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Alba Berlin

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NINERS Chemnitz

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NINERS unterliegen Berlin in heißem Pokalfight.

Chemnitz hat die große Sensation im Top Four des Magenta Sport BBL Pokals knapp verpasst. In der mit 4.000 Zuschauern pandemiebedingt bereits ausverkauften Mercedes Benz Arena mussten sich Sachsens beste Korbjäger am Samstagabend im Halbfinale dem Gastgeber und späteren Titelgewinner ALBA Berlin mit 81:91 (39:41) geschlagen geben. Dennoch feierten mehr als 500 mitgereiste Fans ihre NINERS, die zugleich stolz auf eine herausragende Leistung im diesjährigen Pokalwettbewerb sein durften, nachdem sie in den ersten beiden Runden mit ratiopharm ulm sowie Bayern München zwei absolute Schwergewichte des deutschen Basketballs bezwangen und auch Berlin bis zum Schluss einen harten Kampf lieferten. „Ich gratuliere ALBA zum Titelgewinn und meinen Spielern zu einer tollen Leistung. Sie haben alles gegeben, doch am Ende machten Kleinigkeiten den Unterschied zugunsten einer starken Berliner Mannschaft aus“, resümierte NINERS-Coach Rodrigo Pastore.

Entgegen der Erwartungen vieler Zuschauer bestimmte in den ersten Spielminuten nicht etwa der amtierende deutsche Meister aus der Hauptstadt das Geschehen, sondern vielmehr der frech und furchtlos auftretende sächsische Newcomer. Jonas Richter eröffnete den Punktereigen gleich einmal per Dreier, Isiaha Mike stellte wenig später aus gleicher Distanz auf 16:12 für Chemnitz und Jonas Mattisecks zwischenzeitlichen 18:18-Ausgleich konterten Darion Atkins, Eric Washington sowie abermals Richter bis zur ersten Viertelpause zur 31:23-Führung der NINERS. Atkins machte den Vorsprung zu Beginn des zweiten Durchgangs sogar zweistellig und Lockett hielt Berlin mit seinem Freiwurf zum 34:25 vorerst weiter auf Distanz. Allerdings kassierten die NINERS in den ersten drei Minuten dieses Viertels bereits vier Fouls, infolge derer Berlin bis zur Halbzeitpause bei jedem weiteren Chemnitzer Vergehen an die Freiwurflinie durfte, was wiederum die defensiven Optionen der Sachsen erheblich einschränkte und Coach Pastore auch hinsichtlich seiner Line-Ups zu einigem Foulmanagement zwang. Dies trug ebenso wie die nun deutlich aggressivere Verteidigung der Berliner dazu bei, dass Chemnitz spätestens nach Nelson Weidemanns Dreier zum 37:30 den Rhythmus verlor und bis zum Kabinengang einen 2:11-Lauf kassierte, der in einer 41:39-Pausenführung der Hausherren resultierte.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich jener Trend in allen Bereichen gnadenlos fort. Chemnitz wieder schnell in Foulproblemen, ALBA hinten kompromisslos und vorn nun auch mit einigem Wurfglück, als so manche Dreier von Jaleen Smith, Maodo Lo oder Johannes Thiemann bei ablaufender Wurfuhr oder mit Hand im Gesicht ihren Weg durch den Ring fanden. Nach Mattissecks Freiwürfen zum 60:50 lag Berlin erstmals zweistellig in Front und hatte beim Stand von 69:58 vor dem Schlussabschnitt bereits ein durchaus komfortables Polster. Chemnitz aber war nicht gewillt, sich aufzugeben. Auch nicht, als Smith drei Minuten vor Schluss den nächsten schweren Distanzwurf zum 86:73 für die Gastgeber verwandelte. Binnen 90 Sekunden brachten Atkins, Minde Susinskas sowie Niklas Wimberg den Underdog wieder auf 81:87 heran und waren auch in der folgenden Sequenz nah dran, Berlin zu stoppen. Letztlich aber gelang es dem heimlichen Matchwinner dieses Abends, Jonas Mattisseck, an die Linie zu kommen, Nerven zu bewahren und seine beiden Freiwürfe zum vorentscheidenden 89:81 zu verwandeln. Berlin ging nach einem hart umkämpften Spiel, in dem sich der Außenseiter Chemnitz mehr als teuer verkaufte, als knapper Sieger vom Feld, holte am Sonntag mit einem 86:76 gegen Crailsheim zum elften Mal den Titel und krönte sich damit zum nunmehr alleinigen Rekordpokalsieger. „Glückwunsch an Berlin, aber wir haben Blut geleckt und wollen bald wieder in solch eine Finalrunde“, betonte Pastore nach der Partie.

 

STATISTIK:

Halbfinale ALBA Berlin vs. NINERS Chemnitz 91:81 (23:31, 18:8, 28:19, 22:23)

Punktverteilung Chemnitz: Mike (15 Punkte), Atkins (14), Massenat (11), Weidemann (11), Richter (9), Susinskas (7), Lockett (5), Wimberg (5), Washington (4), Ziegenhagen (0)

 

Halbfinale Basketball Löwen Braunschweig vs. HAKRO Merlins Crailsheim 71:85 (21:19, 15:27, 21:11, 14:28)

Topscorer Braunschweig: Krämer (25), Peterka (14), Klassen (12)

Topscorer Crailsheim: Shorts (26), Lasisi (15), Stuckey (12)

 

Finale ALBA Berlin vs. HAKRO Merlins Crailsheim 86:76 (15:22, 24:21, 25:15, 22:18)

Topscorer Berlin: Lo (20), Smith (17), da Silva (14)

Topscorer Crailsheim: Shorts (30), Stuckey (14), Radosavljevic (9)

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