25.03.2018 22:18 Alter: 31 days
Kategorie: Niners, Startseite

PlayOffs ade!

Die NINERS Chemnitz haben sich mit einer äußerst dürftigen Vorstellung endgültig aus dem Rennen um die Playoffplätze der 2. Basketball-Bundesliga ProA verabschiedet.


Am Samstagabend konnte das Team aus der gleichzeitigen Hanauer Niederlage kein Kapital schlagen, sondern kassierte in Nürnberg eine hochverdiente 73:90-Niederlage, aufgrund derer man selbst mit einem Sieg beim letzten Heimspiel gegen Crailsheim am kommenden Samstag nicht mehr auf den achten Tabellenplatz springen kann. „Ich bin sehr enttäuscht und möchte mich vor allem bei unseren Fans entschuldigen. Sie haben uns trotz der mehr als durchwachsenen Saison auch nach Nürnberg wieder in sehr großer Zahl begleitet und alles gegeben, aber wir konnten ihren Einsatz nicht belohnen“, richtete NINERS-Coach Rodrigo Pastore seine Worte an die gut 200 Chemnitzer Anhänger, welche den 700 heimischen Fans mehr Paroli boten, als es den Spielern auf dem Feld gelang.

Diese mussten neben Jonas Richter auch auf Teamkamerad Andy Mazurczak verzichten, der aufgrund einer schmerzhaften Entzündung im linken Fuß kurzfristig ausfiel. Dafür rückte Andrew Jones ins Team, so dass man eigentlich tief genug für ein Duell mit dem Tabellenzwölften der 2. Basketball-Bundesliga besetzt war, zumal auf Nürnberger Seite mit Robert Oehle sowie Moritz Sanders ebenfalls zwei wichtige Spieler fehlten. Doch die Chemnitzer präsentierten sich insbesondere defensiv zu Spielbeginn nicht konkurrenzfähig und luden Nürnberg förmlich ein, offensiv Fahrt aufzunehmen, was bereits nach sechseinhalb Minuten in eine 21:12-Führung der Gastgeber mündete. Pastore musste mit einer Auszeit reagieren, in deren Folge sich die NINERS bis zur ersten Viertelpause immerhin schon wieder auf 20:26 heranarbeiten konnten.

Im zweiten Abschnitt ging die Aufholjagd weiter und nachdem Malte Ziegenhagen einen Dreier verwandelte, war Chemnitz bereits auf 34:35 dran. Die letzten Minuten vor der Halbzeit gehörten dann aber erneut den Gastgebern, die vom ehemaligen NINERS-Akteur Virgil Matthews bravourös dirigiert wurden. Der 34-Jährige machte mit 17 Punkten, 6 Assists und 4 Ballgewinnen ein bemerkenswert gutes Spiel und wurde zudem vom gleichaltrigen Dan Oppland (20 Punkte, 10 Rebounds) herausragend unterstützt. „Die beiden Oldies auf dem Feld haben den Jungen einiges vorgemacht“, konstatierte Pastore, der sich aber kurz vor dem Kabinengang noch über Punkte von Joe Lawson freuen konnte, welcher am Brett den 44:46-Anschluss herstellte. So war vor dem dritten Viertel weiter alles drin und Robin Lodders sowie Brad Tinsley schienen gewillt, das Blatt für Chemnitz zu wenden. Nach dem Seitenwechsel erzielte das Duo die ersten elf NINERS-Punkte und setzte dann auch noch Hugh Robertson schön in Szene, der per „Alley-Oop“ zum 57:55 für die Sachsen vollstreckte. 

Angesichts jener Führung schöpften die mitgereisten Fans neue Hoffnung, dass ihr Team nun doch seiner Favoritenrolle gerecht werden und die Playoffträume aufrechterhalten könnte. Doch es kam gänzlich anders. In den verbleibenden 15 Spielminuten fiel Chemnitz an beiden Enden des Feldes regelrecht auseinander. Weder bekam man hinten Zugriff auf die immer mutiger agierenden Gastgeber, noch gelang es vorn, wirklich gute Wurfchancen herauszuspielen. Stattdessen mündete manche Angriffe in haarsträubenden Ballverlusten, welche die Hausherren dann auch noch zu leichten Fastbreakpunkten nutzten. Spätestens als Nürnbergs Kapitän Sebastian Schröder einen Mitteldistanzwurf zum 83:67 einnetzte, war die Messe gelesen. „Wir haben in der Schlussviertelstunde einen 16:35-Lauf zugelassen, was noch einmal verdeutlichte, woran es bei uns in dieser Saison am meisten krankte. Immer wenn es darauf ankam, versagten uns die Nerven“, gab Pastore zu, der dennoch hoffte, „dass wir uns Samstag gegen Crailsheim mit Anstand von unseren Fans verabschieden.“

 

STATISTIK:

Nürnberg Falcons BC vs. NINERS Chemnitz 90:73 (26:20, 20:24, 21:15, 23:14), 906 Zuschauer

Ziegenhagen (16 Punkte), Tinsley (15), Lodders (13), Lawson (8), Robertson (8), Mixich (7), Fleischmann (3), Jones (3), Kayser, Wendler

 

TERMIN:

NINERS Chemnitz vs. Crailsheim Merlins, Samstag, 31.03.2018, 19:30 Uhr, Richard-Hartmann-Halle