Der neunte NINERS-NeuzugangDer neunte NINERS-Neuzugang

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Phlandrous Fleming Jr verstärkt die „Orange Army“

Der neunte NINERS-Neuzugang

Chemnitz treibt die Kaderzusammenstellung weiterhin mit großen Schritten voran. Als nunmehr neunten Neuzugang haben die NINERS den US-Amerikaner Phlandrous Fleming Jr verpflichtet, der sich den Sachsen mindestens bis 2027 anschließt. Letzte Saison spielte der 1.93 Meter große und 95 Kilogramm schwere Shooting-Guard noch beim französischen Erstligisten SLUC Nancy. 2024/25 stand Fleming bei den Telekom Baskets Bonn unter Vertrag, für die er seinerzeit 43 Pflichtspiele in Bundesliga, Pokal und Champions League absolvierte. Zuvor schnürte der Modellathlet seine Stiefel für ESSM Le Portel (Frankreich), Vitoria Guimares (Portugal), die Universitäten Florida und Charleston Southern sowie letzten Juli sogar kurzzeitig in der NBA-Summerleague für die Memphis Grizzlies. In Chemnitz ist der 27-Jährige vorwiegend als Shooting-Guard eingeplant, kann dank seiner Playmaking-Fähigkeiten und seines kräftigen Körpers aber ebenso auf beiden Nachbarpositionen eingesetzt werden.

Geboren und aufgewachsen in Georgia wechselte Fleming mit Beginn seiner Studienzeit in den US-Nachbar-Bundesstaat South Carolina an die Charleston Southern Universität. Dort gehörte er von 2017 bis 2021 durchweg zu den absoluten Leistungsträgern und erzielte in 31,5 Einsatzminuten pro Partie Mittelwerte von 15.0 Punkten, 6.4 Rebounds, 2.7 Assists, 1.4 Steals und 0.9 Blocks. Zusätzlich wurde Fleming zweimal zum besten Verteidiger der Big-South-Conference gewählt. Parallel schloss der variable Backcourt-Spieler sein Marketing-Studium erfolgreich mit dem Bachelor ab und durfte daraufhin ein weiteres Jahr in der höchsten College-Liga NCAA-1 verbleiben. Fleming wählte den dreifachen Champion Florida und wusste auch bei den „Gators“ mit durchschnittlich 11.1 Punkten, 4.4 Rebounds, 2.1 Assists und 1.5 Steals zu überzeugen.

Seine ersten Schritte im Profibasketball machte der US-Boy dann beim portugiesischen Erstligisten Vitoria Guimares, ehe es 2023 ins französische Oberhaus zu ESSM Le Portel und ein Jahr später erstmals in die BBL zu den Telekom Baskets Bonn ging. Genoss Fleming am College bereits den Ruf, ein guter Verteidiger und starker Scorer zu sein, stellte er in Europa zunehmend unter Beweis, dass er auch seine Mitspieler geschickt in Szene setzen kann – 6.3 Assists in Portugal, 4.3 Vorlagen in Frankreich, 3.9 in Deutschland und letzte Saison dann wiederum 4.3 Assists für SLUC Nancy unterstreichen Flemings Spielmacherqualitäten. Zumal er im zurückliegenden Spieljahr mit durchschnittlich 12.5 Punkten, 3.6 Rebounds, 1.6 Steals und 0.6 Blocks seine Qualitäten auch weiterhin in allen anderen Bereichen unterstrich. Angefangen vom College bis hin zur letzten Station in Frankreich kann Fleming mittlerweile schon auf 277 Pflichtspiele zurückblicken, in denen Mittelwerte von 13.5 Punkten, 5.1 Rebounds, 3.2 Assists, 1.5 Steals sowie 0.8 Blocks zu Buche stehen. Stark sind auch seine Karrieretrefferquoten von 51 Prozent aus dem Zweierbereich sowie 80 Prozent von der Freiwurflinie. Einzig vom Perimeter hat der einsatzfreudige Guard angesichts seiner 30-prozentigen Quote bei knapp fünf Versuchen pro Spiel sicherlich noch Luft nach oben.

An seiner hohen Motivation indes gibt es keinerlei Zweifel. „Ich will immer gewinnen. Ebenso ist Chemnitz ein Club mit sehr hohen Ansprüchen an sich selbst. Wir haben den Trainerstab und das Material, um hier gemeinsam etwas ganz Besonderes aufzubauen und ich möchte unbedingt ein Teil davon sein“, betont der 27-Jährige. Die NINERS-Fans werden sich vielleicht noch mit gemischten Gefühlen an Flemings letzten Auftritt in Chemnitz zurückerinnern. Schließlich verhagelte der US-Boy mit Bonn den NINERS gründlich das Weihnachtsfest 2024, als die Rheinländer in der Messe einen überdeutlichen 123:88-Kantersieg feierten, an dem seinerzeit eben auch Fleming mit 20 Punkten, sechs Rebounds, fünf Assists, zwei Steals sowie drei von sechs verwandelten Dreiern einen gehörigen Anteil hatte. Umso schöner ist es, dass der Guard künftig nicht mehr gegen, sondern für die Orange Army aufläuft und den Chemnitzer Backcourt mit seiner Variabilität, Athletik, gutem Auge, großem Einsatzwillen und einiger Europa-Erfahrung bereichern wird.