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NINERS verpflichten Jannis von Seckendorff

Athletischer Forward

Sachsens beste Korbjäger haben nach Mateo Seric (Heidelberg) und Yohan Choupas (Chalon) mit Jannis von Seckendorff den nächsten deutschen Spieler für die kommende Saison unter Vertrag genommen. Der 23-Jährige kommt vom Zweitligisten Bremerhaven, mit dem er vor anderthalb Wochen in den ProA-Playoffs nur knapp den Bundesliga-Aufstieg verpasste. 2.04 Meter Körpergröße, 96 Kilogramm „Kampfgewicht“ und eine ausgesprochen gute Athletik prädestinieren den gebürtigen Kölner für die Position des Powerforwards. Bei Bedarf kann der bewegliche wie physisch starke Flügel aber auch auf die Nachbarpositionen ausweichen.

Seinen vollständigen Namen sollte man sich auf jeden Fall merken – Jannis Alexander Götz Maria Freiherr von Seckendorff – mehr Buchstaben hatte noch kein NINERS-Spieler. Der Grund für seine Verpflichtung ist aber vielmehr das sportliche Potenzial, vereint von Seckendorff doch Athletik, Kampfgeist sowie Energizer-Qualitäten und ist mit 23 Jahren noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Die ersten Schritte machte der Flügelspieler zunächst bei der BG Köln und durchlief anschließend das Nachwuchs-Programm der Telekom Baskets Bonn. Mit dem Übergang ins Erwachsenenalter wechselte von Seckendorff zurück in seine Heimatstadt, wo er von 2021 bis 2025 für die RheinStars Köln in der ProB auf Korbjagd ging. Dort konnte er sich stetig steigern und avancierte in seiner letzten Saison für die Domstädter als 22-Jähriger bereits zum absoluten Leistungsträger. Mit 11.4 Punkten, 5.0 Rebounds, 2.3 Steals, 1.4 Assists und 0.8 Blocks in rund 33 Einsatzminuten pro Partie hatte von Seckendorff maßgeblichen Anteil, dass Köln auf dem zweiten Platz der ProB-Südstaffel landete. In der Aufstiegsrunde schied man dann zwar etwas überraschend gegen ALBA Berlins Farmteam LOK Bernau aus, doch für von Seckendorff ging es mit dem Wechsel nach Bremerhaven anschließend dennoch in die ProA.

Bei den Eisbären konnte der sprunggewaltige Flügel umgehend an seine vorherigen Leistungen anknüpfen, bestritt in der abgelaufenen Saison insgesamt 42 Pflichtpartien mit je rund 22 Einsatzminuten, in denen ihm durchschnittlich zehn Punkte, vier Rebounds sowie knapp ein Assist und Steal gelangen. Sportlich ging es für Bremerhaven bis ins ProA-Halbfinale, wo man im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg in einer dramatischen Best-of-Five-Serie nur hauchdünn Phoenix Hagen mit 2:3 unterlag. Nach fünf Spielzeiten in der 2. Bundesliga ProA und ProB stehen für den 23-Jährigen, der parallel zu seiner Basketballkarriere noch Informatik studiert, bereits 152 Profi-Einsätze zu Buche. Auffällig ist, dass er in jenen Partien mehr als drei Viertel seiner Würfe aus dem Zweierbereich, also vorwiegend in Brettnähe nahm, dort aber sehr beachtliche 60 Prozent aller Versuche traf. Von der Dreierlinie (rund 25 Prozent Trefferquote) und bei Freiwürfen (knapp 60 Prozent) hat der NINERS-Neuzugang dagegen zweifellos noch Luft nach oben. „Ich werde hart daran arbeiten und möchte mich kontinuierlich verbessern“, zeigt sich der defensivstarke Powerforward hochmotiviert.

Mit dem Wechsel nach Chemnitz kommt von Seckendorff der Heimat seines Großvaters, welcher ursprünglich aus Dresden stammt, ein gutes Stück näher. „Vielleicht kann ich die Stadt mal besuchen, aber am meisten freue ich mich auf die Heimspiele in der Messe. Die Fans sind weithin für ihre leidenschaftliche Unterstützung bekannt und mein Bremerhavener Teamkollege Dominique Johnson hat mir auch sonst viel Gutes berichtet“, sagt von Seckendorff, der nicht lange überlegen musste, die NINERS-Offerte anzunehmen: „Ich hatte viele Gespräche mit Headcoach Rodrigo Pastore und freue mich auf den Sprung in die BBL. Mit Kampfgeist und Energie möchte ich mich beweisen und allem voran unsere Fans mitreißen!“