Ein perfekter AbendEin perfekter Abend
NINERS Chemnitz

NINERS Chemnitz

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MLP Academics Heidelberg

MLP Academics Heidelberg

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Ein perfekter Abend

NINERS Chemnitz vs. MLP Academics Heidelberg 90:78

Selbst ein Hollywood-Autor hätte kein besseres Drehbuch für diesen Donnerstagabend schreiben können. Tatort Messe Chemnitz, Spitzenspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zwischen den NINERS Chemnitz und den MLP Academics Heidelberg, fast 3.500 Zuschauer, Saisonrekordkulisse. Die Gäste mit dem besseren Start, doch dann dreht die „Orange Army“ das Match und krallt sich den Sieg. Angeführt vom Youngster Jonas Richter, der erst zwei Tage zuvor seinen Vertrag bis 2021 verlängerte und gegen Heidelberg mit einem neuen Karrierebestwert von 21 Zählern zum besten Spieler avanciert. „Das war wirklich ein perfekter Abend. Wir brauchten am Anfang ein paar Minuten, um in Fahrt zu kommen, aber dann haben wir als Team richtig stark gespielt“, strahlt der 22-jährige gebürtige Chemnitzer noch Stunden später.

Richter und seine Teamkameraden zeigten sich zu Beginn des Topduells mit Heidelberg noch etwas nervös, was die starken Gäste eiskalt bestraften. Gerade Centerhüne Armin Trtovac und Pointguard Niklas Würzner setzten sich immer wieder erfolgreich in Szene und bescherten den Academics eine 17:11-Führung. NINERS-Coach Rodrigo Pastore reagierte, brachte nach und nach den zweiten Anzug aufs Feld, der prompt das Blatt wendete. „Bei uns gibt es keinen Unterschied zwischen Start- und Bankspielern, weil alle Jungs ein sehr hohes Niveau haben und das konnt man heute sehen“, lobte Pastore die Leistung von Malte Ziegenhagen, Virgil Matthews, Luis Figge, Robin Lodders sowie Ivan Elliott. Diese holten den Rückstand binnen weniger Minuten auf und erkämpften ihrem Team bis zur ersten Viertelpause bereits eine 20:17-Führung.

Im zweiten Abschnitt legten Ziegenhagen, Figge und Elliott zum 26:17 nach, was Heidelbergs Trainer Frenkie Ignjatovic früh zu seiner zweiten Auszeit zwang. Daraufhin brachten Würzner, Philipp Heyden, Stephon Jelks und Zamal Nixon die Gäste wieder auf 26:28 heran, doch Chemnitz holte direkt zum Gegenschlag aus. Jonas Richter per „And-One“, Terrell Harris mit Fastbreak-Dunk, Dominique Johnson mit eiskalten Freiwürfen und schließlich einem Korbleger in Volleyball-Manier – schon waren es wieder 13 Punkte Vorsprung (41:28). Kurz vor der Halbzeitpause sorgten Trtovac und der US-Amerikaner Adam Eberhard mit ihren Treffern zum 33:43-Anschluss jedoch dafür, dass Heidelberg beim Kabinengang noch halbwegs in Reichweite war.

Die NINERS ließen aber auch nach dem Seitenwechsel keine Luft ran, eröffneten das dritte Viertel mit einem Dreier durch Jan-Niklas Wimberg, welchem Richter und Harris weitere Punkte zum 50:36 folgen ließen. In diesem Bereich pendelte der Vorsprung nun über mehrere Minuten, doch ein Offensivfoul von Matthews sowie ein Defensivfoul Richters gegen den cleveren Shy Ely bei dessen Dreierversuch machten es noch einmal spannend. Denn so konnten die Gäste vor der letzten Viertelpause auf 54:65 verkürzen und als Marc Liyanage direkt danach einen Dreier versenkte, war Heidelberg plötzlich wieder auf acht Zähler dran (65:57).

Die Chemnitzer Fans spürten, dass ihre Mannschaft jetzt etwas Hilfe benötigt, schraubten den Lärmpegel nochmals nach oben und verliehen den NINERS so die Energie für ihren nächsten Lauf. Kapitän Ziegenhagen mit einem frechen Dreier zum 70:57, Richter mit sechs Zählern in Folge zum 80:65 und schließlich Wimberg vom Perimeter zum 85:65. Vier Minuten vor Spielende war das die endgültige Entscheidung und so nahm Chemnitz erstmals in dieser Partie den Fuß vom Gaspedal, was Heidelberg in der Schlussphase für etwas Ergebniskosmetik nutzen konnte. Der Freude im NINERS-Lager tat dies keinen Abbruch und Pastore betonte: „Das war insgesamt unsere beste Saisonleistung. Ich bin heute einfach nur stolz auf meine Mannschaft!“

Stolz konnte auch Jonas Richter sein, der neun seiner zehn Versuche aus dem Feld sowie alle drei Freiwürfe verwandelte und obendrein am defensiven Ende gegen solche Kanten wie Armin Trtovac oder Philipp Heyden glänzte. Fast schien es, als hätte die eben erst vollzogene Vertragsverlängerung den Youngster geradezu entfesselt. „Ich freue mich sehr, dass wir uns schon so früh in der Saison auf eine Verlängerung bis 2021 einigen konnten. Das gibt mir Sicherheit, vor allem, weil ich hier an der Technischen Universität dann meinen Abschluss machen kann. Auch meine Freundin studiert in Chemnitz und ich fühle mich am richtigen Platz. Die Entwicklung der NINERS ist großartig, wir haben ein tolles Team und einen super Coach. Gemeinsam wollen und können wir noch viel erreichen“, sagt Richter, der vor genau 15 Jahren mit dem Basketballspielen in der NINERS-U8 begann, alle Jugendteams durchlief und im Oktober 2014 in der ProA debütierte. Seither hat sich der 2.06-Meter-Riese stetig weiter entwickelt und zählt mittlerweile zu den absoluten Leistungsträgern im Chemnitzer Team. „Jonas ist mit seinen erst 22 Jahren schon einer der besten deutschen Spieler der Liga und deshalb sind wir überglücklich, dass er bei uns bleibt“, unterstreicht NINERS-Geschäftsführer Steffen Herhold.

STATISTIK:
NINERS Chemnitz vs. MLP Academics Heidelberg 90:78 (20:17, 23:16, 22:21, 25:24), 3.435 Zuschauer

Richter (21 Punkte), Wimberg (15), Ziegenhagen (10), Johnson (9), Matthews (8), Harris (7), Elliott (6), Figge (6), Lodders (6), Carter (2), Hoppe, Roschnafsky (beide nicht eingesetzt)

TERMIN:
Eisbären Bremerhaven vs. NINERS Chemnitz, Sonntag, 03.11.2019, 17:30 Uhr, Stadthalle Bremerhaven

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