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Chemnitz angelt sich Nelson Weidemann.

„Diesen Junge haben wir schon sehr lange auf dem Schirm und sind glücklich, dass er sich nun für uns entschieden hat“, freut sich NINERS-Coach Rodrigo Pastore über die Verpflichtung von Nelson Weidemann. Das 22-jährige Toptalent kommt auf Leihbasis vom FC Bayern München und wird Sachsens erfolgreichste Korbjäger bis 2023 verstärken. Letzte Saison ging der variable Combo-Guard, ebenfalls als Leihspieler, noch für die BG Göttingen in der easyCredit Basketball Bundesliga auf Korbjagd und deutete mit durchschnittlich sechs Punkten pro Partie bereits sein großes Potenzial an. „Wir sind überzeugt, dass Nelson bei uns den nächsten Schritt machen und zu einem der besten deutschen Guards in der BBL reifen kann“, betont Pastore.

 

Der Argentinier wurde bereits 2015 auf den gebürtigen Berliner Weidemann aufmerksam, als dieser gerade aus ALBA's Nachwuchsprogramm zu Nürnberg gewechselt war und dort seine ersten ProA-Einsätze erhielt. Parallel glänzte er im zarten Alter von 16 Jahren bereits mit 13.1 Punkten pro Spiel für den Regionalligisten Herzogenaurach. Weil er zudem auch in den deutschen Jugendnationalmannschaften überzeugte, schlug alsbald der große FC Bayern zu und und band den 1.91 Meter großen Combo-Guard langfristig an sich. Drei Jahre lang ging Weidemann dann vorwiegend für die NBBL- und ProB-Teams der Münchner auf Korbjagd, durfte aber auch schon etwas Erstligaluft schnuppern und wurde 2019 schließlich an Bamberg verliehen. Für die Franken bestritt der schnelle Aufbau 23 BBL-Partien und zehn Spiele in der Basketball Champions League, ehe es letzte Saison nach Göttingen ging, wo er zum besten deutschen Scorer der Veilchen avancierte.

 

Insgesamt absolvierte Weidemann für München, Bamberg und Göttingen bereits 64 Begegnungen in der ersten Bundesliga sowie im BBL-Pokal. Dabei stehen Durchschnittswerte von 12,5 Minuten Einsatzzeit, 5.3 Punkten und 1.4 Assists, fast 59 Prozent Zweier-, 37 Prozent Dreier- und 74 Prozent Freiwurfquote zu Buche. „Nicht viele Spieler können in diesem Alter schon so viel Erfahrung auf Erstliga- und teils sogar europäischem Niveau vorweisen. Aber Nelson ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen, er will sich weiter verbessern und investiert dafür sehr viel“, berichtet Pastore nach den ersten Trainingseinheiten, bei denen ihn Weidemann dieser Tage mit zahlreichen Extraschichten überraschte. Es war nicht das erste Mal, dass sich beide persönlich begegneten. „Wir lernten uns schon 2018 kennen, als Nelson bei der U20-EM in Chemnitz mit Deutschland Bronze holte und er zu den Aktivposten des Teams gehörte“, erinnert sich Pastore.

 

Seither blieben beide stets in Kontakt. „Coach Rodrigo ist definitiv einer der Hauptgründe, warum ich mich für Chemnitz entschied. Darüber hinaus bietet der Verein eine tolle Infrastruktur und wir haben hier im Feel Good Club herausragende Trainingsbedingungen“, betont Weidemann, nachdem er nun schon einige Male die Körbe im Trainingszentrum der NINERS zum Glühen brachte. „Außerdem bin ich schon sehr auf die Fans gespannt. Persönlich möchte ich hier in Chemnitz den nächsten Schritt machen und dazu beitragen, dass die NINERS nächste Saison mehr Siege als in der letzten Spielzeit holen“, hat der 22-Jährige klare Ziele vor Augen.

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