Bittere Derby-NiederlageBittere Derby-Niederlage

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NINERS unterliegen Jena mit 76:82

Bittere Derby-Niederlage

Am vierten Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga musste Chemnitz die dritte Pleite hinnehmen. Vor über 3.000 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena, darunter knapp 500 mitgereiste NINERS-Fans, unterlag das Team von Cheftrainer Rodrigo Pastore dem Erzrivalen Science City Jena mit 76:82 (38:40). Ohne die beiden Stammspieler Cobe Williams (gesperrt) und Yohan Choupas (verletzt) hielt Chemnitz zwar lange gut mit, hatte im letzten Viertel aber nicht mehr die entscheidenden Reserven, um den Sieg auf seine Seite zu ziehen. Neben den personellen Engpässen wurden der „Orange Army“ erneut eine schlechte Dreierquote (29 Prozent) und klare Nachteile im Reboundduell (32:45) zum Verhängnis. Folgerichtig bleibt Chemnitz im Tabellenkeller und muss schon früh in der Saison dem Abstiegskampf ins Auge blicken.

 

Als die Kräfte noch frisch waren, gelang es den Sachsen, das Duell gegen den alten Rivalen aus Thüringen völlig ausgeglichen zu gestalten. Stefan Smith sorgte mit einem der seltenen erfolgreichen Chemnitzer Distanzwürfe für eine 7:6-Führung. Jener knappe Vorsprung stand auch nach Flemings Treffer zum 15:14 noch zu Buche, ehe sich Jena vor allem dank der Überlegenheit am Brett zum Ende des ersten Viertels einen knappen 21:19-Vorsprung sicherte. Diesen drehte der unermüdlich rackernden Nighael Ceaser zu Beginn des zweiten Abschnitts in ein 25:23 für Chemnitz und als sich Smith zum Korb durchtankte, leuchtete sogar ein 33:30 für Chemnitz von der Anzeigetafel. Mit etwas besserer Quote von der Freiwurf- und Dreierlinie hätte das Polster vielleicht noch ein Stück größer sein können, aber so brachte ein 8:0-Lauf der Hausherren wiederum Jena in Front. Durch einen spektakulären Dreier von der Mittellinie sorgte Phlan Fleming aber dafür, dass die NINERS pünktlich zur Halbzeitsirene schon wieder auf 38:40 verkürzten.

 

Ben Burnham markierte dann direkt mit Wiederbeginn den Ausgleich, doch die defensive Umstellung auf Zonenverteidigung brachte nicht den gewünschten Erfolg. Vielmehr straften Kristofer Krause und Isaiah Moses die NINERS mit drei staubtrockenen Dreiern zum 51:45 postwendend ab. Fortan lief Chemnitz stets einem Rückstand hinterher, der zur letzten Viertelpause acht Zähler betrug (54:62). Die Pastore-Mannen aber gaben nicht auf und verkürzten im Schlussabschnitt per Burnham-Dreier und King-Dunk auf 59:62. Jenas Cheftrainer Steven Esterkamp reagierte postwendend mit einer Auszeit und brachte sein Team wieder auf Linie. Begünstigt von einigen Chemnitzer Fehlwürfen und starken Einzelaktionen der US-Boys Terrence Edwards sowie Jemarl Baker setzte sich der Gastgeber erneut auf 68:59 ab. Die deutschen Guards Raphael Falkenthal und Kris Krause vollendeten schließlich Jenas spielentscheidenden 13:0-Lauf zur 75:59-Führung. Wenngleich Chemnitz verdient geschlagen war, konnte man dem Team hoch anrechnen, dass bis zur letzten Sekunde weitergekämpft und der abschließende Rückstand noch auf sechs Zähler verringert wurde, was für das Rückspiel im März nächsten Jahres immerhin alle Chancen für den direkten Vergleich offenlässt.

 

STATISTIK

Science City Jena vs. NINERS Chemnitz 82:76 (21:19, 19:19, 22:16, 20:22), 3.125 Zuschauer (ausverkauft)

 

Ceaser (16 Punkte), Burnham (14), Fleming (14), Smith (12), King (7), Seric (7), Seckendorff (4), Atkins (2), Rödl (0), Milatz (nicht eingesetzt), Richardson (nicht eingesetzt)

 

TERMINE

BKT EuroCup: NINERS Chemnitz vs. Neptunas Klaipeda, Mittwoch, 07.10.2026, 19:00 Uhr, Messe Chemnitz

easyCredit BBL: NINERS Chemnitz vs. Bayern München, Samstag, 10.10.2026, 16:00 Uhr, Messe Chemnitz