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NINERS brennen aufs Pokal Top Four.

„Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin“, fieberten die Chemnitzer Fans bereits am Dienstag direkt nach dem Statement-Sieg gegen Bayern München dem größten Moment der Vereinsgeschichte entgegen. Das Top Four des Magenta Sport BBL Pokals in der Berliner Mercedes Benz Arena. Bei ihrer allerersten Teilnahme an diesem prestigeträchtigen Wettbewerb gelang den NINERS gleich der Sprung ins Finalturnier und auf dem Weg dorthin räumten sie mit Ulm sowie Titelverteidiger München zwei ganz dicke Brocken aus dem Weg, um nun am Samstag im Halbfinale auf den deutschen Meister, Turnierfavorit und Gastgeber ALBA Berlin zu treffen. Das zweite Halbfinale bestreiten direkt zuvor die Basketball Löwen Braunschweig und die HAKRO Merlins Crailsheim. Die Gewinner beider Partien spielen dann am Sonntag um den ersten Titel der Saison. Alle drei Begegnungen werden kostenlos auf MagentaSport übertragen, das Spiel zwischen Chemnitz und Berlin zudem im MDR Livestream und sollten die NINERS tatsächlich das Finale erreichen, strahlt der MDR die komplette Partie am Sonntag im öffentlich-rechtlichen Free-TV aus.

In der Mercedes Benz Arena können trotz pandemiebedingter Einschränkungen immerhin 4.000 Zuschauer live dabei sein. Knapp 400 Karten gingen offiziell an die NINERS, doch die einfallsreichen Chemnitzer Fans schlugen auch über andere Kanäle zu, so dass am Samstag wohl mehr als 500 NINERS-Anhänger ihr Team in der Halle unterstützen. Wer kein Ticket ergattern konnte und dennoch nicht allein auf dem heimischen Sofa bleiben möchte, dem sei das Public Viewing im Chemnitzer Kraftverkehr wärmstens empfohlen.

Sportlich geht es um nicht weniger, als den allerersten Titel der nunmehr 23-jährigen NINERS-Historie. Für die Stadt Chemnitz wäre es sogar der erste ganz große Erfolg in einer populären Teamsportart seit 1967, als der damalige FC Karl-Marx-Stadt die DDR-Fußballmeisterschaft gewann. 55 Jahre später also die Chance auf den nächsten Titel und für Sachsens beste Korbjäger zugleich die Gelegenheit, endlich das nachzuholen, was ihnen durch die Corona-Pandemie genommen wurde – eine echte Feier gemeinsam mit ihren Fans. Den Aufstieg 2020, auf den alle jahrelang hin fieberten, mussten die NINERS ganz allein im stillen Kämmerchen „zelebrieren“. Keine Jubeltraube, keine Fangesänge, kein Empfang auf dem Rathausbalkon über einem Marktplatz voller freudestrahlender Chemnitzer Anhänger.

Dieser eine fehlende Moment für die Ewigkeit könnte nunmehr völlig unverhofft plötzlich doch zur Realität werden. Auf dem Weg dorthin steht allerdings die wohl denkbar schwerste Aufgabe schon im Pokal-Halbfinale bevor. Der jeweils zehnfache deutsche Meister und Pokalsieger sowie einstige Korac-Cup-Gewinner, der Euroleague-Teilnehmer, der Hausherr in „seiner“ Mercedes Benz Arena, der Topfavorit ALBA Berlin. Gespickt mit Stars vom Schlage eine Maodo Lo, Luke Sikma, Markus Eriksson, Yovel Zoosmann, Jaleen Smith oder Johannes Thiemann. Ausgestattet mit einer brutalen Kadertiefe von insgesamt 14 Akteuren, die allesamt in der laufenden Saison auf nationalem wie internationalem Parkett mindestens 23 Partien mit Einsatzzeiten zwischen 12 und 25 Minuten bestritten. Fällt ein Star aus, rückt fast unbemerkt der nächste nach. Fallen deren drei aus, stehen bei ALBA Berlin immer noch mehr Euroleague-erprobte Korbjäger bereit, als die NINERS überhaupt bundesligaerfahrene Spieler in ihrem gesamten Kader haben. Die Meistertitel der letzten beiden Jahre sprechen für sich und machen die Hauptstädter in nahezu jedem nationalen Duell zum Favoriten.

