINERS überrennen ALBANINERS überrennen ALBA
NINERS Chemnitz

NINERS Chemnitz

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Alba Berlin

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NINERS überrennen ALBA

Furioser Auftritt vor vollem Haus.

Sachsens beste Korbjäger sorgen in ihrer erst zweiten Bundesligaspielzeit weiter für Furore. Nachdem man im Verlaufe dieser Saison bereits zahlreiche Topteams wie München, Ulm oder Ludwigsburg schlagen konnte, war diesen Sonntag dann endlich auch der amtierende deutsche Meister und Pokalsieger ALBA Berlin fällig. Im Tollhaus Messe Chemnitz spielten sich die NINERS vor 4.500 völlig euphorischen Zuschauern spätestens ab dem zweiten Viertel in einen wahren Rausch und fegten die Hauptstädter mit 81:64 (38:33) vom Parkett. Herausragender Spieler war die „Human Highlight Machine“ Isiaha Mike, der den Ball reihenweise aus der dritten Etage durch den Ring stopfte und mit 19 Punkten zum erfolgreichsten Werfer des Abends avancierte. Neben „Air Canada“ punkteten auch Darion Atkins (15), Mindaugas Susinskas (12) und Eric Washington (11) zweistellig. „Entscheidend war aber, dass wir insgesamt als Team an beiden Enden stark gespielt, den Ball gut bewegt und viel Energie aufs Feld gebracht haben“, lobte Cheftrainer Rodrigo Pastore seine Mannschaft.

Schon die ersten Sekunden der Partie gegen ALBA ließen auf einen höchst unterhaltsamen Abend hoffen, als zunächst Mike ein Alley-Oop-Anspiel von Atkins durch die Reuse hämmerte und im Gegenzug Berlins Oscar da Silva über zwei Chemnitzer stopfte. Anschließend lief es aber eher so, wie man es aus den bisherigen vier Duellen beider Teams kannte. ALBA individuell und physisch überlegen, zudem offensiv variantenreich und defensiv bissig. Die zwischenzeitliche 21:10-Führung der Gäste schien daraus nur die logische Konsequenz und der Favorit abermals seiner Rolle gerecht zu werden, obwohl den Berlinern mit Luke Sikma, Marcus Eriksson, Louis Olinde, Tim Schneider und Tamir Blatt mehrere Leistungsträger fehlten. Erst gegen Ende des Auftaktviertels fand Chemnitz besser ins Match und verkürzte durch Punkte von Jonas Richter, Isiaha Mike und Malte Ziegenhagen auf 17:22. Im zweiten Abschnitt brachte Washington die NINERS dann sogar recht schnell in Front, während Susinskas am Brett und abermals Mike mit spektakulärem Alley-Oop-One-Hander den viertelübergreifenden 19:3-Lauf der NINERS zum 29:24-Zwischenstand krönten. Angetrieben von ihren lautstarken Fans blieben die Chemnitzer auf dem Gaspedal, wehrten die Berliner Aufholversuche erfolgreich ab und gingen mit dem zuvor leidenschaftlich erarbeiteten Fünf-Punkte-Polster in die Halbzeitpause (38:33).

