Überraschungssieg in Ludwigsburg teuer bezahltÜberraschungssieg in Ludwigsburg teuer bezahlt
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NINERS Chemnitz

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Überraschungssieg in Ludwigsburg teuer bezahlt

Nelson Weidemann fällt zwei bis drei Monate aus.

Mit einer beherzten Leistung haben die NINERS Chemnitz am Freitagabend den vierten Saisonsieg in der easyCredit Basketball Bundesliga errungen. Bei den bis dahin zu Hause noch ungeschlagenen MHP RIESEN Ludwigsburg setzten sich Sachsens beste Korbjäger verdient mit 76:74 (40:40) durch. Entscheidend waren die Vorteile im Reboundduell (45:35) und die bessere, mannschaftsdienlichere Spielweise als der vermeintliche Favorit aus Baden-Württemberg. Zudem ragte Gerald Robinson mit 20 Punkten, sechs Assists, fünf Rebounds und zwei Steals heraus. In die Freude über den Sieg mischte sich allerdings reichlich Wehmut, denn durch ein nicht geahndetes Foul von Ludwigsburgs Justin Simon, der sichere Chemnitzer Fastbreakpunkte rigoros verhindern wollte, zog sich NINERS-Guard Nelson Weidemann einen Bruch des rechten Handgelenks zu und wird dem Team von Cheftrainer Rodrigo Pastore mindestens bis Ende Januar fehlen.

Nachdem die Chemnitzer letzten Samstag in Bonn bisweilen unkonzentriert wirkten und auch deshalb letztlich den Kürzeren zogen, traten sie in Ludwigsburg von der ersten Sekunde an höchst fokussiert auf. Vorn lief der Ball zielsicher durch die eigenen Reihen und hinten gestattete man den RIESEN in der mit 2.300 Zuschauern gut gefüllten MHP Arena kaum freie Würfe. Lohn war eine 10:2-Führung nach drei Minuten und drei weitere Zeigerumdrehungen später wahrte Jonas Richter mit seinem Treffer zum 16:8 den Vorsprung. Die Hausherren kämpften sich durch ein „And-One“ von Rawle Alkins sowie zwei Dreier von Trainersohn Jacob Patrick und Jordan Hulls zwar wieder heran, doch NINERS-Kapitän Malte Ziegenhagen setzte mit seinem Distanztreffer zum 25:20 den Schlusspunkt unter ein starkes Auftaktviertel der Pastore-Mannen.

Im zweiten Durchgang behielt Chemnitz zunächst die Oberhand, während Ludwigsburg versuchte, über mehr defensive Intensität ins Spiel zu finden. Bisweilen hart an der Grenze des Erlaubten, doch die Schiedsrichter ließen die Hausherren gewähren. So auch in der zwölften Spielminute als Weidemann gerade den Ball erobert hatte und frei auf dem Weg zum 29:20 war, dann aber vom eben noch ballverlustigen Simon kompromisslos von hinten abgeräumt wurde. Ein bisschen Ball, viel Handgelenk und eben jenes gab infolge des Drucks nach und zwingt Weidemann zu einer mehrmonatigen Zwangspause. Ein Foulpfiff der Schiedsrichter blieb jedoch aus und jene Linie setzte sich in den folgenden Minuten fort. Während Ludwigsburg sehr viel Physis in nahezu jeder Spielsituation gestattet wurde, bekam Chemnitz für kleinste Kontakte ein Foul gepfiffen. Die nächste umstrittene Szene folgte noch vor der Pause, als Jonas Wohlfahrt-Bottermann NINERS-Center Darion Atkins zu Boden riss und ihm anschließend auch noch ein Bein stellte, dafür zwar ein unsportliches Foul erhielt, aber die nicht ganz ohne Grund aufgebrachten Chemnitzer gleich mit drei technischen Fouls bestraft wurden. Von jener mehr als hektischen Phase, den diskutablen Entscheidungen und der dadurch zunehmenden Foulbelastung der NINERS profitierten die Hausherren sichtlich und kamen bis zur Halbzeitpause zum 40:40-Ausgleich.

Für Chemnitz galt es nun, trotz der zuvor erlebten Aufregung, Ruhe zu bewahren und wieder den Rhythmus der Anfangsminuten zu finden. Mit Erfolg, denn nach der Halbzeitpause spielte Chemnitz offensiv groß auf und verteidigte überdies sehr clever, was in eine zwischenzeitlichen 54:48-Führung mündete. Wesentlichen Anteil daran hatte auch Atkins, den NINERS-Coach Rodrigo Pastore vor der Pause noch aufgrund seiner Foulbelastung für einige Minuten draußen lassen musste. Als Ludwigsburg dann abermals die defensiven Schraubzwingen anzog, übernahmen Richter und Robinson, die Chemnitz zu Beginn des Schlussabschnittes eine 67:56-Führung bescherten. Doch die NINERS wären nicht die NINERS, wenn sie in solchen Situationen den Sack einfach ohne Nervenkitzel zumachen würden. Passten Sachsens beste Korbjäger über weite Strecken der Partie recht gut auf den Ball auf, so leisteten sie sich nun einige unnötige Ballverluste, die Ludwigsburg zurück ins Match brachten. Dennoch behielt Chemnitz knapp die Nase vorn und ob Atkins 30 Sekunden vor Schluss beim Fastbreak auf dem Weg zur Vorentscheidung tatsächlich von allein ins Straucheln geriet oder von Jordan Hulls zu Fall gebracht wurde, ließ sich auch in der TV-Wiederholung nicht ganz auflösen. Entscheidend aber blieb das Resultat des 74:74-Ausgleichs durch Simon. Die NINERS blieben dennoch cool – und vor allem hellwach, so dass Mindaugas Susinskas nach smartem Offensivrebound im Gegenzug das 76:74 markierte, Isiaha Mike auf der anderen Seite nach zwei vergebenen Freiwürfen von Rawle Alkins den entscheidenden Defensivrebound sicherte und Chemnitz sich so einen hart erkämpften wie teuer bezahlten Auswärtssieg holte.

STATISTIK:MHP RIESEN Ludwigsburg vs. NINERS Chemnitz 74:76 (20:25, 20:15, 13:21, 21:15), 2.294 Zuschauer

Robinson (20 Punkte), Atkins (11), Richter (11), Mike (9), Susinskas (9), Massenat (6), Wimberg (5), Ziegenhagen (3), Karacic (2), Weidemann (0)

 

TERMIN:NINERS Chemnitz vs. FC Bayern München (Pokal), Sonntag, 14.11.2021, 18:00 Uhr, Messe Chemnitz

 

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