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Chemnitz und Jena wollen Derbysieg

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Diesen Samstag empfangen die NINERS um 16:00 Uhr zum allerersten Mal auf Bundesligaebene ihren alten Rivalen Science City Jena in der Messe Chemnitz. Schon jetzt ist diese spannungsgeladene Partie nahezu ausverkauft und nur noch wenige Tickets stehen im Onlineshop (https://tickets.chemnitz99.de/shop/107) und gegebenenfalls an der Abendkasse zum Verkauf. Für beide Mannschaften geht es um sehr viel. Die „Orange Army“ braucht im Kampf um die Playin-Plätze und das internationale Geschäft jeden Sieg. Ebenso wie Jena, das mitten im Abstiegskampf steckt und seinen Derbyerfolg aus dem Hinspiel diesen Samstag gern wiederholen würde. Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie und dem Sturz auf Platz 16 haben die Thüringer am Mittwoch ihren Cheftrainer Björn Harmsen freigestellt und durch Mike Taylor ersetzt, der vor 24 Jahren die NINERS zum Aufstieg in die 2. Basketball Bundesliga führte. Welches Team sich nun den Derbysieg krallt, kann man nicht nur live in der Halle, sondern auch beim BBL-Übertragungspartner DYN (www.dyn.sport) und ausnahmsweise sogar kostenlos im Free-TV beim MDR (www.mdr.de) verfolgen.

Seit Chemnitz 2002 den Sprung in die damalige 2. Basketball Bundesliga Süd schaffte, kam es bis heute zu insgesamt 32 Pflichtspielduellen mit Science City Jena. Davon entschieden die Thüringer ganze 19 Derbys für sich, während die NINERS nur 13 Siege errangen. Auch das letzte Aufeinandertreffen im November ging an Jena, wobei der Spielverlauf schon recht kurios war. Unterstützt von über 700 mitgereisten Fans legte Chemnitz an der Saale los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und lag nach acht Minuten bereits 24:8 vorn. Dem Fabelstart aber folgte ein regelrechter Einbruch, während dann die Hausherren zur Aufholjagd bliesen und die Partie letztlich in einen 85:72-Heimsieg drehten. Einer der besten Akteure auf Jenaer Seite war damals Eric Washington mit 14 Punkten und neun Assists, der Ende Januar aber zu den NINERS wechselte und hier nach einer Krankheitspause nun endlich seine Bestform zu finden scheint. In den letzten beiden Partien legte der 32-jährige Routinier durchschnittlich 16 Punkte, 8.5 Assists, 6 Rebounds sowie 2.5 Steals auf und verwandelte 53.3 Prozent all seiner Versuche aus dem Feld beziehungsweise von der Freiwurflinie.

„In dieser Verfassung ist Eric eine echte Verstärkung für uns“, lobte NINERS-Coach Rodrigo Pastore nach dem jüngsten Heimsieg gegen Ulm. Auch andere Akteure wie Kostja Mushidi, Kevin Yebo, Corey Davis oder Yordan Minchev wussten am Mittwoch zu überzeugen. Zugleich zeigte sich die „Orange Army“ vor allem in der Defensive wie auch im mannschaftlichen Zusammenwirken sehr geschlossen. Daran wollen die Pastore-Mannen am Samstag anknüpfen, einen wichtigen Sieg im Kampf um die Playins holen und sich auch für die derbe Hinspielpleite revanchieren. Diesbezüglich setzen die NINERS-Fans ihre Hoffnungen nicht nur auf eine ausgeglichene wie konstante Teamleistung, sondern auch auf den Beitrag von Kevin Yebo, Eric Washington, John Newman und Aher Uguak, die letzten November in Jena allesamt nicht dabei waren.

Einen ähnlichen Gesichtswechsel vollzogen seither aber auch die Thüringer aus unterschiedlichen Gründen. Während Washington eben nach Chemnitz wechselte, wurde Centerbrocken Great Osobor leider mit einem Kreuzbandriss, welchen er sich in einem Länderspieleinsatz für Spanien zuzog, aus dem Rennen genommen. Und Tavian Dunn-Martin, der im Hinspiel 13 Punkte für Jena erzielte, wechselte im Januar zum türkischen Zweitligisten Darüssafaka Istanbul. Für jenes Trio stehen mittlerweile Uchenna Iroegbu (10.1 Punkte pro BBL-Partie), Jack Pagenkopf (8.3) und William McNair (6.3) im Jenaer Kader. Beste Scorer sind indes Joe Wieskamp (14.8) und Keith Braxton (12.4). Für zusätzliche Gefahr sorgen Lorenz Bank (6.8), Robin Christen (5.0), Kristofer Krause (4.6), Javon Franklin (4.0) und Alex Herrera (3.6). Auch der Ex-Chemnitzer Chris Carter (3.3), der mittlerweile einen deutschen Pass besitzt, steht durchschnittlich noch 15 Minuten auf dem Feld. Neben dem 33-jährigen Guard besitzt auch Jenas neuer Headcoach Mike Taylor eine NINERS-Vergangenheit. 2002 führte der US-Amerikaner die Chemnitzer zum Aufstieg in Deutschlands zweithöchste Spielklasse, ehe er von Torsten Loibl beerbt wurde. Später war Taylor acht Jahre Cheftrainer in Ulm und schaffte 2019 mit Hamburg ausgerechnet durch einen Playoff-Halbfinal-Triumph über Chemnitz den Bundesliga-Aufstieg. Nun ist der 53-jährige „Altmeister“ zurück in der BBL und soll Jena zum Klassenerhalt verhelfen. Für reichlich Spannung ist vor dem Sachsen-Thüringen-Duell also gesorgt. Und wer sich ein besonderes Andenken holen möchte, kann den eigens kreierten Derby-Schal am Samstag zum Preis von 15,00 Euro am Fanstand in der Messe Chemnitz erwerben – natürlich nur solange der Vorrat reicht.

 

TERMINE

NINERS Chemnitz vs. Science City Jena, Samstag, 18.04.2026, 16:00 Uhr, Messe Chemnitz

NINERS Chemnitz vs. BMA365 Bamberg Baskets, Montag, 27.04.2026, 20:00 Uhr, Messe Chemnitz