04.02.2018 19:53 Alter: 108 days
Kategorie: Niners, Startseite

Ein NINERS Krimi mit Happy End

„Endlich haben wir mal ein knappes Spiel gewonnen“


fielen Rodrigo Pastore, Cheftrainer des Basketball-Zweitligisten NINERS Chemnitz, einige Steine vom Herzen, nachdem sich sein Team am Samstagabend gegen die Kirchheim Knights mit 79:73 (37:30) durchgesetzt hatte. Vor 2.135 Zuschauern zeigten die Sachsen in der Richard-Hartmann-Halle ihre bislang beste Saisonleistung und dürfen dank des Sieges wieder von den Playoffs träumen. Schließlich rückte man nicht nur bis auf zwei Punkte an Kirchheim heran, das als Tabellenachter momentan den letzten Playoffrang belegt, sondern sicherte sich auch noch den direkten Vergleich, der bei einer eventuellen Punktgleichheit am Saisonende den Ausschlag zugunsten der NINERS geben würde.

Im Gegensatz zu den letzten Partien fand Chemnitz gegen die Knights sofort gut ins Match und ging mit einem Dreier von Eigengewächs Arne Wendler 3:0 in Front. Joe Lawson erhöhte umgehend auf 7:2, ehe Kirchheim dank der individuellen Klasse von US-Pointguard Charles Barton zurückschlug und nach sechs Spielminuten zum 11:11 ausgleichen konnte. Gegen Ende des Startviertels streuten Hugh Robertson und Malte Ziegenhagen aber noch zwei butterweiche Dreier ein und bescherten ihrem Team somit eine 21:17-Pausenführung.

Der nächste Abschnitt wurde zunächst von den Defensivreihen beider Teams bestimmt, weshalb Punkte erst einmal Mangelware blieben. Als Kirchheims Florian Koch dann jedoch vom Perimeter traf, war der Bann auf Seiten der Gäste gebrochen, die wenig später durch einen der zahlreichen Korberfolge ihres US-Centers Keith Rendleman sogar erstmals in Führung gingen (23:24). Daraufhin nahmen bei Chemnitz Ziegenhagen und Joe Lawson, die im weiteren Spielverlauf mit 24 beziehungsweise 20 Zählern auch zu den Topscorern des Abends avancierten, das Heft in die Hand und brachten Chemnitz bis zur Halbzeitpause wieder mit 37:30 in Front.

„Wir haben über weite Strecken eine sehr gute Partie gemacht. Nur mit den sechs, sieben Minuten zu Beginn des dritten Viertels können wir nicht zufrieden sein“, spielte Pastore auf jene Phase nach dem Seitenwechsel an, als man Kirchheim einen 29:13-Lauf gestattete und daraufhin ein bedrohlicher 50:59-Rückstand von der Anzeigetafel leuchtete. Doch statt sich seinem Schicksal zu ergeben, standen die NINERS auf und kämpften sich ins Match zurück. Das erste Signal setzte der erst 20-jährige Jonas Richter mit energischem Abschluss am Brett inklusive erfolgreichem Bonusfreiwurf. Brad Tinsley legte einen Fastbreak-Dreier nach, im folgenden Angriff traf Lawson vom Perimeter und hinten rührte man nun wahrlich Beton an. Nach einem weiteren Ballgewinn durch Daniel Mixich setzte dann Arne Wendler den perfekten Schlusspunkt unter eine furiose Aufholjagd und versenkte einen mutigen Korbleger gegen Rendleman zum 61:59-Spielstand am Ende des dritten Viertels.

Im Schlussabschnitt fanden die Knights aber wieder zu alter Stärke und gingen dank des beeindruckenden US-Trios Barton, Rendleman sowie Corban Collins erneut in Führung (61:63). Diese behauptete Kirchheim bis fünf Minuten vor Schluss, als Ziegenhagen dann abermals vom Perimeter zum 69:67 für Chemnitz traf. Kapitän Michael Fleischmann legte wenig später ebenfalls per Dreier nach und Mixich stellte mit seinem Korbleger dann endgültig die Weichen auf Sieg. Doch der allein war den NINERS nicht genug. Sie wollten den direkten Vergleich, rackerten deshalb weiter unermüdlich in der Verteidigung und zeigten vorn auch noch enorme Nervenstärke, als Ziegenhagen sowie Lawson all ihre vier Freiwürfe in der Schlussminute sicher verwandelten. „Das Team hat grandios gekämpft und sich endlich selbst belohnt. Außerdem hatten wir ein phänomenales Publikum im Rücken, das uns gerade zum Ende hin sehr geholfen hat“, bedankte sich Pastore bei den Fans.

 

STATISTIK:

NINERS Chemnitz vs. VfL Kirchheim Knights 79:73 (21:17, 16:13, 24:29, 18:14), 2.135 Zuschauer

Ziegenhagen (24 Punkte), Lawson (20), Fleischmann (10), Richter (7), Robertson (5), Wendler (5), Tinsley (3), Lodders (2), Mixich (2), Mazurczak (1), Kayser (nicht eingesetzt)

 

TERMINE:

PS Karlsruhe Lions vs. NINERS Chemnitz, Samstag, 10.02.2018, 19:30 Uhr, EuropahallE 

NINERS Chemnitz vs. MLP Academics Heidelberg, Samstag, 17.02.2018, 19:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle