Enttäuschendes SaisonausEnttäuschendes Saisonaus

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NINERS verpassen Sprung in die Playins

Enttäuschendes Saisonaus

Die Spielzeit 2025/26 endete für Sachsens erfolgreichsten Basketballclub mit einem ernüchternden Finale. Im letzten Hauptrundenspiel unterlag Chemnitz am Sonntag mit 90:104 bei den bereits abgestiegenen Basketball Löwen Braunschweig und belegt in der Abschlusstabelle den zwölften Platz. Ein Sieg hätte den NINERS gar auf Rang 8 und in die Playins verholfen sowie mindestens ein weiteres Heimspiel garantiert. Doch vor über 4.000 Zuschauern in der Braunschweiger Volkswagen Halle vermochte die „Orange Army“ leider nicht die notwendige Intensität aufs Feld zu bringen, um sich doch noch eine Teilnahme an der BBL-Postseason zu verdienen. Am morgigen Dienstag sind alle Fans noch einmal herzlich zum traditionellen Saisonabschluss im Chemnitzer Feel Good Club eingeladen. Dort stehen Spieler und Trainer ab 16:00 Uhr für Autogramm- und Fotowünsche zur Verfügung, während parallel die orangefarbenen Originaltrikots der abgelaufenen Saison versteigert werden.

Trotz der sportlich nicht gerade rosig verlaufenen Vorwochen machten sich am Sonntag rund 30 treue Fans auf die 300 Kilometer lange Reise, um ihre NINERS live in Braunschweig zu unterstützen. Kurz keimte bei den Chemnitzer Anhängern sogar Hoffnung auf, als das Pastore-Team durch Treffer von Kapitän Aher Uguak sowie Yordan Minchev mit 5:0 in Front ging. Doch schon wenige Minuten später machte sich Ernüchterung breit, als man einen 16:0-Lauf der Gastgeber kassierte, bei dem sich vor allem Ex-NINERS-Pointguard Kaza Kajami-Keane in herausragender Tagesform präsentierte. Bis zur ersten Viertelpause gelang es Chemnitz vor allem dank John Newman den Rückstand in Grenzen zu halten (14:22) und im zweiten Abschnitt blieb das Pastore-Team immerhin bis zum 20:27 noch irgendwie dran. Intensitäts- und Konzentrationsmängel ließen die Differenz aber alsbald in die Höhe schnellen, während sich die Hausherren zunehmend in einen Rausch spielten. Geradezu bezeichnend die letzten 100 Sekunden vor der Halbzeitpause, welche Braunschweigs David N’Guessan mit einem krachenden Dunk eindrucksvoll eröffnete und Kaza Kajami-Keane sowie Joshua Obiesie mit zwei blitzsauberen Distanztreffern zum 52:35-Pausenstand vergoldeten.

Direkt nach dem Seitenwechsel brachen dann auf beiden Seiten alle Dämme – beim Braunschweiger Team, das spürbar Lust auf einen siegreichen Saisonabschluss hatte, im absolut positiven Sinne – bei den NINERS leider im negativen. Denn die Chemnitzer Mannschaft konnte sich nicht mehr aufbäumen, ergab sich allmählich in ihr Schicksal und geriet so auf dem Höhepunkt sogar mit 31 Zählern in Rückstand (40:71). Die Entscheidung war zu jenem Zeitpunkt Mitte des dritten Viertels längst gefallen, woraufhin Braunschweig dann auch etwas den Fuß vom Gaspedal nahm und sich beide Teams in den Schlussminuten ein munteres Scheibenschießen lieferten. Bei diesem gelang den NINERS bis zur Schlusssirene immerhin noch etwas Ergebniskosmetik, die den insgesamt sehr ernüchternden Auftritt aber nicht mehr wirklich beschönigte. So geht es für Chemnitz erstmals seit vier Jahren ohne spannende Playoffs in die Sommerpause, wo man die zurückliegende Saison sehr detailliert aufarbeiten wird. Neben einigen Highlights im BKT EuroCup oder beim kürzlichen Auswärtsspiel in Berlin konnte man gerade auf Bundesligaebene die eigenen Hoffnungen nur selten erfüllen und wird nun versuchen, intern die richtigen Schlüsse zu ziehen, um nächste Saison wieder erfolgreicher aufzutreten.

 

STATISTIK

Basketball Löwen Braunschweig vs. NINERS Chemnitz 104:90 (22:14, 30:21, 28:18, 24:37:16), 4.198 Zuschauer

Davis (22 Punkte), Sow (15), Washington (11), Newman (10), Uguak (10), Bedime (8), Mushidi (6), Minchev (4), Yebo (4), Schakel (0), Wahren (nicht eingesetzt), Steinfeld (nicht eingesetzt), nicht im Kader: Kellig, Sibande