Hamburg Towers

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NINERS Chemnitz

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NINERS machen richtig Alarm

Hamburg Towers vs. NINERS Chemnitz 77:80 (18:23, 22:22, 23:21, 14:14), 3.400 Zuschauer

Kurz vor Beginn der Playoffs in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA haben die NINERS Chemnitz noch einmal ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Kavin Gilder-Tilbury und Matt Scott gewann der Tabellenführer am Samstagabend beim direkten Verfolger Hamburg mit 80:77 (45:40). Selbst eine ungeplante Zwangspause aufgrund eines fehlerhaften Feueralarms vermochte das Team von Coach Rodrigo Pastore nicht zu stoppen. Vor 3.400 Zuschauern, darunter 100 mitgereiste NINERS-Fans, avancierte Kapitän Malte Ziegenhagen mit 16 Zählern zum Topscorer. Auch Virgil Matthews, Lukas Wank sowie Matt Vest trafen zweistellig und sogar Youngster Leon Hoppe durfte sich in die Punkteliste eintragen.

Im Gastspiel bei den Hamburg Towers schickte Pastore zunächst Ziegenhagen, Wank, Vest sowie Jonas Richter und Georg Voigtmann aufs Feld. Kavin Gilder-Tilbury, der bis dahin in allen Chemnitzer Partien startete, fehlte diesmal, weil er sich unter der Woche im Training eine Bänderdehnung im Knöchel zuzog und voraussichtlich erst in den Playoffs wieder mitwirken kann. Dennoch spielten die NINERS am Samstag stark auf, gingen durch einen Voigtmann-Dunk früh mit 7:2 in Front und ließen sich auch durch einen zwischenzeitlichen 8:0-Lauf der Hansestädter nicht beirren. Vielmehr zeigten sie bereits im Auftaktdurchgang ihr berühmtes starkes Teamplay, spielten immer wieder offene Würfe heraus und setzten sich bis zur ersten Viertelpause auf 23:18 ab.

Im zweiten Abschnitt taute nun Matt Vest so richtig auf, traf sowohl von der Dreierlinie als auch am Brett und entnervte die Hamburger Guards mit seiner bissigen Verteidigung. Als dann auch noch Ziegenhagen sein Visier richtig eingestellt hatte und binnen kurzer Zeit zwei Dreier durch den Ring jagte, wuchs der Vorsprung schon auf satte zwölf Zähler an (40:28). Just in diesem Moment ertönte der Feueralarm und zwang alle Zuschauer sowie Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Mitarbeiter, die Halle zu verlassen. Das Chemnitzer Team verbrachte die Pause in einem benachbarten Restaurant, weil der Mannschaftsbus nicht in Hallennähe parken durfte. Die angerückte Feuerwehr gab jedoch schnell Entwarnung und so ging es nach einer halben Stunde schon wieder weiter. Hamburg hatte die außergewöhnliche Unterbrechung offenbar etwas besser verkraftet, setzte jetzt seine beiden US-Stars Andrew Barham sowie Beau Beech gut in Szene und verkürzte bis zur Halbzeit auf 40:45.

Nach dem Seitenwechsel gelang es Chemnitz jedoch schnell, den Vorsprung abermals zweistellig zu machen (52:42) und die Gastgeber bis Mitte des dritten Viertels auf Distanz zu halten (58:47). Dank dieses Polsters überstanden die NINERS auch eine Dreier-Serie der Towers, die in Person von ChaCha Zazai und Max Montana nun gleich vier Distanzwürfe verwandelten und so bereits vor dem Schlussabschnitt auf 63:66 herankamen. Im finalen Durchgang behielt Chemnitz aber weiter einen kühlen Kopf und zog durch einen „Alley-Oop“ von Leon Hoppe auf 75:67 davon. Angetrieben von ihren lautstarken Fans steckten die Towers jedoch nicht auf und schafften durch einen Treffer von Tevonn Walker zwei Minuten vor Spielende den 77:78-Anschluss. Nach einer rasanten Partie sollte nun die Defensivstärke beider Teams über Sieg oder Niederlage entscheiden und hier hatten die NINERS ein Fünkchen mehr zu bieten. Virgil Matthews blockte Hamburgs Justus Hollatz. Lukas Wank stiebitze Andrew Barham das Leder aus den Händen. Ziegenhagen verwandelte zwischendrin nervenstark zwei Freiwürfe und den finalen Angriff der Towers vereitelte Chemnitz im Teamverbund, so dass man letzten Endes einen hart erkämpften, aber umso verdienteren 80:77-Auswärtssieg bejubeln durfte.

Anschließend ging der Blick in die anderen Hallen und durch die weiteren Ergebnisse des 29. Spieltages steht fest, dass die NINERS im Playoff-Viertelfinale entweder auf Trier oder Karlsruhe treffen werden. Beide Teams stehen sich nächsten Samstag auch noch im direkten Duell gegenüber und der Verlierer jener Partie wird als Tabellenachter am 06. April zum Auftakt der Meisterschaftsrunde in Chemnitz gastieren. Zuvor bestreiten Sachsens beste Korbjäger aber erst noch ihr finales Hauptrundenspiel gegen Hanau in der heimischen Richard-Hartmann-Halle. Bei jenem Match feiern die NINERS zugleich ihr 20-jähriges Jubiläum und haben obendrein die Chance, den Vereinsrekord aus der Spielzeit 2005/06 einzustellen, als es ihnen schon einmal gelang, 24 von 30 regulären Saisonpartien zu gewinnen. „Wir wollen diese Begegnung unbedingt gewinnen und dann mit reichlich Rückenwind in die anschließenden Playoffs gehen“, blickt Pastore erfolgshungrig voraus.

STATISTIK:
Hamburg Towers vs. NINERS Chemnitz 77:80 (18:23, 22:22, 23:21, 14:14), 3.400 Zuschauer

Ziegenhagen (16 Punkte), Matthews (11), Vest (11), Wank (11), Lodders (10), Voigtmann (9), Richter (8), Elliott (2), Hoppe (2)

TERMIN:
NINERS Chemnitz vs. EBBECKE WHITE WINGS Hanau, Samstag, 30.03.19, 19:30 Uhr, Richard-Hartmann-Halle, Chemnitz

Hamburg Towers

77

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NINERS Chemnitz

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Spieltag 29: Hamburg Towers vs. NINERS Chemnitz2:36:51
Highlights Spieltag 29: Hamburg Towers vs. NINERS Chemnitz2:16
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