Rödl macht das Dutzend voll
Zwölfter Neuzugang
Sachsens beste Korbjäger haben ihren Kader für die kommende Saison noch einmal verstärkt. Als nunmehr zwölfter Neuzugang stößt der 1.98 Meter große Elias Rödl zu den NINERS und soll dem Pastore-Team mehr Tiefe auf der Smallforward- sowie Shootingguard-Position verleihen. Die letzten fünf Jahre verbrachte der Sohn von Nationalmannschaftslegende Henrik Rödl (1993 Europameister, 178 Länderspiele als Aktiver, 43 als Bundestrainer) in den USA. Dort stellte der 24-Jährige vor allem in den letzten beiden Spielzeiten an der Brandeis Universität nahe Boston seine Shooter-Qualitäten unter Beweis und versenkte binnen zwei Saisons in der dritthöchsten College-Liga NCAA-3 satte 125 seiner 275 Dreierversuche (45.5 Prozent). Anfang Juli überzeugte er als Gastspieler beim NINERS-Sommercamp dann auch den Chemnitzer Cheftrainer Rodrigo Pastore und einigte sich anschließend mit der „Orange Army“ auf einen 3-Jahres-Vertrag.
Geboren und aufgewachsen ist der Blondschopf in Berlin, wo schon sein Vater seine komplette Profikarriere verbrachte. Folglich fand auch Elias Rödl den Weg in ALBA’s renommiertes Nachwuchsprogramm, wurde mit den Hauptstädtern 2017 deutscher U16-Meister in der Jugendbasketballbundesliga und zog zwei Jahre später mit Berlins U19 ins Halbfinale der Nachwuchsbasketballbundesliga ein. Im darauffolgenden Spieljahr strebten ALBA‘s Talente sogar den Juniorentitel an und lagen souverän auf dem ersten Platz der NBBL-Nordstaffel, als die Corona-Pandemie für ein abruptes Saisonende sorgte. Parallel zum U19-Spielbetrieb kam Rödl bis 2021 auch schon 20 Mal für das Berliner Farmteam LOK Bernau in der ProB zum Einsatz, ehe er den Schritt über den großen Teich wagte.
In den USA absolvierte der smarte Flügelspieler zunächst die Prep School und schrieb sich 2022 am Saint-Anselm-College ein, für das er später parallel zum Studium in der NCAA-2 auf Korbjagd ging. Im gleichen Sommer bestritt Rödl vier Kurzeinsätze für die deutsche Juniorenauswahl bei der U20-EM im montenegrinischen Podgorica. Bei den Saint-Anselm Hawks lief es dann allerdings nicht ganz so wie erhofft, weshalb Rödl 2024 eine College-Liga tiefer zur Brandeis Universität wechselte. Dort schloss er nicht nur sein BWL-Studium erfolgreich ab, sondern nahm im Basketball-Team der ‚Judges‘ eine zunehmend größere Rolle ein. Nach zwei Jahren vor den Toren Bostons standen 49 NCAA3-Pflichtspiele mit durchschnittlich fast 31 Einsatzminuten, 20.1 Punkten, 6.3 Rebounds, 1.8 Assists sowie starken Trefferquoten von 59.4 Prozent aus dem Zweierbereich, deren 45.5 von der Dreier- und 83.2 Prozent von der Freiwurflinie zu Buche.
Wenngleich das Niveau der NCAA-3 natürlich nicht mit der ersten deutschen Bundesliga zu vergleichen ist, scheint Rödl gerade aus der Distanz ein weiches Händchen zu besitzen und zeigte dies auch in den letzten beiden Wochen beim NINERS-Sommercamp. Zudem kommt der Neuzugang zwar direkt vom College, ist mit seinen 24 Jahren aber nicht mehr ganz blutjung und durfte in den USA, der ProB und den deutschen Jugendauswahlmannschaften schon viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Sympathisch ist zudem, dass Rödl mit hoher Motivation, aber auch einer gesunden Portion Demut an die neue Herausforderung geht. „Es war schon immer mein großer Traum, irgendwann einmal in der BBL zu spielen. Nach vier Jahren am College muss ich meine Spielweise natürlich an die Bundesliga, unser Team und meine Rolle anpassen, um der Mannschaft helfen zu können. Aber schon die kurze Zusammenarbeit mit Rodrigo Pastore und Pau Del Tio Munoz, der professionelle Stab drumherum und die herausragenden Trainingsbedingungen im Feel Good Club haben mich überzeugt, hier in Chemnitz den nächsten Schritt gehen zu können“, betont Rödl, der sich bereits auf seine Heimpremiere freut: „Ich habe ja noch nie in Chemnitz gespielt, aber alle sagen, dass die Stimmung in der Messe großartig wäre und es ist eine tolle Aussicht, das bald live erleben zu dürfen!“