Letztes Spiel vor kurzer PauseLetztes Spiel vor kurzer Pause

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NINERS wollen Trend fortsetzen

Letztes Spiel vor kurzer Pause

Am Mittwochabend empfangen Sachsens beste Korbjäger um 20:00 Uhr die MLP Academics Heidelberg in der heimischen Messe Chemnitz. Tickets sind noch im Onlineshop (https://tickets.chemnitz99.de/shop/107) sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich. Außerdem wird das Duell mit dem alten Rivalen wieder live auf DYN (www.dyn.sport) übertragen. Für die NINERS ist es schon die 40. Pflichtpartie in der viereinhalb Monate währenden Saison und das letzte Match vor der zweiwöchigen Länderspielpause, in der voraussichtlich auch vier Chemnitzer für ihre Nationalmannschaften im Einsatz sein werden. Zuvor aber will das Pastore-Team seinen kleinen Aufwärtstrend fortsetzen und sich mit einem Sieg von den eigenen Fans verabschieden, ehe man dann erst im März wieder zwei Heimspiele bestreitet.

Mit drei Erfolgen in den vergangenen vier Partien präsentierten sich die NINERS zuletzt in besserer Form. Dabei profitierte das Team von der Rückkehr lange verletzter Leistungsträger wie Kapitän Aher Uguak, John Newman und Roman Bedime, dem zunehmenden Input des Neuzugangs Eric Washington und einem sich sukzessive verbessernden Zusammenspiels der rund um den Jahreswechsel noch einmal neu strukturierten Mannschaft. Schließlich verließen seit Mitte Dezember mit Robbie Beran, Ty Brewer, Gavin Schilling und Kaza Kajami-Keane gleich vier Akteure das Team, während mit Jordan Schakel, Uguak, Bedime, Newman und Washington sogar fünf Spieler nach langen Pausen oder als Nachverpflichtungen zum Kader stießen. Gleichzeitig galt es, die aktuell noch andauernden Ausfälle von Amadou Sow und Julian Steinfeld irgendwie aufzufangen, was in seiner Gesamtheit einen halben Neuaufbau mitten im laufenden und eng getakteten Spielbetrieb bedeutete. Kaum verwunderlich, dass es hierbei zu einigen Reibungsverlusten und in der Folge auch zu manch unliebsamer Niederlage kam. Doch allmählich scheint sich das Chemnitzer Team „neu“ zu finden und fuhr deshalb zuletzt auch wieder bessere Ergebnisse ein.

Daran möchten die NINERS am Mittwoch anknüpfen und gegen Heidelberg einen wichtigen Heimsieg holen. Mit keinem anderen Kontrahenten duellierte sich die „Orange Army“ bislang öfter. Seit der Vereinsgründung 1999 sind es insgesamt schon 50 Pflichtspiele, von denen 27 an Chemnitz und 23 an die Neckarstädter gingen. In eigener Halle spricht die Bilanz mit 17:7 noch etwas deutlicher für die NINERS, denen in jenen 24 Heimpartien gegen Heidelberg bisher exakt 2.000 Punkte gelangen. Am Mittwoch sollen möglichst viele hinzukommen, wobei die Sachsen auch auf ihre beiden Jubilare hofft. Kapitän Aher Uguak bestreitet gegen Heidelberg sein wettbewerbsübergreifend insgesamt 150. Pflichtspiel im NINERS-Jersey, für Topscorer Kevin Yebo ist es gar schon die 160. Begegnung als „Wahl-Chemnitzer“.

Auch auf der Gegenseite werden die Fans am Mittwoch viele bekannte Gesichter sehen. Allen voran DJ Horne (15.9 Punkte pro BBL-Spiel), Marcus Weathers (14.8) und Ryan Mikesell (12.0). Das US-Trio schenkte den NINERS im Playoff-Viertelfinale der vergangenen Saison durchschnittlich fast 57 Punkte ein und führte die Academics so zum 3:1-Gesamterfolg. Auch Marcel Keßen (9.0), Mateo Seric (8.3), Osun Ossuniyi (6.7), Erol Ersek (4.0), Niklas Würzner (2.6) und Paul Zipser (1.6) waren letztes Jahr schon an Bord. Obwohl man jenen großen Kern beisammenhielt und mit Danny Jansson auf der Trainerposition Kontinuität wahrte, verläuft diese Saison für Heidelberg mit manchen Schwierigkeiten. Nicht jeder Neuzugang zündete sofort, weshalb es auch schon einige Spielerwechsel gab, und bisweilen schlug das Verletzungspech zu, wie bei der jüngsten 54:70-Niederlage in Würzburg, wo die Academics ohne Horne und Weathers sowie die Sommer-Neuzugänge Samuell Williamson (8.7) und Dusan Neskovic (4.8) auskommen mussten. So lastete noch mehr Verantwortung auf dem restlichen Team, zu welchem auch Eric Reed (5.4) und Kevin McClain (4.0) gehören. Ein weiterer Faktor ist zweifellos die Doppelbelastung, welche Heidelberg in dieser Saison erstmals erlebt und dabei ähnlich wie Chemnitz in den Vorjahren durchaus Lehrgeld zahlt. Auf internationaler Bühne schied das Jansson-Team in den Champions-League-Playins gegen den tschechischen Serienmeister Nymburk aus und musste der engen Spieltaktung auch auf nationaler Ebene bisweilen Tribut zollen.

So findet sich Heidelberg recht unerwartet als Tabellen-17. momentan mitten im BBL-Abstiegskampf wieder. Dort konnte man kürzlich aber immerhin drei wichtige Siege gegen Oldenburg (80:78), in Ulm (79:77) und Braunschweig (99:94) feiern, ehe gegen München und Würzburg erwartungsgemäß nichts zu holen war. Für das bevorstehende Match in Chemnitz werden sich die Academics dagegen sicher wieder größere Chancen ausrechnen und zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt einfahren wollen. Gleiches gilt aber auch für die NINERS, welche nach dem mageren Januar zumindest mit einem Auge noch nach unten schauen müssen, sich mit einem Heimsieg am Mittwoch dann aber schon ein beträchtliches Polster auf die Abstiegszone verschaffen könnten. Den neuerlichen Anschluss an die Playin- und Playoffplätze der Basketballbundesliga gäbe es als Bonus oben drauf. Zur Erreichung dieses Ziels wird man höchstwahrscheinlich wieder auf den gleichen Kader setzen können, der sich am Sonntag mit 105:100 in Trier durchsetzte – und hofft natürlich auf die lautstarke Unterstützung von über 4.000 NINERS-Fans, unter denen dieses Mal auf Einladung von Hauptsponsor axilaris auch zahlreiche Nachwuchsfußballer des Chemnitzer FC sitzen werden.

 

TERMINE

easyCredit BBL: NINERS Chemnitz vs. MLP Academics Heidelberg, Mittwoch, 18.02.2026, 20:00 Uhr, Messe Chemnitz

easyCredit BBL: Fitness First Würzburg Baskets vs. NINERS Chemnitz, Freitag, 06.03.2026, 20:00 Uhr, tectake ARENA Würzburg

easyCredit BBL: NINERS Chemnitz vs. ratiopharm ulm, Sonntag, 08.03.2026, 18:00 Uhr, Messe Chemnitz

BKT EuroCup: Cedevita Olimpija Ljubljana vs. NINERS Chemnitz, Mittwoch, 11.03.2026, 19:00 Uhr, Arena Stožice Ljubljana

 

📸Eibener-Pressefoto © Alexander Neis