Starke LeistungStarke Leistung

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Eric Washington führt NINERS zum Sieg

Starke Leistung

Das wichtigste Minimalziel einer jeden Chemnitzer Bundesligasaison ist erreicht! Dank des hart erkämpften 79:66-Heimerfolgs gegen ratiopharm ulm haben Sachsens beste Basketballer den Klassenerhalt sicher und werden auch nächstes Jahr wieder in Deutschlands höchster Spielklasse auf Korbjagd gehen. Zugleich wahrte Chemnitz mit dem doppelten Punktgewinn seine Chance, doch noch die Playins zu erreichen und somit abermals in die „BBL-Postseason“ einzuziehen. Vor fast 4.000 lautstarken Zuschauern avancierte Eric Washington gegen Ulm zum „Man of the Match“. Der wieselflinke Pointguard kommt nach überstandener Mandelentzündung immer besser in Form und zeigte am Mittwochabend mit 17 Punkten, zwölf Assists, acht Rebounds und vier Steals eine brillante Leistung. Neben Washington überzeugten aber auch Kostja Mushidi (14 Zähler), Kevin Yebo (14) und Corey Davis (10) mit zweistelligen Punktwerten sowie das gesamte Team vor allem mit starker Verteidigung und großer Widerstandsfähigkeit. Schon am Samstag wartet das nächste spannungsgeladene Heimspiel, wenn die NINERS um 16:00 Uhr Science City Jena zum Ostderby in der Messe Chemnitz empfangen.

Nach zuvor drei Niederlagen hintereinander lastete durchaus ein gewisser Erfolgsdruck auf den Schultern der Orange Army. Dieser wurde nicht geringer, als feststand, dass gegen Ulm mit Roman Bedime und Jordan Schakel abermals zwei Profis erkrankt beziehungsweise verletzt ausfallen würden. So standen Cheftrainer Rodrigo Pastore nur acht erprobte Rotationsspieler zur Verfügung, zu denen auch der wiedergenesene Aher Uguak zählte, welcher als sechster Ausländer für Nike Sibande in den Kader rückte. Um den Backcourt zu komplettieren, rutschte Washington neben Corey Davis in die „Starting Five“ und erzielte vom Perimeter auch gleich die ersten Chemnitzer Punkte. Nach einer kurzen Abtastphase fand dann auch Ulm ins Match und ging durch einen Dreier des frischgebackenen „EuroCup-Rising-Stars“ Tobias Jensen mit 5:4 in Front. Ein weiterer Distanztreffer von Amadou Sow und ein Fast-Break-Dunk von Kevin Yebo zur Chemnitzer 15:8-Führung zwangen Gästecoach Ty Harrelson dann aber schnell zur ersten Auszeit. Nach dieser verkürzte zunächst der ehemalige NINERS-Akteur Nelson Weidemann von „Downtown“, doch Davis und Mushidi brachten Chemnitz bis zur ersten Viertelpause schon wieder mit 20:14 in Front.

Zahlreiche Ballgewinne, solide Reboundarbeit und starke Trefferquoten von der Dreier- sowie Freiwurflinie ließen die Pastore-Mannen im zweiten Abschnitt weiter davonziehen. Yebo machte den Vorsprung beim 30:20 erstmals zweistellig, ehe John Newman und Eric Washington mit ihren Distanztreffern für die höchste Punktedifferenz des Abends sorgten (38:22). Die Gäste stellten in der Folge ihre Defensive um und brachten Chemnitz mit schnellem Angriffsspiel zusätzlich in Bredouille. Als dann auch noch Jensen pünktlich mit der Halbzeitsirene einen Buzzer-Dreier versenkte, war Ulm schon wieder auf 34:41 dran und setzte seine Aufholjagd nach dem Seitenwechsel weiter fort. Scharfschütze Tommy Klepeisz mit dem nächsten Dreier, Centerbrocken Joel Soriano erfolgreich am Brett und schon stand es nur noch 43:41 für Chemnitz. Yordan Minchev konnte mit seinem wichtigen Distanztreffer dann endlich den Lauf der Gäste stoppen und obwohl die NINERS-Offensive im dritten Viertel eher Stückwerk blieb, hielt das Pastore-Team vor allem mit starker Verteidigung seinen knappen Vorsprung. Hinzu kam große Nervenstärke von der Freiwurflinie, verwandelte Chemnitz kurz vor der letzten Unterbrechung doch fünf seiner sechs Freiwürfe zum 57:47-Pausenstand.

