Centerhüne schließt sich Lyon an
Sow nach Frankreich
Während für Chemnitz die Basketballsaison 2025/2026 schon beendet ist, beginnt in der BBL und vielen anderen europäischen Ligen mit den Playoffs gerade erst die ganz heiße Phase. Und nicht überall ist im Unterschied zu Deutschland das Transferfenster bereits geschlossen. So nutzt der 21-fache französische Meister ASVEL Lyon-Villeurbanne die Möglichkeit, seinen Kader für den Saisonendspurt noch einmal zu verstärken, und nimmt NINERS-Center Amadou Sow unter Vertrag. Der aus Mali stammende 2.06-Meter-Hüne ist bereits aus Chemnitz abgereist und könnte zeitnah sein Debüt für den Club von NBA-Legende Tony Parker feiern. „Wir danken Amadou für seine Leistungen in unserem Jersey und wünschen ihm sowie seiner Familie alles Gute für dieses neue Abenteuer“, sagt Geschäftsführer Steffen Herhold zum Abschied.
Sow kam letzten Sommer nach einem viermonatigen Engagement bei SIG Straßburg zu den NINERS. Zuvor hatte er infolge eines Kreuzbandrisses über ein Jahr pausieren müssen und wollte in Chemnitz endgültig zu alter Stärke zurückfinden. Mit etwas Anlaufzeit drehte der Malier dann immer weiter auf und gehörte vor allem rund um den Jahreswechsel zu den besten Spielern der „Orange Army“. Kleinere Verletzungen und Erkrankungen bremsten Sow bisweilen zwar etwas aus, weshalb er nur 43 von 54 Chemnitzer Pflichtpartien bestritt. Dort stand er aber durchschnittlich rund 24 Minuten auf dem Feld und spielte sich mit Werten von 12.5 Punkten sowie 5.9 Rebounds pro Partie und starken Trefferquoten von 61.4 Prozent aus dem Zweier-Bereich, 37.6 Prozent von der Dreier- sowie 78.7 Prozent von der Freiwurflinie in die Notizbücher deutlich zahlungskräftigerer Clubs. Nun folgt der Schritt zum EuroLeague-Teilnehmer ASVEL Lyon-Villeurbanne. Mit den Südfranzosen, welche letztmalig 2022 den nationalen Titel holten, könnte Amadou Sow eine gute Rolle in den Playoffs und im Kampf um die Meisterschaft spielen.