Knappe NiederlageKnappe Niederlage

90 : 96

NINERS Chemnitzvs.RASTA Vechta

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Vechta entführt die Punkte aus Chemnitz

Knappe Niederlage

Nach zuvor fünf Pflichtspielsiegen hintereinander mussten die NINERS am Sonntag mal wieder eine Niederlage hinnehmen. Vor nahezu 4.800 Zuschauern in der heimischen Messe hatte das dezimierte Team von Coach Rodrigo Pastore gegen den direkten Verfolger RASTA Vechta trotz großem Kampf mit 90:96 das Nachsehen. Während Chemnitz in jener Partie auf seinen grippeerkrankten Center Amadou Sow und den kurzfristig nach Russland gewechselten Ty Brewer verzichten musste, kehrten bei Vechta die zuvor angeschlagenen Tommy Kuhse, Tibor Pleiß und Lloyd Pandi in den Kader zurück, weshalb der personelle Vorteil auf Seiten der Gäste lag, die sich dann auch übers Spiel hinweg als das an diesem Tag bessere Team erwiesen. „Wir konnten insbesondere im Reboundduell und in der Defensive nicht so dagegenhalten, wie wir uns das erhofften und gratulieren RASTA daher zu einem absolut verdienten Sieg“, resümierte Pastore.

Insbesondere der Ausfall von Amadou Sow, der im Dezember mit durchschnittlich 18.7 Punkten und 7.7 Rebounds pro Spiel eine absolut herausragende Form zeigte, wog gegen Vechta mit seiner widererstarkten Centerriege um Tibor Pleiß und Lars Thiemann schwer. Auch Ty Brewer war für die NINERS nicht gleich auf Anhieb zu ersetzen, doch in einigen Wochen soll Aher Uguak nach langer Verletzungspause endlich in den Chemnitzer Kader zurückkehren und dann wie auch Roman Bedime in der zweiten Saisonhälfte sukzessive die entstandene Lücke schließen. Mit aktuell aber eben noch etwas verkürzter Rotation fanden die NINERS dennoch gut ins Match und erarbeiteten sich gegen Vechta eine schnelle 11:4-Führung. Erfolgreiche Dreier von Nike Sibande, Corey Davis und Kostja Mushidi sowie ein schöner Fastbreak-Dunk des Letztgenannten schraubten den Chemnitzer Vorsprung alsbald sogar auf 21:13, ehe die Gäste vor allem dank ihres BBL-Topscorers Alonzo Verge bis zur ersten Viertelpause auf 19:25 verkürzten. Im zweiten Abschnitt vermochten Verge und Pleiß das Blatt sogar auf 34:32 für Vechta zu drehen. Doch Chemnitz schlug angeführt von einem starken Corey Davis postwendend zurück und lag zur Halbzeitpause wieder 43:39 vorn.

Nach dem Seitenwechsel vergingen dann allerdings nur drei Minuten, ehe sich die RASTA-Truppe dank ihrer großen Reboundüberlegenheit und der zunehmenden Chemnitzer Foulbelastung mit 50:47 in Front brachte und jene Führung bis zum Spielende nicht mehr abgeben sollten. Die NINERS blieben ihrerseits lange im Windschatten. Zwischenzeitlich erzielte Kostja Mushidi den 62:62-Ausgleich. Im Schlussabschnitt brachte Yordan Minchev sein Team per Dreier noch einmal auf 71:74 heran und selbst vom kurz darauf folgenden 74:85-Rückstand ließ sich die „Orange Army“ noch nicht entmutigen. Angetrieben von seinen wieder einmal herausragenden Fans kämpfte das Pastore-Team verbissen um den Anschluss und verkürzte knapp drei Minuten vor Schluss durch Davis-Freiwürfe auf 84:88. Doch insgesamt 21 Vechtaer Rebounds mehr und die zusehends nachlassenden Kräfte der Chemnitzer, die ihr zehntes Pflichtspiel binnen 30 Tagen bestritten, waren an diesem Abend dann irgendwann zu viel, um die Partie noch einmal zu drehen. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den NINERS jedoch nicht. Schon am Montag geht es auf die Reise nach London, wo Mittwoch eine enorme wichtige Partie im BKT EuroCup ansteht, bei der die Chemnitzer um ihre Chance auf den Einzug ins Achtelfinale kämpfen wollen.

TRAINERSTIMMEN

Rodrigo Pastore (Chemnitz): „Glückwunsch an Christian Held und sein Team, das heute die bessere Mannschaft war, insbesondere in der zweiten Halbzeit. Abgesehen von den ersten sechs, sieben Minuten war unsere Verteidigung nicht gut. Zu viele verlorene 1-gegen-1-Situationen, zu viele zweite Chancen für RASTA. Wir bekamen Vechtas Alonzo Verge in der zweiten Halbzeit etwas besser in den Griff als vor der Pause, aber dafür sprangen dann Tommy Kuhse und Tevin Brown in die Bresche. Ohne Amadou Sow war es heute natürlich schwer, aber insgesamt konnten wir auch nicht an unsere Leistung aus den letzten Spielen heranreichen. Da wollen wir wieder hinkommen und wenn wir zu Hause 90 Punkte machen, sollten wir normalerweise als Sieger vom Feld gehen.“

Christian Held (Vechta): „Jeder in der Liga weiß, wie unglaublich schwer es ist, in Chemnitz zu gewinnen. Es war über lange Zeit ein sehr enges, schnelles und für die Zuschauer spannendes Spiel. Wir machten in der ersten Halbzeit einige Fehler, von denen ich einen Teil auf meine Kappe nehmen muss, weil unser Scouting hier und da nicht gut war. Das konnten wir im Spielverlauf dann anpassen und kamen besser in die Partie. Entscheidend waren zudem die Rebounds, wo wir einen sehr guten Job machten. Es ist für uns als Team gerade eine spannende Phase, da zuvor verletzte Spieler glücklicherweise zurückkommen und wieder integriert werden müssen. Deshalb bin ich zufrieden, wie wir heute über weite Strecken gespielt und den Sieg nach Hause gebracht haben.“

STATISTIK

NINERS Chemnitz vs. RASTA Vechta 90:96 (25:19, 18:20, 21:31, 26:26), 4.781 Zuschauer

Yebo (25 Punkte), Mushidi (19), Minchev (15), Sibande (13), Davis (12), Newman (6), Kajami-Keane (0), Schakel (0), Steinfeld (0), Kellig (nicht eingesetzt)

 

TERMINE

BKT EuroCup: London Lions vs. NINERS Chemnitz, Mittwoch, 07.01.2026, 20:30 Uhr, Copper Box Arena London

easyCredit BBL: SKYLINERS Frankfurt vs. NINERS Chemnitz, Samstag, 10.01.2026, 18:30 Uhr, Süwag Energie ARENA Frankfurt

BKT EuroCup: ratiopharm ulm vs. NINERS Chemnitz, Mittwoch, 14.01.2026, 19:00 Uhr, ratiopharm arena Ulm

Die nächsten Spiele der NINERS

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