Entsprechend verwundert es auch kaum, dass Chemnitz in seinen bisherigen drei Bundesligapartien gegen Berlin dreimal als Verlierer vom Feld ging und sich dabei im Schnitt mit 16 Punkten Differenz geschlagen geben musste. Klare Vorzeichen also für das bevorstehende Halbfinale? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht, wie ein Blick auf die Details zeigt. Bei ihrem ersten Gastspiel in Berlin vor gut einem Jahr, fehlten auf Chemnitzer Seite verletzungsbedingt Joe Lawson und Filip Stanic, zudem hatte erst wenige Wochen zuvor der Starting-Pointguard Wes Clark die NINERS Richtung Italien verlassen. Im Rückspiel der letzten Saison traf es die Sachsen dann noch härter. Kein Lawson, kein George King, kein Terrell Harris, kein Niklas Wimberg. Und beim ersten Duell in der laufenden Spielzeit stand Chemnitz gänzlich ohne Pointguard da. Nelson Weidemann verletzt, Gerald Robinson gerade nach Italien gewechselt, Eric Washington noch nicht an Bord und obendrein Trent Lockett nur in zivil auf der Bank.

Wann auch immer es bislang gegen ALBA ging, die NINERS waren stets personell stark dezimiert und konnten so selbst gegen den zweiten Anzug der Berliner nicht einmal ansatzweise eine Chance haben. Doch dieses Wochenende stehen die Vorzeichen anders. Endlich kann Trainer Rodrigo Pastore aus dem Vollen schöpfen, hat alle Mann an Bord und das gesamten Team zudem orkanartigen Rückenwind. Seit der Bundesliga-Pleite in Berlin Anfang Dezember gewann Chemnitz zehn von zwölf Partien. Die beiden Niederlagen gab es gegen die Playoff-Anwärter Crailsheim, wohlgemerkt noch ohne Weidemann und Washington, sowie Ulm, wo man mit der Linie der Schiedsrichter haderte, zehn Fouls mehr und 14 Freiwürfe weniger als der Gegner bekam. Auch über die Saison hinweg liest sich die Bilanz der NINERS wie ein schönes Märchen. 23 Pflichtspiele, 17 Siege und die wenigen, mehr als verkraftbaren Niederlagen gab es ausschließlich gegen aktuelle BBL-Top10-Teams.

Von denen konnten die NINERS aber auch schon einige bezwingen, zuletzt München (77:58) und Ludwigsburg (74:56) sogar in äußerst beeindruckender Manier. Dabei stellten sie ihre hohen Defensivqualitäten und ihre Ausgeglichenheit am offensiven Ende unter Beweis. Beides wird es am Samstag brauchen, um gegen den haushohen Favoriten Berlin in dessen eigener Halle für die riesige Sensation zu sorgen. Und dies wäre nur der erste Schritt auf dem Weg zum Pokaltriumph, würde im Finale mit Crailsheim oder Braunschweig doch der nächste siegeshungrige Gegner warten. Es klingt wie ein Husarenritt, doch wenn es jemals einer Chemnitzer, einer sächsischen Mannschaft gelingen könnte, einen ganz großen Titel in den Freistaat zu holen, dann den NINERS in ihrer aktuellen Bestform und mit ihren einzigartigen Fans im Rücken – mehr als 500 live in der Mercedes Benz Arena und Tausende vor den Bildschirmen. Lasst uns das Wunder gemeinsam wahrmachen!

 

FERNSEHEN & LIVESTREAM  
Alle Spiele gibt es live und kostenfrei bei Magenta Sport und auf dem Twitch-Kanal der easyCredit Basketball Bundesliga. Außerdem überträgt der MDR unser Halbfinale im Livestream und in der Sport im Osten App.

PUBLIC VIEWING  
Kraftverkehr (Tickets unter https://bit.ly/3gVUr3z)
Feel Good Club (kostenfreier EIntritt, bitte vorher reservieren)

LIVETICKER 
Freie Presse https://bit.ly/34LvZj4

 

TERMINPLAN POKAL TOP FOUR (Mercedes Benz Arena Berlin)

Samstag, 19.02.2022, 16:00 Uhr: Basketball Löwen Braunschweig – HAKRO Merlins Crailsheim

Samstag, 19.02.2022, 19:30 Uhr: ALBA Berlin – NINERS Chemnitz

Sonntag, 20.02.2022, 15:00 Uhr: FINALE

 

Die nächsten Spiele der Niners
DatumSpiel

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91 : 81

NINERS Chemnitz

Sa, 19.02.2022: Alba Berlin gegen NINERS Chemnitz

BG Göttingen

90 : 69

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So, 06.03.2022: BG Göttingen gegen NINERS Chemnitz

EWE Baskets Oldenburg

92 : 87

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So, 13.03.2022: EWE Baskets Oldenburg gegen NINERS Chemnitz
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