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Chemnitz empfängt heißestes Team der Liga

Große Herausforderung

Die Hauptrunde der easyCredit Basketball Bundesliga geht in ihre alles entscheidende Phase. Ob im Rennen um die Playin- und Playoffplätze oder beim Kampf um den Klassenerhalt – in sämtlichen Tabellenregionen geht es extrem eng zu. Auch Sachsens beste Korbjäger haben vier Spieltage vor Schluss als Tabellenelfter noch alle Chancen, den Sprung unter die besten zehn Teams und damit in die BBL-Postseason zu schaffen. Für dieses große Ziel brauchen die NINERS noch mindestens zwei, besser drei Siege. Die erste Chance darauf gibt es am Montag um 20:00 Uhr in der heimischen Messe, doch der Gegner hat es wahrlich in sich. Mit den BMA365 Bamberg Baskets kommt die aktuell formstärkste Bundesligamannschaft und zugleich der neue Pokalsieger 2026 nach Chemnitz. Wer sich dieses Topspiel nicht entgehen lassen möchte, kann Tickets noch im Onlineshop (https://tickets.chemnitz99.de/shop/107) sowie allen Vorverkaufsstellen der Freien Presse und an der Abendkasse erwerben. Zudem wird das Match live auf DYN (www.dyn.sport) übertragen.

Nach ihren beiden jüngsten Heimerfolgen gegen Ulm (79:66) und Jena (76:73) wollen die NINERS den „Messe-Hattrick“ gern perfekt machen und nun auch Bamberg niederringen. Der Tabellendritte ist aber noch einmal ein ganz anderes Kaliber als die letzten beiden Kontrahenten. Satte 14 ihrer vergangenen 16 Pflichtpartien haben die Franken gewonnen und dabei nicht nur Siege gegen Spitzenteams wie München, Berlin oder Würzburg sowie den Pokaltriumph 2026 eingeheimst, sondern durchschnittlich auch elf Punkte mehr als ihre Gegner erzielt. Ohnehin ist die Mannschaft von Cheftrainer Anton Gavel, der 2023 Ulm zur Meisterschaft führte, eines der offensivstärksten Teams der Liga. Mit einem Punkteschnitt von 89.3 Zählern liegt man an zweiter Stelle nur knapp hinter Trier (90.7) und ist nach München auch das zweiteffektivste Team der easyCredit BBL. In Sachen Freiwurfquote (80.3 Prozent), verwandelte Dreier (11.1 pro Spiel) und Blocks (4.1) thront Bamberg gar über dem gesamten Rest der Liga und mischt folgerichtig auch in der Tabelle ganz weit oben mit.

Einer der wichtigsten Gründe für den diesjährigen Erfolg der Franken ist ihre enorm hohe Kaderkonstanz. Einzig Moritz Krimmer (durchschnittlich 5.8 Punkte in Liga und Pokal) fiel zu Saisonbeginn mal etwas länger aus, wurde in jener Phase aber temporär begrenzt durch Patrick Heckmann gut ersetzt. Alle anderen Spieler waren fast immer dabei, so dass Coach Gavel in bislang 35 Bamberger Pflichtpartien von seinen jeweils zehn zur Verfügung stehenden „Vollprofis“ durchschnittlich 9.74 einsetzen konnte. Kurzum – im Mittel fehlte nur jedes vierte Match mal ein einziger Leistungsträger. Gepaart mit der wesentlich geringeren Spiel- und Reisebelastung, Chemnitz hat durch seine EuroCup-Teilnahme bereits 15 Partien und unzählige Kilometer mehr auf dem Buckel, kommen die Baskets deutlich frischer daher und haben dank der regelmäßig nahezu gleichen „Line-Ups“ ein sehr gutes Zusammenspiel entwickelt, von dem letztlich alle Akteure profitieren.

Gleichwohl ragen mit Flügel Ibi Watson (15.6 Punkte pro Pflichtpartie), Pointguard Cobe Williams (15.1), Powerforward Demarcus Demonia (13.4), Shootingguard Austin Crowley (9.6), Comboguard Richard Balint (7.8) und Center EJ Onu (7.6) die sechs ausländischen Leistungsträger nochmal ein Stück heraus. Neben Moritz Krimmer tragen aber eben auch die drei anderen Deutschen Zach Ensminger (7.1), Daniel Keppeler (5.2) und Adrian Petkovic (2.9) entscheidend zum Gesamterfolg der Bamberger bei. Wie gut dieses Team sein kann, erlebte Chemnitz schon beim Hinspiel. Dort erwischten die Franken einen Traumstart und zogen früh auf 16 Zähler davon. Im zweiten Viertel konterten die NINERS und erspielten sich zwischenzeitlich eine 9-Punkte-Führung. Doch nach der Halbzeit drehte Bamberg wieder auf, lag zu Beginn des Schlussviertels schon 19 Zähler vorn und feierte letztlich einen ungefährdeten 96:82-Sieg, obwohl seinerzeit Keppeler und Krimmer fehlten, die von Heckmann vertreten wurden. Im Gegenzug hat der damalige Chemnitzer Kader mit dem heutigen nicht mehr viel gemein. Lief die „Orange Army“ beim Hinspiel in Bamberg letzten Oktober noch mit Ty Brewer, Robbie Beran und Gavin Schilling auf, waren dafür Kevin Yebo, Eric Washington, Aher Uguak, John Newman, Roman Bedime und Jordan Schakel (noch) nicht an Bord. Vielleicht können gerade diese personellen Unterschiede am Montag zum Faktor werden und Chemnitz näher als beim Hinspiel an die bärenstarken Bamberger heranbringen. Auf jeden Fall aber wird es auch den Rückhalt der NINERS-Fans brauchen, um einen Überraschungssieg und bestenfalls echte „Big Points“ im Playin-Rennen zu holen.

 

TERMINE

NINERS Chemnitz vs. BMA365 Bamberg Baskets, Montag, 27.04.2026, 20:00 Uhr, Messe Chemnitz

ALBA BERLIN vs. NINERS Chemnitz, Sonntag, 03.05.2026, 15:00 Uhr, Uber Arena Berlin

NINERS Chemnitz vs. SKYLINERS Frankfurt, Donnerstag, 07.05.2026, 18:30 Uhr, Messe Chemnitz