NINERS verabschieden Spieler-Sextett
Alles Gute Jungs!
In den letzten Wochen haben Sachsens beste Korbjäger schon sechs Neuzugänge für die kommende Saison vorgestellt. Auf der Gegenseite steht nunmehr auch der Abgang ebenso vieler Spieler fest. Corey Davis, Yordan Minchev, Eric Washington, Jordan Schakel, Julian Steinfeld und der zuletzt noch an Porto verliehene Robbie Beran werden nicht nach Chemnitz zurückkehren und ihre Basketballkarriere andernorts fortsetzen. Die NINERS bedanken sich recht herzlich für den Einsatz und die gezeigten Leistungen der sechs Korbjäger und wünschen ihnen privat wie sportlich alles Gute. Weitere Zu- und Abgänge werden im Verlauf des Sommers folgen. Ziel ist es, den neuen Kader bis spätestens zum Trainingsauftakt Anfang August zu komplettieren und sich dann gemeinsam auf die großen Herausforderungen in Bundesliga, Pokal und EuroCup vorzubereiten.
Corey Davis war letzten Sommer vom italienischen Erstligisten Vanoli Cremona nach Chemnitz gekommen und übernahm als Starting-Pointguard umgehend eine tragende Rolle. Zudem bestach der 29-Jährige mit seinen Crunchtime-Qualitäten und versenkte gerade in den Schlussphasen enger Partien oftmals wichtige Würfe. In seinen 53 Pflichtspieleinsätzen für die NINERS stand Davis durchschnittlich 31 Minuten auf dem Feld und brachte es auf 12.7 Punkte, 6.1 Assists sowie 2.1 Rebounds pro Partie. Der US-Boy verpasste im gesamten Saisonverlauf nur ein einziges Chemnitzer Match und war damit ähnlich beständig wie Yordan Minchev. Der bulgarische Nationalspieler absolvierte 52 der 54 NINERS-Partien im zurückliegenden Spieljahr und legte dabei Mittelwerte von 9.1 Punkten, 5.8 Rebounds, 1.7 Assists und einem Steal auf. Ebenfalls knapp zweistellig scorte Eric Washington, der Mitte Februar als Ersatz für Kaza Kajami-Keane aus Jena nach Chemnitz wechselte, in seinen 15 Einsätzen für die NINERS, wobei er den durchschnittlich 9.7 Punkten noch 3.7 Assists sowie 3.3 Rebounds beifügte.
Wie Washington stieß auch Jordan Schakel erst im Saisonverlauf als Nachverpflichtung zur „Orange Army“ und absolvierte in Bundesliga sowie EuroCup insgesamt 24 Spiele für die Sachsen. Dabei standen unterm Strich durchschnittlich drei Punkte und ein Rebound zu Buche. 2.14-Meter-Centerhüne Julian Steinfeld, der leider oftmals von Verletzungen ausgebremst wurde, blieb in seinen elf Kurzeinsätzen für Chemnitz ohne Korberfolg, griff sich aber immerhin 14 Rebounds ab. Etwas besser lief es für Robbie Beran. Der Forward brachte es bis Mitte Dezember auf 15 Einätze im Chemnitzer Jersey mit durchschnittlich 4.5 Zählern und 1.7 Rebounds. Als nominell achter Ausländer war der 26-Jährige vor allem in der Bundesliga aber oftmals zum Zuschauen gezwungen, weshalb man sich kurz vor Weihnachten auf eine Leihe zum FC Porto verständigte. Dort absolvierte Beran in der Rückrunde noch 23 Pflichtpartien, in denen ihm durchschnittlich acht Zähler sowie vier Rebounds gelangen. Außerdem durfte der sympathische US-Boy mit Porto jüngst die nationale Meisterschaft feiern. In Chemnitz aber wären die Chancen auf ausreichend Einsätze und Spielzeit wohl auch künftig eher gering, weshalb sich die Wege nun trennen und Beran eine neue Herausforderung sucht.
Fast alle vorgenannten Spieler erlebten während der abgelaufenen Saison ihre persönliche Premiere im BKT EuroCup und hatten dort, wenn auch mit unterschiedlich großem Einfluss, durchweg ihren Anteil am Einzug ins Achtelfinale. Das gute Abschneiden im zweithöchsten Kontinentalwettbewerb ebnete letztlich den Weg zur „3+2 Lizenz“, welche Chemnitz vor einer Woche für den EuroCup erhielt und somit auch die nächsten Jahre im internationalen Geschäft antreten darf. Auf Bundesligaebene lief die vergangene Saison, teils bedingt durch Verletzungen und Doppelbelastung, nicht immer wie erhofft. Dennoch werden sich die Fans an einige Highlights wie den Auswärtssieg in Berlin, den Buzzerbeater-Triumph gegen Jena oder die Derby-Erfolge gegen den MBC gern zurückerinnern. All das bleibt auf immer mit den Namen der letztjährigen Spieler verbunden, auch wenn diese ihre Karrieren künftig andernorts fortsetzen werden.