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Brose Bamberg

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NINERS Chemnitz

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Erste Liga – hier sind wir!

Auf grandiose Leistung in Bamberg folgt Heimspielauftakt gegen Göttingen.

21 Jahre nach ihrer Vereinsgründung waren die NINERS Chemnitz gestern Abend am Ziel ihrer Träume – dem ersten Spiel in Deutschlands Beletage, der easycredit Basketball Bundesliga. Und die Premiere fand nicht nur irgendwo statt, sondern ausgerechnet beim neunfachen Meister sowie sechsfachen Pokalsieger Brose Bamberg. Allein deshalb galt der sächsische Aufsteiger als klarer Außenseiter. Weil das Chemnitzer Team zudem gerade erst vor wenigen Tagen aus einer fast vierwöchigen Quarantäne kam, auf Kapitän Malte Ziegenhagen sowie Luis Figge verzichten musste und sich zu allem Übel auch noch Centerhüne Filip Stanic frühzeitig verletzte, schien alles andere als eine haushohe Niederlage fern jeder Vorstellungskraft. Doch entgegen aller Erwartungen lieferten die NINERS den fränkischen Hausherren einen grandiosen Fight bis zur letzten Sekunde, schnupperten lange Zeit an der großen Sensation und erspielten sich trotz knapper Niederlage viel Respekt und noch mehr Sympathien. Chapeau!

Aller Widrigkeiten zum Trotz traten die NINERS in der Bamberger Brose Arena von Beginn an mit reichlich Selbstbewusstsein und großem Spielwitz auf. George King erzielte mit einer etwas glücklichen Bogenlampe die ersten BBL-Punkte der Chemnitzer Vereinshistorie. Jonas Richter stellte die gegnerischen Center vor einige Probleme und weil Marcus Thornton sowie Last-Minute-Neuzugang Wes Clark im Backcourt kräftig wirbelten, lag die „Orange Army“ nach dem ersten Viertel hauchdünn mit 22:21 in Front. Bamberg wurde im zweiten Abschnitt bissiger, attackierte nach Stanics Ausfall vermehrt das Brett und eroberte im zweiten Abschnitt eine 26:24-Führung. Angeführt vom allmählich aufgetauten Terrell Harris zog Chemnitz jedoch wieder vorbei und sorgte mit der 47:44-Halbzeitführung für viele staunende Gesichter in der Halle, wie wohl auch am Magenta Sport Livestream.

Nicht weniger überrascht dürften die Zuschauer den Blitzstart der NINERS ins dritte Viertel wahrgenommen haben, als Harris, Thornton und King drei Distanzwürfe zum 56:48 durch die Reuse jagten. Doch allmählich machten sich die fehlenden Trainingswochen und der hohe Kräfteverschleiß dieser temporeichen Partie bemerkbar. So kam Bamberg immer näher und ging zum Ende des dritten Durchgangs mit 66:63 in Führung. Als der Vorsprung im letzten Abschnitt dann sogar auf 81:72 anwuchs, schien die Entscheidung fast gefallen. Mit einem 7:0-Zwischenspurt brachten Wimberg, Thornton und Harris ihr Team aber zurück ins Spiel. Knapp zwei Minuten vor Schluss verkürzte Isiaha Mike auf 85:86 und versetzte die fränkischen Gastgeber mächtig ins Schwitzen. Doch auf der Zielgeraden hatte Bamberg, das bislang eine reibungslose Saison ohne corona-bedingte Unterbrechungen erlebte, einfach noch ein paar Körner mehr und wendete die Niederlage gegen aufopferungsvoll kämpfende NINERS gerade so ab. „Ich bin stolz auf meine Spieler, die hier alles gegeben und ihr Herz auf dem Feld gelassen haben“, war Rodrigo Pastore voll des Lobes für sein Team. 

Dem Chemnitzer Cheftrainer blieben anschließend keine 48 Stunden, um die Mannschaft auf das erste BBL-Heimspiel der NINERS-Geschichte vorzubereiten. Denn schon am morgigen Samstag gastiert Göttingen in der hiesigen Messe-Arena. Eine Mannschaft, die seit 2014 durchgängig in Deutschlands höchster Spielklasse antritt, seit Mitte Oktober bereits fünf Pflichtspiele bestritt und davon vier gewann - gegen Frankfurt, Vechta, Gießen und zuletzt Braunschweig. „Sie sind bereits voll im Rhythmus, während wir nach der langen Pause noch Rückstände in allen Bereichen haben. Obendrein kostete die Partie in Bamberg sehr viel Kraft und der Ausfall von Filip Stanic tut uns in dieser Phase besonders weh“, sagt Pastore. Eine MRT-Untersuchung am heutigen Freitag soll Aufschluss über die schwere der Verletzung geben. Ein Einsatz am Samstag ist jedoch ausgeschlossen, ebenso für Luis Figge, während Malte Ziegenhagen voraussichtlich sein Comeback feiern wird. „Unter diesen Umständen sind wir gegen Göttingen nur Außenseiter, aber die Jungs haben in Bamberg einen unglaublich großen Willen gezeigt“, hofft Pastore auf eine weitere Energieleistung seines Teams.

STATISTIK

Brose Bamberg vs. NINERS Chemnitz 93:86 (21:22, 23:25, 22:16, 27:23)

Harris (17 Punkte), Richter (14), Thornton (13), Mike (11), Wimberg (11), Clark (10), King (8), Stanic (2), Johnson (0), Matthews (0), Hoppe (nicht eingesetzt), Roschnafsky (nicht eingesetzt)

TERMIN:
NINERS Chemnitz vs. BG Göttingen, Samstag, 21.11.2020, 20:30 Uhr, Messe Chemnitz

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