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Ben Burnham verstärkt die Orange Army

Bereit für den nächsten Schritt

Die Kaderzusammenstellung der NINERS geht mit großen Schritten weiter voran. Als sechster Neuzugang für die kommende Spielzeit steht nunmehr Benjamin Forrest Burnham, kurz ‚Ben‘ genannt, fest. Der zwei Meter große und 100 Kilogramm schwere Forward kommt vom Zweitligisten Artland Dragons, wo er letzte Saison zum effektivsten ProA-Spieler seit Beginn der digitalen Datenerfassung avancierte. Dabei steht Burnham mit 24 Jahren erst am Beginn seiner Profikarriere und verfügt noch über enormes Entwicklungspotenzial. Umso glücklicher sind die NINERS, sich mit dem US-Amerikaner auf einen Vertrag für die neue Spielzeit inklusive Option auf eine weitere Saison geeinigt zu haben.

Schon zu Studienzeiten machte Burnham von sich Reden, als er mit dem Charleston College 2023 und 2024 recht überraschend den Titel der Colonial Athletic Association gewann und sich somit beide Male für das Meisterschaftsturnier der höchsten US-amerikanischen College-Liga NCAA-1 qualifizierte. In der „March Madness“ war für die „Cougars“ dann zwar jeweils in der ersten Runde gegen die beiden späteren Final-Four-Teilnehmer San Diego State und Alabama Schluss, doch Burnham hatte Eindruck hinterlassen. So lotste ihn die Virginia Tech Universität in die bärenstarke Atlantic Coast Conference, wo sich Burnham gegen Topteams wie North Carolina, Duke, Louisville oder Syracuse beweisen durfte, die es allein schon auf 15 NCAA-Meistertitel bringen. Während seiner vier College-Jahre absolvierte Burnham für Charleston und Virginia Tech insgesamt 136 Pflichtspiele, in denen er durchschnittlich 20 Minuten auf dem Feld stand und diese mit 9.2 Punkten sowie 4.1 Rebounds pro Partie höchst effektiv zu nutzen wusste.

Anschließend sicherten sich die Artland Dragons aus Quakenbrück die Dienste des bärtigen Flügelspielers, welcher sich in der zurückliegenden Zweitligasaison zu absoluten Fabelleistungen aufschwang. In 36 Partien, darunter die spannende Playoffserie gegen Bremerhaven mit seinem künftigen Chemnitzer Teamkameraden Jannis von Seckendorff, brachte es Burnham im Schnitt auf beeindruckende 20.3 Punkte, 9.8 Rebounds, 2.3 Assists, 1.3 Steals und 0.9 Blocks. Noch atemberaubender waren seine Wurfquoten von 69.4 Prozent aus dem Zweierbereich sowie 44.7 Prozent von der Dreier- und ordentliche 70.8 Prozent von der Freiwurflinie. Weil dem Forward trotz hoher „Usage-Rate“ lediglich 2.1 Ballverluste in über 29 Minuten Spielzeit pro Partie unterliefen, stand am Ende ein sensationeller Effektivitätswert von 26.4 pro Einsatz zu Buche. Jene Zahl bildet eine Summe aller statistischen Werte ab, die nunmehr seit 2014 digital erfasst werden. In jener Zeit führten viele Zweitligaspieler das Effektivitätsranking an, die sich später auch in der BBL durchsetzten – unter anderem Stan Whittaker 2022 mit 22.9 Punkten, der dann nach Würzburg ging, Leon Kratzer 2017 (21.6, später Bonn), Keith Braxton 2025 (20.6, jetzt Jena), Grayson Murphy 2024 (20.6, jetzt Bonn) oder auch Kevin Yebo im Jahre 2019 mit 19.4 Zählern. Als bislang einziger Chemnitzer hatte Virgil Matthews 2016 mit 18.5 den höchsten Effektivitätswert aller ProA-Spieler, doch an Burnhams 26.4 kommt keiner heran.

Deshalb sind die NINERS überzeugt, dass der junge US-Amerikaner bereit für den nächsten Schritt ist und sich nach einer gewissen Eingewöhnungsphase auch in der BBL sowie im EuroCup etablieren kann. Gerade weil Burnham eben wahrlich nicht nur von seinem Scoring lebt, sondern einem Team in allen Bereichen des Spiels, offensiv wie defensiv, helfen kann. Zudem bringt der 24-Jährige genau die richtige Einstellung mit. Schon kurz nach Artlands Playoff-Aus und bevor er seine temporäre Heimreise in die USA antrat, begab sich Burnham auf den Weg nach Chemnitz, um einen ersten Eindruck seiner neuen Heimat zu gewinnen. Dieser bestätigte seinen Entschluss, sich den NINERS anzuschließen. „Die Trainingsbedingungen sind großartig, der Trainerstab bringt extrem viel Erfahrung mit und die Stadt hat mir ebenso gefallen. Außerdem habe ich schon viel über die außergewöhnlichen Fans hier gehört und freue mich darauf, bald ans Werk zu gehen“, betont Burnham, der Anfang August dann endgültig aus seiner Heimat in South Carolina nach Chemnitz übersiedeln wird.