NINERS im FernduellNINERS im Fernduell

78 : 57

NINERS Chemnitzvs.ZZ Leiden

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Heimpartie gegen Leiden gibt die Richtung vor

NINERS im Fernduell

Auf den ersten Blick scheint es für Sachsens beste Korbjäger im abschließenden Zwischenrundenspiel des FIBA Europe Cups um nicht mehr allzu viel zu gehen. Der Spitzenplatz in Gruppe N ist bereits sicher, im Viertelfinale wartet Casademont Zaragoza. Für das entscheidende Rückspiel gegen die Spanier, das am 13. März in der Messe Chemnitz steigt, hat der Ticketverkauf unlängst begonnen. Doch auf den zweiten Blick gewinnt das heutige Duell gegen den niederländischen Meister ZZ Leiden gehörig an Wert. Denn sollte Chemnitz im FIBA Europe Cup sogar das Halbfinale oder Finale erreichen, hätte man nur dann im wichtigen Rückspiel Heimrecht, wenn man die bessere Zwischenrundenbilanz vorweisen kann. Hier stehen die NINERS aktuell bei 4:1 Siegen und einem Korbverhältnis von +61 Punkten. Der türkische Club Bahcesehir scheint mit 5:0 Siegen, +72 Körben und einem vermeintlich leichten Abschlussspiel gegen das sieglose Jonava nicht mehr einzuholen. Aber im Fernduell könnte man sich den Heimspielvorteil beispielsweise gegen Nymburk (4:1, +54), Bilbao (4:1, +39) oder auch Warschau (3:2, +51) sichern, die im späteren Wettbewerbsverlauf potenzielle Gegner wären. Und gegen jene Topteams des diesjährigen FIBA Europe Cups hätten die NINERS in einem möglichen Halbfinale oder Finale wohl doch ganz gern das begehrte Rückspiel-Heimrecht auf ihrer Seite. Aber nicht nur deshalb ist das Duell mit Leiden von großer Bedeutung, denn Chemnitz möchte auch Fahrt für die letzten beiden Bundesligapartien vor der Länderspielpause aufnehmen, wo mit Oldenburg und München noch zwei ganz schwere Brocken auf das Team von Cheftrainer Rodrigo Pastore warten.

Nicht zuletzt brennen die NINERS nach zuletzt drei Auswärtspartien in Serie auf ihr Comeback in der Messe vor den eigenen Fans. Diesen wiederum scheint es ganz ähnlich zu gehen, sind für das Match gegen Leiden doch jetzt schon über 3.500 Tickets verkauft und somit ein neuer Zuschauerrekord für ein europäisches Heimspiel der NINERS sicher. Daher ist es fast etwas schade, dass ausgerechnet bei dieser Partie die große Hinterkorbtribüne R aufgrund einer nachgelagerten Veranstaltung in der Messe Chemnitz und die dafür nötigen Umbaumaßnahmen gar nicht erst aufgebaut werden kann. Dennoch sind sowohl im Vorverkauf wie auch an der Abendkasse noch Tickets auf den restlichen Tribünen für kurzentschlossene Basketballfans erhältlich. Gerade deren Unterstützung kann den NINERS wichtige Energie einhauchen. Im 33. Pflichtspiel seit Ende September sind die Chemnitzer Akkus sicherlich nicht mehr ganz bei einhundert Prozent, wie dem Pastore-Team auch schon in seinen letzten Partien durchaus anzumerken war. Da hilft in den letzten drei Begegnungen vor der Länderspielpause wohl nur noch, auf die Zähne zu beißen und sich insbesondere mit der oftmals so euphorischen NINERS-Anhängerschar gemeinsam durchzukämpfen.

Angefangen beim Heimspiel gegen Leiden am Mittwochabend. Das Hinrundenduell in Holland konnten Sachsens beste Korbjäger sehr souverän mit 88:58 für sich entscheiden. Doch aufgepasst – in den anderen Partien der Gruppe N ließ Leiden unter anderem mit seinen beiden Erfolgen gegen Varese aufhorchen, was die Niederländer obendrein in die Lage versetzt, mit einem Sieg in Chemnitz ebenfalls noch den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen. Zusätzlich war Leiden beim Hinspielvergleich stark gebeutelt, musste seinerzeit verletzungsbedingt auf die Leistungsträger Maarten Bouwknecht (9.2 Punkte pro Spiel), Roland Schaftenaar (5.9 Zähler und 6.1 Rebounds im Schnitt) und Stan van den Elzen (6.2 Punkte pro Partie) sowie den später hinzugestoßenen US-Neuzugang Brock Gardner verzichten, der bei seinem Einstand gleich einmal elf Zähler gegen Varese erzielte. Folgerichtig kann die Last beim Team des früheren Bundesligatrainers Doug Spradley nun auf mehr Schultern verteilt werden als nur auf die von Taljon Jones (15.8 Punkte pro Europe-Cup-Spiel), Luuk van Bree (15.8), Marijn Ververs (8.2), Duko Bos (5), Jibbe Sicking (4.1) und Lucas Kruithof (3.9), welche im ersten Duell mit Chemnitz noch die Alleinunterhalter geben mussten. Ob Leiden am heutigen Mittwoch mit voller Kapelle antreten kann, ist zwar noch offen, aber auch die NINERS sind nicht ganz sorgenfrei. Hinter dem einen oder anderen angeschlagenen Leistungsträger stehen noch kleinere Fragezeichen. Gut also, dass zumindest Cheftrainer Rodrigo Pastore seine kürzlichen Magen-Darm-Beschwerden überwunden hat und im Gegensatz zum letzten Auswärtsspiel in Rostock wieder aktiv an der Chemnitzer Seitenlinie stehen kann. Seinen Mannen wird der bekanntermaßen äußerst ehrgeizige Argentinier ohnehin eingebläut haben, dass man mit vollem Fokus und größtmöglichem Einsatz in die Partie gegen Leiden gehen muss, um wirklich siegreich in die anspruchsvolle Wochenaufgabe mit drei Spielen in sechs Tagen zu starten.

 

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