NINERS gehen im Würzburger Dreierregen baden
Nichts zu holen
Nach zuletzt drei Siegen in Serie mussten Sachsens beste Korbjäger am Montag einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Beim Playoffkandidaten Würzburg unterlag Chemnitz mit 88:98 (42:50) und konnte eine starke Aufholjagd im Schlussabschnitt nicht mehr krönen. Zuvor waren die Mannen von Coach Rodrigo Pastore durch eigene Fehler (unter anderem 20 Ballverluste) und eine überragende Dreierquote der Hausherren (56 Prozent mit 14 von 25 Treffern) sogar bis zu 55:77 in Rückstand geraten. In knapp acht Minuten kämpften sich die NINERS aber wieder auf 83:86 heran und wagten noch einmal vom Comeback-Sieg zu träumen. In der Schlussphase agierte jedoch Würzburg etwas abgeklärter und behielt die Punkte in eigener Halle. Schon am Mittwoch ist die „Orange Army“ erneut gefragt, wenn sie um 19:00 Uhr in der Messe Chemnitz den amtierenden EuroCup-Sieger Bourg-en-Bresse empfängt. Tickets sind in allen bekannten Vorverkaufsstellen, an der Abendkasse und online unter https://tickets.chemnitz99.de erhältlich.
Die Partie in Würzburg war für Chemnitz bereits das achte Auswärtsspiel in ihren ersten zwölf Pflichtpartien der neuen Saison und schnell sollte sich zeigen, wie schwer es in der ausgeglichenen easyCredit Basketball Bundesliga ist, in fremder Halle zu gewinnen. Zwar gingen die NINERS durch Treffer von Ben Burnham, Nighael Ceaser und Elias Rödl kurzzeitig mit 6:2 in Front, doch ein schneller 7:0-Lauf der Hausherren drehte postwendend das Momentum. Cobe Williams brachte Chemnitz dann noch einmal mit 14:13 nach vorn, aber vier erfolgreiche Dreier von Max Jones, Calvin Wishart und Alen Pjanic bescherten Würzburg eine 27:17-Führung nach dem Startviertel. Jene schraubten Jones und Wishart mit ihren nächsten erfolgreichen Distanzwürfen im zweiten Abschnitt auf 45:29, ehe sich Chemnitz etwas fing und den Rückstand dank Burnham, Mikesell und Fleming bis zur Halbzeitpause wieder in den einstelligen Bereich drückte (42:50).
Nach dem Seitenwechsel verkürzten Burnham und Rödl auf 47:52, womit man eigentlich gut leben konnte, hatte man sich bis dahin doch schon zahlreiche vermeidbare Ballverluste geleistet und manch Punkte an der Freiwurflinie liegen gelassen. Allerdings sollte die Chemnitzer Fehlerquote, zu der zweifellos auch defensive Abstimmungsprobleme gehörten, nicht kleiner werden und Würzburg bestrafte fortan jede Nachlässigkeit. Vom 62:52 zum 77:55 für Würzburg gelang den Hausherren ein fast schon spielentscheidender 15:3-Lauf. Aufgeben aber wollten sich die NINERS noch lange nicht und endlich zeigten sie an beiden Enden des Feldes jene Konzentration und Intensität, die sie in den Vorwochen so erfolgreich machten. Dadurch holte man den Rückstand Stück für Stück auf und als Mateo Seric sowie Stefan Smith zwei Dreier zum 83:86-Anschluss durch den Ring jagten, schien plötzlich wieder alles möglich. Das Schlachtenglück war dann aber doch auf Seiten der Gastgeber. Während sich ein Fleming-Dreier wieder rausdrehte, traf Würzburgs Sam Griffin aus gleicher Distanz mit ablaufender „Shotclock“ zum 90:83. Als sein Teamkollege Kenny Dye wenig später den nächsten schweren Wurf netzte, war die Partie entschieden. Chemnitz bleibt somit weiter im Bundesliga-Tabellenkeller, darf nun aber zweimal hintereinander zu Hause antreten und kann sich dort hoffentlich die nötige Feinabstimmung und etwas Selbstvertrauen für die kommenden schweren Wochen holen.
STATISTIK
Fitness First Würzburg Baskets vs. NINERS Chemnitz 98:88 (27:17, 23:25, 27:15, 21:31), 2.501 Zuschauer
Smith (17 Punkte), Burnham (16), Ceaser (14), Fleming (13), Seric (8), Mikesell (7), Rödl (5), Seckendorff (4), Williams (4), Kellig (nicht eingesetzt)
TERMINE
BKT EuroCup: NINERS Chemnitz vs. Cosea JL Bourg-en-Bresse, Mittwoch, 28.10.2026, 19:00 Uhr, Messe Chemnitz
easyCredit BBL: NINERS Chemnitz vs. MHP RIESEN Ludwigsburg, Samtag, 31.10.2026, 20:00 Uhr, Messe Chemnitz