NINERS geht die Luft ausNINERS geht die Luft aus

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ratiopharm ulmvs.NINERS Chemnitz

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Letztes Viertel kostet Sieg und direkten Vergleich

NINERS geht die Luft aus

Sachsens beste Korbjäger mussten am Mittwochabend eine bittere Niederlage hinnehmen. Im deutschen EuroCup-Duell bei ratiopharm ulm lieferten sich beide Teams vor nahezu 5.000 Zuschauern ein lange Zeit sehr enges, hart umkämpftes Spiel. In diesem lag Chemnitz zu Beginn des Schlussviertels noch kurzzeitig mit 66:64 in Front, konnte dann aber nicht mehr mithalten und kassierte letztlich eine 76:88-Niederlage. Jene zwölf Punkte Differenz kosteten leider auch den direkten Vergleich, hatten die NINERS das Hinspiel letzten Herbst doch „nur“ mit 89:78 gewonnen. Zwar liegen die Pastore-Mannen vier Spieltage vor Abschluss der EuroCup-Gruppenphase noch einen Sieg vor Ulm auf dem begehrten sechsten Platz, doch wären beide Teams am Ende punktgleich, hätten die Donaustädter dank des gewonnenen direkten Vergleichs die Nase im Kampf um den Achtelfinaleinzug vorn. Unabhängig vom Ergebnis gab es am Mittwoch aber auch einen positiven Lichtblick – nach elf Monaten Verletzungspause feierte Aher Uguak endlich sein Comeback im NINERS-Jersey und legte gleich einmal sechs Punkte für die „Orange Army“ auf.

Dieser waren zu Beginn der Partie in Ulm die vorangegangenen Reisebeschwerden bei den Auswärtsspielen in London und Frankfurt noch deutlich anzumerken. Hinzu kamen die jüngsten personellen Veränderungen mit den Abgängen von Ty Brewer und Robbie Beran sowie dem Ausfall von John Newman. Außerdem ist Gavin Schilling nun auch offiziell nicht mehr Teil des Teams. Der 30-jährige deutsche Center stieß nach den Verletzungen von Julian Steinfeld und Roman Bedime als „Übergangslösung“ letzten Oktober zu den NINERS und absolvierte in der Folge sieben Pflichtspiele für Chemnitz. Da mittlerweile Steinfeld wieder genesen ist und auch Bedimes Comeback näher rückt, wurde der zunächst auf drei Monate angelegte Vertrag mit Schilling nicht verlängert und läuft nun Mitte Januar aus. Dafür stand Aher Uguak in Ulm erstmals seit fast einem Jahr wieder auf dem Feld und auch Kaza Kajami-Keane konnte nach überstandenem Magen-Darm-Infekt in der ratiopharm arena auflaufen. Dem durch vorgenannte Personalrochaden beeinflussten Team fehlte es am Mittwoch aber bisweilen noch an der Feinabstimmung und den letzten Kraftreserven, weshalb Chemnitz zu Spielbeginn gleich einmal 2:6 in Rückstand geriet. Dem kurzen „Turnaround“, gekrönt von einem Sibande-Dreier zur 12:11-Führung folgte die nächste wackelige Phase der NINERS. Dank besserer Rebound- sowie Defensivarbeit ging Ulm bis zur ersten Viertelpause erneut mit 22:19 in Front und erhöhte seinen Vorsprung zu Beginn des zweiten Durchgangs schnell auf 33:21.

Ein erfolgreicher Distanzwurf von Corey Davis sollte dann aber zur Initialzündung für die Chemnitzer Aufholjagd werden. Amadou Sow und Aher Uguak legten aus der Distanz nach, während Kevin Yebo stets für Gefahr in der Zone sorgte, wodurch die NINERS alsbald auf 41:42 verkürzten. Auch den nächsten Ulmer Lauf zum 54:44 vermochte das Pastore-Team noch einmal zu kontern. Sow, Davis und Uguak trafen allein im dritten Durchgang gleich vier Mal vom Perimeter, woraufhin es beim Stand von 64:64 in den Schlussabschnitt ging. Dort sorgte Yebo am Brett für die ersten Punkte und eine hauchdünne Chemnitzer Führung, doch in der Folge wollte den NINERS nicht mehr viel gelingen. Vorn verfehlten sie nun manch offenen Wurf und in Verteidigung wie im Reboundduell hatte Chemnitz gegen engagierte Ulmer oftmals das Nachsehen. Die Hausherren setzten sich Punkt um Punkt ab und rochen allmählich auch hinsichtlich des direkten Vergleichs Lunte. Mit Christopher Ledlums Treffer zum 85:73 war dieser zwei Minuten vor Schluss wieder auf Ulmer Seite und blieb letztlich auch dort, weil sich Chemnitz in der folgenden „Crunchtime“ drei Ballverluste leistete. Ein ärgerlicher Spielausgang, in dessen Folge die NINERS wohl noch mindestens zwei ihrer verbleibenden vier EuroCup-Gruppenspiele gewinnen müssten, um den Einzug ins Achtelfinale zu schaffen. Nicht unmöglich, aber zweifellos eine große Herausforderung. Die erste Chance gibt es schon nächsten Dienstag beim Heimspiel gegen Tabellenführer Bourg. Zwei Tage zuvor wartet in der Messe aber noch die Highlight-Partie gegen den BBL-Spitzenreiter Bayern München.

STATISTIK

ratiopharm ulm vs. NINERS Chemnitz 88:76 (22:19, 24:22, 18:23, 24:12), 4.971 Zuschauer

Sow (20 Punkte), Yebo (16), Davis (11), Mushidi (9), Sibande (7), Uguak (6), Minchev (5), Kajami-Keane (2), Schakel (0), Kellig (nicht eingesetzt), Steinfeld (nicht eingesetzt), verletzt: Bedime, Newman

TERMINE

easyCredit BBL: NINERS Chemnitz vs. FC Bayern München, Sonntag, 18.01.2026, 16:30 Uhr, Messe Chemnitz

BKT EuroCup: NINERS Chemnitz vs. Cosea JL Bourg-en-Bresse, Dienstag, 20.01.2026, 19:00 Uhr, Messe Chemnitz

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