Alles Gute Nummer 1!Alles Gute Nummer 1!

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NINERS verabschieden Aher Uguak

Alles Gute Nummer 1!

Mit etwas Wehmut und gegenseitig besten Wünschen für die Zukunft trennen sich nach nunmehr vier Jahren die Wege der NINERS Chemnitz und des sympathischen Kanadiers Aher Uguak. Der Smallforward kam 2022 direkt von der Loyola Universität Chicago nach Sachsen und nahm bei der „Orange Army“ eine beeindruckende Entwicklung. Defensiv gehörte er von Beginn an zu den stärksten Verteidigern des Teams, später zu den allerbesten der Basketballbundesliga, und auch offensiv übernahm der heute 28-Jährige zunehmend Verantwortung. So gehörte Uguak letztlich zu den wichtigsten Säulen jener Mannschaft, die mit dem FIBA-Europe-Cup-Sieg 2024 den allerersten Titel der Vereinshistorie nach Chemnitz holte, und schien längst zu Höherem berufen. Doch nur wenige Monate später setzte ein Patellasehnenriss Uguaks Aufstieg ein jähes Ende. Mit harter Arbeit und eiserner Disziplin kämpfte sich der kraftvolle Forward zurück und feierte diesen Januar sein lang ersehntes Comeback. Nun steht der nächste Schritt bevor, den Uguak bei einem anderen Basketballclub gehen wird. Dafür wünschen ihm die NINERS alles erdenklich Gute und drücken sämtliche Daumen, dass die „Nummer 1“ schnell zu alter, voller Stärke zurückfindet.

 

Die #1 ließ sich Uguak schon in seiner ersten Saison aufs NINERS-Jersey drucken und machte ihr wahrlich alle Ehre. Nicht nur war er oft der Erste beim Training, sondern vor allem der Erste, der voranging wenn es brenzlig wurde, sich defensiv fürs Team aufopferte und offensiv stets ein Auge für den besser postierten Mitspieler hatte. Einer, der auch mal in der Kabine das Wort ergriff und mit seinem Charakter sowie seiner Spielweise alle daran erinnerte, dass man große Ziele nur als geschlossene Einheit erreichen kann. Auch sportlich nahm Uguaks Wert für die „Orange Army“ mit jeder Saison zu. Waren es in der ersten Spielzeit noch 8.3 Punkte, 3.4 Rebounds sowie 2.0 Assists pro Partie, steuerte der Kanadier im „Europapokaljahr“ schon durchschnittlich 10.3 Zähler, 3.4 Rebounds und 2.6 Assists bei. Spätestens als er jene Werte in der Hinrunde 2024/2025 auf wettbewerbsübergreifend 12.2 Punkte, 3.7 Rebounds sowie 3.4 Assists steigerte, klopften allmählich die ersten europäischen Topclubs an und die NINERS hatten bereits ihren Frieden damit gemacht, den „sanften Riesen“ irgendwann stolz an einen namhaften Spitzenverein abgeben zu dürfen.

 

Doch im Januar 2025, beim damaligen Auswärtsspiel in Bonn, kam es zum großen Unglück. Ohne Einfluss eines Gegners verdrehte sich Uguak im Fastbreak das Knie und erlitt einen Patellasehnenriss. Die NINERS standen ihm dennoch treu zur Seite und nach fast einem Jahr kehrte der ursprünglich aus dem Südsudan stammende Kanadier endlich aufs Parkett zurück. Leider in einer eher suboptimalen Situation, erlebte das Chemnitzer Team doch gerade eine sehr wechselhafte Saison mit manch enttäuschender Niederlage. Uguak stemmte sich dagegen, absolvierte in der Rückrunde 2026 immerhin noch 23 Pflichtpartien, trug dabei maßgeblich zum Einzug ins EuroCup-Achtelfinale bei und kämpfte bis zur letzten Minute um das Erreichen der Bundesliga-Playoffs. Dies sollte zwar leider nicht mehr gelingen, aber nach insgesamt 162 Begegnungen im Chemnitzer Jersey, nur Jonas Richter (390), Malte Ziegenhagen (202), Virgil Matthews (196) und Kevin Yebo (174) haben mehr bestritten, bewahren die NINERS nichts als gute Erinnerungen an Aher Uguak. Viele seiner 1.420 Punkte sind untrennbar mit zahlreichen Erfolgen der Orange Army verbunden und hoffentlich sieht man sich irgendwann einmal auf dem Parkett wieder. Am liebsten genau dann, wenn die „Nummer 1“ zu allerbester Stärke zurückgefunden hat und ihre Karriere noch möglichst lange fortsetzen kann!