NINERS krönen sensationelles ComebackNINERS krönen sensationelles Comeback
NINERS Chemnitz

NINERS Chemnitz

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MLP Academics Heidelberg

MLP Academics Heidelberg

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Basketballherz was willst du mehr?

NINERS krönen sensationelles Comeback

Weit über 2.000 Zuschauer, echte Hexenkesselatmosphäre in der Richard-Hartmann-Halle, zwei Kontrahenten, die sich keinen Millimeter schenkten, ein Spielverlauf in Hitchcock-Manier und schlussendlich der richtige Sieger. Das Zweitligatopspiel zwischen den NINERS Chemnitz und den MLP Academics Heidelberg ließ am Samstagabend wirklich keine Wünsche offen. Zunächst trumpften die Gäste groß auf, lagen zeitweise bis zu elf Zähler vorn, doch mit einem furiosen Endspurt drehten Sachsens beste Korbjäger das Match und feierten letztlich einen grandiosen 79:67-Erfolg. „Meine Spieler haben sich heute zerrissen, ihr Kämpferherz gezeigt und sich mit einem wirklich hochverdienten Sieg belohnt“, strahlte der argentinische NINERS-Cheftrainer Rodrigo Pastore noch lange nach der Partie.  Im direkten Duell zwischen dem Tabellenvierten und -fünften der 2. Basketball-Bundesliga ProA erwischte Chemnitz den besseren Start und ging durch Treffer der US-Boys Virgil Matthews, Chris Carter sowie Joe Lawson mit 9:4 in Front. Kurz darauf eroberte jedoch Bernard Thompson mit zwei staubtrockene Dreiern die erste Gästeführung, welche Heidelberg lange Zeit nicht mehr hergeben sollte. Vielmehr setzten sich die Academics nun sukzessive ab. Über ein 20:17 nach dem Startviertel wuchs der Vorsprung Mitte des zweiten Durchgangs gar auf 34:23 an, wobei in dieser Phase vor allem Niklas Würzner und der wiedergenesene Shy Ely glänzten. Erst kurz vor der Halbzeitpause gelangen den NINERS noch einige gute Aktionen, insbesondere Centerhüne Martin Seiferth und Kapitän Michael Fleischmann, welcher mit der Sirene einen viel umjubelten und psychologisch extrem wichtigen Dreier zum 31:37-Anschluss durch die Reuse jagte.  Dies war erst der dritte erfolgreiche NINERS-Distanzwurf in den ersten beiden Vierteln, während Heidelberg zu jenem Zeitpunkt schon sieben Dreier eingenetzt hatte, wohlgemerkt bei lediglich elf Versuchen. Folglich wollte Chemnitz den Perimeter im dritten Durchgang besser verteidigen, ließ dem Gast dabei aber Räume am Brett, welche vor allem Vance Hall und Hrovje Kovacevic immer wieder erfolgreich nutzten, wenn auch mehrfach erst mit ablaufender Wurfuhr. „Unser Aufwand wurde in jener Phase noch nicht belohnt, weil Heidelberg einige schwere Schüsse traf“, kommentierte Fleischmann. Dem Kapitän unterlief wenig später ein unsportliche Foul gegen Devin White, in dessen Folge Heidelberg seinen Vorsprung erneut zweistellig machte (43:53). Doch die NINERS dachten keine Sekunde daran, dieses Match aufzugeben, was sich vor allem in der letzten Aktion des dritten Viertels manifestierte. Seiferth stellte sich mit aller Macht Niklas Ney entgegen, blockte dessen Wurfversuch, hechtete dem Ball hinterher, rettete ihn Millimeter vor der Auslinie, um dann einen Pass übers ganze Feld zu spielen, welchen Craig Bradshaw zum mutmachenden 47:53 verwandelte. Falls es noch irgendeiner Initialzündung bedurft hätte, so war diese gerade erfolgt. Chemnitz schöpfte neue Hoffnung und zeigte nun die oft beschworene „NINERS-Identität“. Sowohl auf als auch neben dem Feld, denn das Publikum machte die Halle fortan zur wahren „Hartmann-Hölle“ und verlieh dem Team neue Kräfte. Angespornt von der grandiosen Atmosphäre verteidigten die Pastore-Mannen auf allerhöchstem Niveau und gestatteten Heidelberg in den ersten fünf Minuten des Schlussviertels gerade einmal zwei magere Pünktchen. Im gleichen Atemzug kehrte endlich auch vorn das Glück des Tüchtigen ein, so dass Virgil Matthews in der 33. Spielminute die NINERS erstmals seit dem Startviertel wieder in Führung bringen konnte (57:55). Seinem Distanztreffer ließ Bradshaw kurz darauf den nächsten Dreier zum 63:57 folgen und als Fleischmann ebenfalls vom Perimeter auf 72:62 stellte, bog Chemnitz endgültig auf die Siegerstraße ein. Angesichts dieses Verlaufs passte es perfekt ins Bild, dass auch der Schlusspunkt des Abends aus dem Dreipunkteland erfolgte. Von dort markierte der frisch gebackene ProA-Spieler des Monats Februar, Joe Lawson, den letzten Chemnitzer Treffer, avancierte so mit 22 Punkten zum Topscorer einer hart umkämpften Partie und durfte anschließend mit all seinen Teamkameraden die stehenden Ovationen des Chemnitzer Publikums genießen.

STATISTIK:

NINERS Chemnitz vs. MLP Academics Heidelberg 79:67 (17:20, 14:17, 16:16, 32:14), 2.086 Zuschauer Lawson (22 Punkte), Carter (20), Matthews (12), Fleischmann (7), Richter (7), Seiferth (6), Bradshaw (5), Wess, Ziegenhagen 

TERMINE:

Nürnberg Falcons BC vs. NINERS Chemnitz, Mittwoch, 22.03.2017, 19:30 Uhr, Berufsbildungszentrum Nürnberg NINERS Chemnitz vs. ETB Wohnbau Baskets Essen, Samstag, 25.03.2017, 19:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle

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