Im Schlussabschnitt präsentierten sich zunächst aber wiederum die Gäste brandheiß und kamen durch drei Distanztreffer von Chris Sengfelder und Tommy Klepeisz auf 58:63 heran. Nun reagierte Rodrigo Pastore mit einer Auszeit und fand offenbar die richtigen Worte. Denn fortan gestatteten seine Schützlinge den Ulmern kaum noch freie Würfe und vorn versuchte man die Last auf viele Schultern zu verteilen. Erst traf Davis doppelt, dann Washington und Mushidi sowie anschließend Minchev, ehe schließlich der leidenschaftlich kämpfende Kostja Mushidi mit seinem Fast-Break-Dunk zum 77:64 den Deckel drauf machte. „Entscheidend war, dass wir dieses Mal auch in schlechteren Phasen als Team zusammen und im Kopf positiv blieben“, lobte Pastore seine Mannschaft für ihren tollen Spirit. So gelang es letztlich, einen klaren Sieg einzufahren, obwohl die eigene Punktausbeute mit 79 Zählern noch nicht am Optimum war. Die Luft nach oben macht aber nur noch umso mehr Vorfreude auf das nächste Heimspiel gegen Jena, bei dem sich die NINERS ihren ersten Derbysieg gegen den alten Rivalen in der easyCredit Basketball Bundesliga holen wollen.

 

TRAINERSTIMMEN

Rodrigo Pastore (Chemnitz): „Ein toller Sieg, insbesondere weil wir ihn gegen ein sehr talentiertes und gut gecoachtes Team erringen konnten. Intern sprachen wir vor dem Spiel darüber, dass wir als Mannschaft zusammenstehen und positiv bleiben müssen, auch wenn es phasenweise mal schlecht läuft. Das war uns zuletzt in einigen Partien nicht wirklich gelungen. Auch heute hatten wir schwere Phasen zu überstehen. Beispielsweise kurz vor und nach der Halbzeit sowie im Schlussviertel nochmal, als Ulm jeweils auf Zonenverteidigung umstellte und wir trotz einiger guter Wurfchancen nur wenige Punkte erzielten. Doch trotz dieser Läufe des Gegners behielten wir heute den Kopf oben. Und dann war natürlich Eric Washington mit seinen Punkten, Rebounds, Assists und Steals ein riesiger Faktor. Aber auch Kostja Mushidi, Corey Davis mit seinen Drives, Kevin Yebo in der ersten Halbzeit und überhaupt das gesamte Team mit starker Verteidigung gegen Chris Ledlum und Co, machten heute einen tollen Job. Unser Spirit, die Mentalität und der Zusammenhalt waren großartig.“

 

Ty Harrelson (Ulm): „Glückwunsch an Rodrigo und seine Mannschaft. Sie haben heute sehr hart und physisch gespielt, wodurch wir große Probleme hatten, zu scoren. Respekt an Chemnitz, für den hohen defensiven Druck, den sie aufbauten und bei uns unter anderem 17 Ballverluste erzwangen. Zusätzlich haben wir heute nicht gut getroffen, was uns zuletzt schon einige Male passierte und hier müssen wir versuchen, uns wieder herauszuarbeiten“

 

STATISTIK

NINERS Chemnitz vs. ratiopharm ulm 79:66 (20:14, 21:20, 16:13, 22:19), 3.912 Zuschauer

Washington (17 Punkte), Mushidi (14) Yebo (14), Davis (10), Minchev (9), Sow (9), Newman (4), Uguak (2), Kellig (nicht eingesetzt), Steinfeld (nicht eingesetzt), Wahren (nicht eingesetzt), es fehlten: Bedime, Schakel, Sibande

 

TERMINE

NINERS Chemnitz vs. Science City Jena, Samstag, 18.04.2026, 16:00 Uhr, Messe Chemnitz

NINERS Chemnitz vs. BMA365 Bamberg Baskets, Montag, 27.04.2026, 20:00 Uhr, Messe Chemnitz