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Alex Richardson wechselt nach Chemnitz

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Das Gesicht des neuen NINERS-Teams nimmt weiter Formen an. Mit Alex Richardson haben sich die Sachsen den nächsten deutschen Spieler geangelt. Der 2.06 Meter große und 108 Kilogramm schwere Centerhüne spielte letzte Saison noch für die Loyola Universität Chicago. In den Vorjahren ging er für Düsseldorf in der ProA und Frankfurts Farmteam in der ProB auf Korbjagd, sammelte bei den SKYLINERS aber auch schon erste Bundesligaerfahrung. Zudem erreichte Richardson mit Deutschlands Juniorenauswahl bei der U20-EM 2023 den sechsten Platz. Als starker Rebounder und mit seiner Abschlussstärke in Brettnähe soll der 22-Jährige in Chemnitz wie schon bei seinen letzten Stationen vorrangig die „5“ begleiten.

Obwohl Richardson, dessen Vater aus Schottland stammt, in Glasgow geboren wurde, verbrachte er den Großteil seiner Kindheit und Jugend in Karlsruhe. Vom dortigen SSC ging es über den USC Heidelberg 2020 dann als 16-Jähriger ins renommierte Nachwuchsprogramm der Frankfurt Skyliners. Kurz nach seinem 17. Geburtstag debütierte Richardson bereits in der ProB und nur ein knappes Jahr später gegen ALBA Berlin auf BBL-Ebene. Den Großteil seiner Einsätze bestritt der Center aber weiterhin für Frankfurts Farmteam, bei dem ihm 2022/23 durchschnittlich 9.9 Punkte, 6.5 Rebounds sowie 1.2 Assists gelangen. So streckten die ART Giants Düsseldorf ihre Fühler nach Richardson aus und lockten das Kraftpaket eine Etage höher in die 2. Basketball Bundesliga ProA. Auch dort benötigte der gebürtige Schotte nicht viel Anlaufzeit und avancierte während der Saison 2024/25 mit 10.6 Punkten, 8.0 Rebounds sowie 1.1 Assists pro Partie ligaweit zu einem der besten jungen deutschen Spieler.

Schon damals hätte die Chance zum Sprung in die easyCredit BBL bestanden, doch Richardson entschied sich für eine Saison an die Loyola Universität Chicago zu wechseln und mit den „Ramblers“ in der höchsten US-College-Liga NCAA-1 auf Korbjagd zu gehen. „Es war eine Gelegenheit, die ich unbedingt wahrnehmen wollte und ich durfte dort sehr viele wertvolle Erfahrungen sammeln“, sagt Richardson. Im Kabinengang der 5.000 Zuschauer fassenden Joseph-Gentile-Arena sah der Chemnitzer Neuzugang auch Fotos von Aher Uguak, der zwischen 2018 und 2022 ebenfalls für die Ramblers spielte, ehe er sich den NINERS anschloss. So gesehen vielleicht kein schlechtes Omen, dass Richardson nun ebenfalls aus Chicago nach Chemnitz wechselt. Der 22-Jährige soll den NINERS in Brettnähe mehr Präsenz und Physis verleihen und hat zudem noch einiges Entwicklungspotenzial, welches er mit den guten Trainingsbedingungen in Chemnitz und unter einem sehr erfahrenen Trainerstab sukzessive ausschöpfen möchte.

„Es ist eine große Chance, mich jetzt in der BBL zu beweisen“, unterstreicht Richardson, der während seiner Frankfurter Jahre als junges Talent bereits 13 Kurzeinsätze für die SKYLINERS in Bundesliga sowie Pokal absolvierte und dabei durchschnittlich je knapp drei Punkte und Rebounds auflegte. Mit ProA, ProB und College kommt der Centerbrocken auf 176 Pflichtspiele im Männerbereich, bei denen vor allem seine 61.4-prozentige Zweierquote heraussticht. So sich denn die Chance ergibt, schließt Richardson gern direkt per Dunking ab, will aber nicht nur damit die Chemnitzer Fans begeistern: „Ich versuche mir gerade auch am offensiven Brett viele Rebounds zu erkämpfen und möchte dem Team mit Energie und Einsatzfreude helfen. Die NINERS und ihre tolle Entwicklung habe ich schon in den letzten Jahren verfolgt. Neben den sportlichen Erfolgen hat mich vor allem die ausgeprägte Fankultur beeindruckt. Vor solch leidenschaftlichen Anhängern will doch jeder gern spielen“, freut sich Richardson schon jetzt auf seine Premiere im NINERS-Jersey.