Verpasste ChanceVerpasste Chance

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Dreierquote entscheidet enges Duell

Verpasste Chance

Im dritten Pflichtspiel dieser Saison gegen RASTA Vechta gingen die NINERS zum dritten Mal als Verlierer vom Feld. Waren schon die ersten beiden Vergleiche im Pokal (86:89) und Bundesligahinspiel (90:96) sehr spannend, trieben es beide Clubs am Samstag nahezu auf die Spitze. Mit seinem letzten Wurf hatte NINERS-Pointguard Eric Washington die Chance, den Sieg auf Chemnitzer Seite zu holen, doch sein Dreier verfehlte das Ziel, weshalb es beim hauchdünnen 80:78 für Vechta blieb. Sinnbildlich für die enge Partie, denn im mit 3.140 Zuschauern ausverkauften RASTA Dome entschied letztlich die Dreierquote über den Spielausgang. Vechta konnte starke 13 von 27 Versuchen aus der Distanz verwandeln (48 Prozent), Chemnitz dagegen nur 8 von 33 Dreipunktwürfen (24 Prozent). Durch den Heimerfolg der Niedersachsen spitzt sich der Kampf um die Playin-Plätze weiter zu. Chemnitz als Tabellenzehnter hat ebenso wie die beiden direkten Verfolger aus Oldenburg und Vechta nunmehr elf Siege auf dem Konto, aber bis Saisonende noch eine Partie mehr vor der Brust. Die nächste Aufgabe wartet schon am Samstag, wenn man um 20 Uhr ausgerechnet Tabellennachbar Oldenburg zum direkten Duell in der heimischen Messe Chemnitz empfängt.

Grundsätzlich machten die NINERS in Vechta viel richtig. Hinten hielt man die zuletzt so offensivstark auftretenden Niedersachsen acht Zähler unter ihrem Saisonschnitt und 13 Punkte unter RASTA’s Ausbeute in den vorangegangenen acht Partien. Das Reboundduell gestaltete Chemnitz trotz der verletzungsbedingt kurzfristigen Ausfälle von Yordan Minchev und Kostja Mushidi ausgeglichen (35:35). Weil sich die „Orange Army“ zudem viele zweite Chancen erarbeitete und zahlreiche Ballverluste Vechtas provozierte, konnte man insgesamt 13 Mal mehr auf den Korb werfen, wobei man insbesondere am Brett sehr treffsicher war. An der Freiwurflinie zeigten beide Teams Nerven, ließen die NINERS neun und Vechta sogar elf Punkte liegen. In Summe hätten diese Zahlen für einen Chemnitzer Sieg reichen können, was sich in mehreren Phasen auch auf der Anzeigetafel wiederspiegelte. Dort stand nach drei starken Auftaktminuten, welche Corey Davis mit einem Dreier plus Bonusfreiwurf krönte, schon eine 12:3-Führung des Pastore-Teams, die auch nach drei weiteren Zeigerumdrehungen und Amadou Sows Back-to-Back-Layups zum 20:11 weiterhin Bestand hatte.

Mit zwei erfolgreichen Dreiern ihres US-Pointguards Tommy Kuhse fand dann aber Vechta alsbald ins Match und konnte die Partie bereits bis zur ersten Viertelpause drehen (21:20). Im zweiten Abschnitt lieferten sich Kuhse und TJ Bamba für die Gastgeber sowie Davis und Jordan Schakel für Chemnitz zunächst einen kleinen Schlagabtausch vom Perimeter, ehe Tevin Brown und Philipp Herkenhoff aus gleicher Distanz unbeantwortet zum 38:30 nachlegten. Chemnitz wackelte, wurde dann aber defensiv griffiger und konnte angeführt von Nike Sibande bis zur Halbzeitpause schon wieder auf 42:45 verkürzen. Im dritten Abschnitt vermochte sich zunächst kein Team abzusetzen, ehe es zum nächsten „Shootout“ von „Downtown“ kam. Dreier Kevin Yebo, Dreier Kuhse, Dreier John Newman, Dreier Luc van Slooten und noch ein Dreier von Yebo bescherten den NINERS eine knappe 64:61-Führung vor dem Schlussabschnitt.

Dort legte Chemnitz mit starker Verteidigung und variablem Angriffsspiel über Sibande, Washington und Sow zum 71:61 nach. Schon drei Minuten später aber krönte Brown einen 12:0-Lauf der Hausherren zum 73:71 für Vechta. Die Crunchtime brach an und in dieser zeigte sich RASTA, angepeitscht von seinen lautstarken Fans, einfach variantenreicher. Denn während Chemnitz nach Sows Treffer zur letztmaligen 74:73-Führung sein Heil vor allem aus der Distanz suchte und dort an diesem Abend leider nicht besonders treffsicher war, vermochte Vechta über Malik Parsons, Kuhse und Herkenhoff auch in der Zone zu scoren. Dadurch schlug das Pendel erneut zugunsten der Gastgeber aus, die sich aufgrund ihrer Freiwurfschwäche zwar über die Ziellinie zittern mussten, aber letztlich nicht unverdient als Sieger vom Feld gingen. So knapp und ärgerlich der Spielausgang aus NINERS-Sicht auch war, musste man ihnen zugutehalten, dass sie defensiv über weite Strecken einen ordentlichen Job machten und auch die schmerzlichen Ausfälle von Minchev und Mushidi stark kompensierten. Allein der Sieg als finale Belohnung wollte nicht mit auf die Heimreise gehen, weshalb das Team darauf brennen wird, sich eben jenes wichtige Erfolgserlebnis nun beim nächsten Match gegen Oldenburg in eigener Halle zu holen.

 

STATISTIK

RASTA Vechta vs. NINERS Chemnitz 80:78 (21:20, 24:22, 16:22, 19:14), 3.140 Zuschauer (ausverkauft)

Sow (15 Punkte), Sibande (12), Washington (12), Davis (10), Yebo (10), Schakel (8), Bedime (5), Newman (4), Uguak (2), Kellig (nicht eingesetzt), Steinfeld (nicht eingesetzt), es fehlten: Minchev, Mushidi

 

TERMINE

NINERS Chemnitz vs. EWE Baskets Oldenburg, Samstag, 28.03.2026, 20:00 Uhr, Messe Chemnitz

MHP RIESEN Ludwigsburg vs. NINERS Chemnitz, Mittwoch, 01.04.2026, 20:00 Uhr, MHPArena Ludwigsburg

NINERS Chemnitz vs. Telekom Baskets Bonn, Samstag, 04.04.2026, 20:00 Uhr, Messe Chemnitz