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NINERS Chemnitz

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JobStairs GIESSEN 46ers

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Durchgekämpft

NINERS wehren Gießener Aufholjagd ab.

Am zehnten Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga feierten Sachsens beste Korbjäger ihren sechsten Sieg und bleiben weiter im Rennen um die heiß begehrten Playoffplätze. Trotz einiger Personalsorgen zeigte Chemnitz am Samstag gegen die JobStairs GIESSEN 46ers bis Mitte des dritten Viertels eine starke Leistung und lag zwischenzeitlich schon mit 20 Zählern vorn. Dann aber starteten die Gäste eine famose Aufholjagd und gingen im Schlussabschnitt sogar mit 65:63 in Führung. Doch die NINERS blieben cool und erkämpften sich auf der Zielgeraden einen wichtigen 82:75-Heimerfolg. Neuzugang Trent Lockett hatte mit 13 Punkten, sechs Rebounds und drei Assists einen vielversprechenden Einstand. Bester Chemnitzer Werfer war Darion Atkins mit 16 Zählern, aber auch Malte Ziegenhagen (12), Isiaha Mike (11) und Niklas Wimberg (10) scorten zweistellig. „Die ersten 25 Minuten spielten wir richtig gut. Dann kam der Einbruch mit vielen unnötigen Fehlern. Am Ende konnten wir das Ruder noch herumreißen“, war NINERS-Coach Rodrigo Pastore erleichtert.

Erstmals in dieser Saison mussten die Chemnitzer ein Heimspiel ohne ihre grandiosen Fans bestreiten. Zudem fehlte neben Nelson Weidemann auch Kämpfernatur Ivan Karacic, der eine schwere Bänderdehnung erlitt und wohl mindestens ein bis zwei Wochen pausieren muss. Weil darüber hinaus auch noch kein Ersatz für den abgewanderten Gerald Robinson gefunden ist, musste der gerade erst verpflichtete Trent Lockett gleich ins kalte Wasser springen. Und bewies dabei echte Freischwimmerqualitäten. Gleich die ersten vier Punkte in der Partie gegen Gießen gingen auf das Konto des US-Amerikaners, der tags zuvor seinen 31. Geburtstag feierte. Minde Susinskas sorgte mit einem krachenden Dunk wenig später für das erste Highlight des Abends, ehe Kapitän Malte Ziegenhagen zum Ende des Auftaktviertels mit zwei Dreiern auf 24:17 stellte.

Lockett legte im zweiten Spielabschnitt direkt von Downtown nach und weil Ziegenhagen auch in der Folge ein heißes Händchen von draußen behielt, lagen die NINERS alsbald zweistellig in Front (37:26). Ohnehin traf Chemnitz in der ersten Hälfte überragende 63 Prozent aus dem Feld und weil Lockett mit einem schönen Buzzerbeater dann auch noch den perfekten Schlusspunkt unter das zweite Viertel setzte, gingen die NINERS mit einem komfortablen 47:32-Vorsprung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel schien Chemnitz kurzen Prozess mit bis dahin überfordert wirkenden Gästen zu machen und baute die Führung auf 54:34 aus. Doch als die Vorentscheidung gerade greifbar war, kippte das Spiel komplett. Plötzlich warf Chemnitz vorn einen Ball nach dem anderen weg, traf haarsträubende Entscheidungen und fand auch defensiv keinerlei Mittel gegen zusehends mehr an sich glaubende Gäste. Binnen dreieinhalb Minuten kassierte man einen 4:21-Lauf und konnte sich glücklich schätzen, dann doch noch mit einem 63:57-Vorsprung ins Schlussviertel zu gehen.

Das Momentum war aber längst auf Seiten der GIESSEN 46ers, die den letzten Durchgang mit einem 8:0-Lauf eröffneten und somit erstmals an jenem Abend in Front gingen (63:65). Viertelübergreifend ließ sich Chemnitz in sieben Spielminuten ein 9:31 einschenken, was eigentlich wenig Mut für den weiteren Verlauf machte. Doch plötzlich fand die zweite NINERS-Reihe einen Defibrillator und belebte den fast totgeglaubten Patienten wieder. Dreier Ziegenhagen, Statement-Dunk Jonas Richter, 68:65 für Chemnitz. Isiaha Mike legte zweimal am Brett nach, Wimberg sowie Massenat zeigten an der Freiwurflinie keine Nerven und weil nun endlich auch die Defensive wieder ihren Namen verdiente, erhöhte sich der Vorsprung schnell auf zehn Zähler (79:69). So kam Chemnitz dann doch noch mit einem blauen Auge davon und kann hoffentlich viele Lehren für das nächste Heimspiel gegen Bamberg ziehen. „Ich bin froh, endlich wieder auf dem Feld zu stehen und dass wir dieses Spiel trotz der Schwächephase letztlich für uns entscheiden konnten“, resümierte Debütant Trent Lockett.

 

TRAINERSTIMMEN

Rodrigo Pastore (Chemnitz): „Wir haben heute sehr gute 25 Minuten gespielt und gerade in der ersten Halbzeit hochprozentig aus dem Feld getroffen. Das war genau der Basketball, den es braucht, um einen Gegner wie Gießen zu schlagen und auch der Start in die zweite Hälfte war noch richtig gut. Doch dann sind wir extrem nachlässig geworden, trafen falsche Entscheidungen, schenkten den Ball viel zu leicht her und spielten einfach schlechten Basketball. So kam Gießen Stück für Stück zurück und plötzlich hatten wir wieder ein offenes Spiel. Umso stolzer bin ich, wie wir darauf reagierten und die Partie konzentriert zu Ende brachten. Ohne Nelson Weidemann und Gerald Robinson ist es für uns nie leicht, erst recht nicht über ein komplettes Spiel hinweg. Wir müssen neue Wege finden, aber das ist nichts, was im Handumdrehen gelingt, sondern viel Arbeit und Zeit erfordert.“

Pete Strobl (Gießen): „Gratulation an Coach Rodrigo und seine Mannschaft. Wir hatten uns gut vorbereitet und wollten aus der Niederlage gegen Ulm lernen, wie wir ein Spiel anfangen müssen. Offensichtlich haben wir das nicht gut gemeistert. Chemnitz begann sehr stark. Trent Lockett machte viele gute Dinge in der ersten Halbzeit und auch Malte Ziegenhagens Dreier waren wichtig für die NINERS. Aber wir sind Kämpfer, haben nie aufgegeben und sind noch einmal zurückgekommen. Am Ende waren es Kleinigkeiten. Ein paar vergebene Freiwürfe und Ballverluste. Uns fehlt noch etwas Erfahrung auf diesem Niveau und wir müssen einfach lernen, wie wir Spiele besser beginnen.“

 

STATISTIK:NINERS Chemnitz vs. JobStairs GIESSEN 46ers 82:75 (24:17, 23:15, 16:25, 19:18)

Atkins (16 Punkte), Lockett (13), Ziegenhagen (12), Mike (11), Wimberg (10), Susinskas (8), Massenat (7), Richter (5), Jocelyn (0), Gregori (nicht eingesetzt)

 

TERMIN: NINERS Chemnitz vs. Brose Bamberg, Samstag, 18.12.2021, 20:30 Uhr, Messe Chemnitz

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