Von Platz 7 bis 12 ist alles möglich
Hopp oder Top?
Zur Saison 2023/24 führte die easyCredit Basketball Bundesliga den Playin-Modus ein, wonach jene Teams, welche zum Abschluss der Hauptrunde auf den Rängen 7 bis 10 liegen, in anschließenden Do-or-die-Games die letzten beiden Playoffteilnehmer ermitteln. Schon jetzt, im dritten Jahr, erscheint jener Schritt als weiser Entschluss, entwickelte sich dadurch doch regelmäßig ein enorm spannender Schlussspurt mit zahlreichen beteiligten Teams. So eng wie in dieser Saison ging es aber fast noch nie zu. Vor dem letzten Spieltag liegen mit Vechta, Oldenburg, Chemnitz, Rostock und Trier gleich fünf Teams bei einer Bilanz von jeweils 16 Siegen und 17 Niederlagen exakt punktgleich auf den Plätzen 8 bis 12. Zudem hat Ludwigsburg als Siebter nur einen einzigen Sieg mehr auf dem Konto, weshalb sich die abschließenden Platzierungen noch einmal völlig durcheinanderwirbeln könnten. Nur eines steht zum jetzigen Zeitpunkt aus Chemnitzer Sicht bereits fest: Gewinnen die NINERS am Sonntag ihr Gastspiel in Braunschweig, ist der Sprung in die Playins sicher.
Im allerbesten Fall könnte die „Orange Army“ sogar noch auf den siebten Platz klettern, wenngleich hierfür neben einem eigenen Sieg auch noch Niederlagen der Konkurrenz aus Ludwigsburg (in Würzburg), Vechta (in Heidelberg) und Oldenburg (in München) notwendig wären. Umgedreht könnte Chemnitz aber auch noch bis auf Platz 12 und damit aus den Playin-Rängen abrutschen, falls das Pastore-Team am Sonntag in Braunschweig verliert. Doch selbst eine Niederlage würde nicht zwangsläufig das Saisonaus bedeuten. Denn sollten parallel auch Oldenburg und Rostock (gegen Hamburg) oder Rostock und Trier (gegen den MBC) verlieren, würden die NINERS noch als Neunter oder Zehnter in die Playins rutschen. Wenn Chemnitz die Hauptrunde auf Rang 7 oder 9 beendet, würde man bereits am Dienstag, den 12.05.2026, das erste Playin-Spiel in der eigenen Messehalle austragen. Je nach Platzierung und Spielausgang wäre sogar ein weiteres Heimspiel am Donnerstag möglich. Gleiches würde passieren, falls die „Orange Army“ Achter wird und sich nicht direkt im ersten Playin-Spiel beim Siebten durchsetzt. Gelänge dort aber bereits ein Sieg, stände fest, dass man dann im Playoff-Viertelfinale gegen den Tabellenzweiten am 22. oder 23. Mai zu Hause antreten würde. Kurzum – als Hauptrundensiebter, -achter oder neunter hätte Chemnitz am 12., 14., 22. oder 23. Mai definitiv ein weiteres Heimspiel in den Playins oder sogar Playoffs. Der Ticketverkauf für eben jenes weitere, nächstmögliche Heimspiel beginnt unabhängig von Spieldatum und Gegner bereits diesen Sonntag um 21 Uhr im Onlineshop (https://tickets.chemnitz99.de/shop/107) und tags darauf im stationären Verkauf der Freien Presse. Inhaber einer All-Inclusive-Dauerkarte haben ihren Platz in jedem Fall sicher und der jeweilige Tagesticketpreis wird wie gewohnt automatisch per SEPA-Lastschrift eingezogen.
Falls die NINERS „nur“ als Hauptrundenzehnter einlaufen, würden sie ihr erstes und ein eventuelles zweites Playin-Match definitiv auswärts bestreiten und sich der Start des Ticketverkaufs bis zum sicheren Erreichen der Playoffs verschieben. Eine solche Konstellation wäre je nach den Ergebnissen der Konkurrenz sowohl bei einem Sieg als auch bei einer Niederlage in Braunschweig möglich. Und beides scheint für das Chemnitzer Team durchaus wahrscheinlich, gerade weil es in dieser Saison so oft zwei völlig verschiedene Gesichter zeigte. Von glanzvollen Überraschungserfolgen bis hin zu unerwartet derben Pleiten war alles dabei. Hinzu kommt, dass die NINERS am Sonntag auf einen gefährlichen Gegner treffen. In der Theorie ist Braunschweig zwar schon abgestiegen, doch nicht selten in den letzten Jahren erhielten nicht alle Zweitliga-Aufsteiger dann auch wirklich eine BBL-Lizenz, weshalb ein vermeintlicher Bundesliga-Absteiger doch noch über eine sogenannte „Wildcard“ im Oberhaus verblieb und auf eben jene hätte der Hauptrunde-17. ein vorrangiges Anrecht gegenüber dem Tabellenschlusslicht. So besteht auch im Fernduell zwischen den Letztplatzierten Braunschweig und Heidelberg aktuell noch eine große Spannung.
Unabhängig davon werden sich die Niedersachsen natürlich mit einem Heimsieg von ihren treuen Fans verabschieden wollen und präsentierten sich in den vergangenen Wochen sehr konkurrenzfähig. Mit dem Rücken zur Wand verpflichtete Braunschweig seit Jahresbeginn erst Centerhüne Simi Shittu nach (14.7 Punkte und 8.2 Rebounds pro Spiel), holte dann ausgerechnet von den NINERS Kaza Kajami-Keane (13.3 Zähler und 5.8 Assists) sowie anschließend auch noch Combo-Guard Bryant Crawford (14.9 Punkte). Zudem kehrte der zuvor lange Verletzte Josh Hawley (5.9) ins Team zurück, was Braunschweig in Summe deutlich stärker als in der ersten Saisonhälfte machte und den Basketball Löwen zu vier Siegen in den letzten sechs Partien verhalf. Auch die anderen Leistungsträger um David N’Guessan (13.9), Joshua Obiesie (8.4), Chip Flanigan (6.5) und Benjamin Schröder (5.5) treten im neuformierten Kader und unter dem Anfang Februar verpflichten Trainer Ramon Diaz mittlerweile wieder deutlich gefestigter auf. All das spricht inklusive des Heimvorteils am Sonntag durchaus für die Gastgeber. Für Chemnitz spricht die Fähigkeit, wirklich jedes Spiel aufs Neue überraschen und auch nach schlechten Auftritten wie zuletzt gegen Frankfurt plötzlich wieder eine Topleistung raushauen zu können. Welches Gesicht die wahrlich wechselhaften NINERS am Sonntag zeigen, können alle Fans live in der Volkswagen Halle oder bei DYN (www.dyn.sport) verfolgen
TERMINE
Basketball Löwen Braunschweig vs. NINERS Chemnitz, Sonntag, 10.05.2026, 16:30 Uhr, Volkswagen Halle Braunschweig
Eventuell Playins, Dienstag, 12.05.2026, und/oder Donnerstag, 14.05.2026, Gegner, Spielort und Uhrzeit noch offen