Nach dem Seitenwechsel zog Berlin die Daumenschrauben jedoch spürbar an. Mit ihrer „Euroleague-Defense“ gestatteten die Hauptstädter den Hausherren fünf Minuten lang kaum Punkte und kamen so verdient zum 43:43-Ausgleich. Der nächste Dunk von Mike sprengte aber die angelegten Ketten und wurde zum Startschuss für den nächsten Offensivlauf der NINERS, in dessen Verlauf Washington und Susinskas zwei Dreier zum 57:48 beisteuerten. Ein letztes Highlight hatte das dritte Viertel noch zu bieten und im Mittelpunkt stand natürlich wieder Isiaha Mike. Bei nur noch 1.5 Sekunden Restspielzeit spielte Nelson Weidemann einen Einwurf direkt Richtung Ring, wo Air Canada unnachahmlich einschwebte und über da Silva hinweg zum 58:51 vollstreckte. Die Halle war aus dem Häuschen und peitschte ihre NINERS umso lauter an, als der Vorsprung zu Beginn des Schlussdurchgangs auf 62:59 zusammenschmolz. Jeder wusste, dass man den Bock nur umstoßen, die zuvor vier Spiele währende Niederlagenserie beenden und ALBA Berlin im fünften Anlauf erstmals schlagen wird, wenn alle bis zum Schluss Vollgas geben. Also drehte jetzt auch Nelson Weidemann auf und sorgte mit einem Dreier, einem Traumpass auf Atkins und einem mustergültig von Jonas Richter vorbereiteten Fastbreakdunk für das 69:61. Susinskas, Atkins, Lockett sowie Mike legten nach und dann war es Richter vorbehalten, von der Linie die höchste Führung des Abends herzustellen. Sein Treffer zum 81:62 machte die Sensation perfekt, bescherte Chemnitz eine geglückte Revanche für das Aus im Pokalhalbfinale und Coach Pastore das nötige Polster, um in der Schlussminute auch noch U16-Nationalspieler Lennard Glowka zu seinem Bundesligadebüt zu verhelfen. Gleichzeitig festigten die NINERS mit ihrem 16. Saisonsieg den sechsten Tabellenplatz, haben weiter beste Chancen auf die Playoffs und können mit viel Zuversicht auf die vier Partien währende Auswärtsreise nach Würzburg, Bamberg, Bayreuth und zum MBC gehen. Das Duell mit den letztgenannten Weißenfelsern findet diese Saison erstmals als großes Eventspiel in der Arena Leipzig statt. Tickets für den Chemnitzer Gästeblock sind zu den regulären Öffnungszeiten in der NINERS-Geschäftsstelle erhältlich.

 

TRAINERSTIMMEN

Rodrigo Pastore (Chemnitz): „Zuerst möchte ich Coach Gonzalez für die Glückwünsche danken. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs, die heute eine starke Leistung gezeigt haben. Wir waren spätestens nach dem ersten Viertel auf beiden Seiten des Feldes wirklich gut. In der Verteidigung konnten wir viel Druck aufbauen und offensiv haben wir NINERS-Basketball gespielt, den Ball sehr gut bewegt und stets die freien Mitspieler gefunden. Ich bin glücklich, dass wir unsere kleine Niederlagenserie heute beenden konnten. Wir wollen weiter hart arbeiten, bodenständig sowie teamorientiert bleiben und versuchen, uns bestmöglich auf das sehr schwere Spiel in Würzburg vorzubereiten.“

Israel Gonzalez (Berlin): „Glückwunsch an Chemnitz. Sie haben den Sieg heute absolut verdient, spielten taktisch exzellenten Basketball und brachten viel Energie aufs Feld. Wir selbst sind gut in die Partie gestartet, obwohl aufgrund einiger Ausfälle manch Spieler auf ungewohnten Positionen zum Einsatz kam. Das konnten wir mit fokussiertem Spiel und gutem Rebounding zunächst ausgleichen. Im Laufe der Partie ging uns dann aber etwas die Energie und Zuversicht verloren. Wir haben gekämpft, konnten die Intensität von Chemnitz aber letztlich nicht mitgehen. Ich bin froh, dass heute Johannes Thiemann spielte und auch Yovel Zoosman ein paar Minuten ging, um langsam wieder in Form zu kommen. Wir hoffen darauf, dass unsere verletzten Spieler bald zurückkommen und sich die anderen Jungs gut regenerieren. Aber das wird bei unserem engen Spielplan nicht gerade leicht.“

 

STATISTIK:NINERS Chemnitz vs. ALBA Berlin 81:64 (17:22, 21:11, 21:18, 22:13), 4.412 Zuschauer

Mike (19 Punkte), Atkins (15), Susinskas (12), Washington (11), Weidemann (8), Richter (7), Ziegenhagen (5), Lockett (4), Massenat (0), Glowka (0)

TERMIN:s.Oliver Würzburg vs. NINERS Chemnitz, Sonntag, 03.04.2022, 15:00 Uhr, tectake Arena Würzburg

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