NINERS Chemnitz

104

:

Tigers Tübingen

68

Sieben auf einen Streich

NINERS Chemnitz vs. Hamburg Towers, Sonntag, 11.11.2018, 17:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle

Die NINERS Chemnitz sind in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA weiter nicht zu stoppen. Am siebten Spieltag feierte das Team von Cheftrainer Rodrigo Pastore den siebten Sieg und setzte dabei ein ganz dickes Ausrufezeichen. Vor fast 2.500 Zuschauern wurde Erstligaabsteiger Tigers Tübingen in der Richard-Hartmann-Halle mit 104:68 förmlich vom Parkett gefegt. Geburtstagskind Ivan Elliott avancierte an seinem 32. Ehrentag mit 18 Zählern ebenso wie Kapitän Malte Ziegenhagen zum Topscorer der Partie. „Das war eine ganz starke Teamleistung und insbesondere offensiv unser bestes Saisonspiel“, freute sich Pastore nach dem Match.

Die NINERS brauchten am Samstagabend nicht lang, um richtig Fahrt aufzunehmen und beantworteten die frühe 6:4-Führung der Gäste mit einem furiosen 11:0-Lauf. Als Elliott kurz darauf vom Perimeter traf, war der Vorsprung erstmals zweistellig – und sollte nie mehr in den einstelligen Bereich abgleiten. Vielmehr setzten Sachsens beste Korbjäger zahlreiche Highlights, wie etwa einen kaltschnäuzigen Dreier von Ziegenhagen zur 29:15-Führung nach dem Auftaktviertel oder eine astreine Kopie eben jenes Spielzugs zu Beginn des zweiten Durchgangs. Elliott schraubte kurz darauf per „And-One“ den Vorsprung über die 20-Punkte-Marke (40:19) und ließ die Fans somit frühzeitig auf einen Heimsieg hoffen. Doch Tübingen wollte sich noch nicht ganz in sein Schicksal fügen, intensivierte nun seine Defensivarbeit und fand vorn einige Male den Weg zum Brett, so dass die Partie beim Stand von 52:39 für Chemnitz zur Halbzeitpause eben noch nicht entschieden war.

Das sollte sich jedoch nach dem Seitenwechsel recht schnell ändern. Die NINERS packten nun vor allem beim Kampf um Rebounds wesentlich besser zu, reduzierten die Zahl ihrer Ballverluste und profitierten im Angriff von ihrer beeindruckenden Variabilität. Mal zog Virgil Matthews erfolgreich zum Korb, mal versenkte Kavin Gilder-Tilbury einen Dreier, mal trafen Jonas Richter oder Georg Voigtmann von der Freiwurflinie. Tübingen konnte in dieser Phase nur durch die Dreier von Aaron Brennan, Bozo Djurasovic oder Reed Timmer halbwegs Anschluss halten und war so nach dem dritten Viertel beim 60:78-Rückstand noch nicht ganz aus dem Rennen.

Die letzten Hoffnungen der Gäste zerstörte dann aber Matt Vest gleich zu Beginn des Schlussabschnittes mit zwei krachenden Dunks binnen zehn Sekunden, welche die „Hartmann-Hölle“ fast zum Überkochen brachten. Der Tigers-Widerstand war nun endgültig gebrochen und die NINERS spielten sich geradezu in einen Rausch. Matt Scott und Robin Lodders trafen nun immer wieder am Brett, während Malte Ziegenhagen sein perfektes Spiel mit einem weiteren Dreier krönte (6/6 Feld- und 3/3 Freiwürfe) und am Samstag als erst sechster Akteur seit dem Chemnitzer Aufstieg 2002 die 1.000-Punkte-Marke im NINERS-Trikot erreichte. Derweil machte Georg Voigtmann gegen Tübingen die 100 von der Linie voll und beinah wäre auch Youngster Leon Hoppe sein erster Korberfolg gelungen. „Das war ein fast perfekter Abend und wir wollen den Schwung jetzt mit ins Topspiel gegen Hamburg nehmen“, blickte Pastore auf Sonntag voraus, wenn man den Tabellenzweiten empfängt.

STATISTIK:
NINERS Chemnitz vs. Tigers Tübingen 104:68 (29:15, 23:24, 26:21, 26:8), 2.478 Zuschauer

Elliott (18 Punkte), Ziegenhagen (18), Gilder-Tilbury (17), Matthews (11), Scott (10), Lodders (8), Richter (8), Vest (8), Voigtmann (6), Hoppe

NINERS Chemnitz

104

:

Tigers Tübingen

68

03.11.2018 | NINERS Chemnitz vs. Tigers Tübingen76 Bilder
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