Chemnitz unterliegt wurfstarken Drachen

Artland Dragons vs. NINERS Chemnitz 103:96 (28:22, 30:24, 20:22, 25:28), 2.864 Zuschauer

Es war ein echtes Offensivspektakel, welches die nahezu 3.000 Zuschauer am Samstagabend in der Artland Arena zu Quakenbrück erlebten. Und am Ende durften die heimischen Fans den Favoritensturz bejubeln. In einer höchst unterhaltsamen Partie setzten sich die Artland Dragons dank einer herausragenden Dreierquote von 60 Prozent gegen den Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, die NINERS Chemnitz, mit 103:96 (58:46) durch. Bester Spieler des Abends war US-Routinier Chase Griffin, der 25 Zähler zum Sieg der Hausherren beisteuerte und den NINERS inzwischen auch historisch betrachtet, am meisten einschenkte. In nunmehr 17 Pflichtspielen gegen Chemnitz, bei denen Griffin mit seinen Teams bereits 13 Mal als Sieger vom Feld ging, kommt der smarte Amerikaner auf 286 Punkte, also durchschnittlich fast 17 Zähler pro Partie. 

Nachdem Quakenbrück den NINERS in der Hinrunde die erste Saisonniederlage beigefügt hatte, sinnten diese am Samstag auf Revanche und fanden gleich gut ins Spiel. Mit zwei And-One-Treffern von Jonas Richter sowie Kavin Gilder-Tilbury, einem Dreier durch Virgil Matthews sowie einem weiteren Treffer am Brett von Matt Scott erarbeiteten sich die Sachsen eine frühe 12:8-Führung. Nach einem weiteren Scott-Dreier lag Chemnitz noch in Front (17:13), doch dann wachten die Dragons auf und zogen vor allem dank der Distanztreffer von Griffin, Jannes Hundt, Thorben Döding sowie Brian Oliver bis zur ersten Viertelpause auf 28:22 davon.

Im zweiten Abschnitt setzte sich jener Trend fort, wobei sich nun zu den zahlreichen Würfen von außen bei Quakenbrück auch erfolgreiche Abschlüsse in Korbnähe durch Demetris Morant oder Paul Albrecht gesellten. Nach 13 Spielminuten lagen die Hausherren erstmals zweistellig in Front (40:28) und behaupteten diesen Vorsprung dann auch bis zum Kabinengang (58:46). Chemnitz musste in der zweiten Hälfte vor allem defensiv zulegen und zeigte zu Beginn des dritten Viertels gute Ansätze, als man Artland rund zweieinhalb Minuten keine Punkte gestattete und folgerichtig auf 51:58 verkürzte. Doch immer dann, wenn man auf Tuchfühlung kam, konterten die Dragons und wahrten so bis zur letzten Pause eine komfortable 78:68-Führung. 

Chemnitz hatte sich aber noch lange nicht aufgegeben und kämpfte im Schlussabschnitt verbissen um den Anschluss. Dank engagierter Verteidigung und cleverem Offensivspiel gelang dieser drei Minuten vor Ultimo als Kapitän Malte Ziegenhagen per And-One auf 87:88 verkürzte. In den folgenden 100 Sekunden hatten die NINERS dank zahlreicher Offensivrebounds ganze sechs Mal das Leder in ihren Reihen, konnten jedoch keinen einzigen Ballbesitz in Punkte ummünzen. Stattdessen leistete man sich anschließend ein unsportliches Foul, welches Morant und Albrecht eiskalt nutzten, um mit ihren Treffern zum 96:87 die Weichen auf Drachen-Sieg zu stellen. Nach der nunmehr vierten Saisonniederlage haben die NINERS vier Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Hamburg und treten diesen Samstag in der Richard-Hartmann-Halle gegen Hagen an.

STATISTIK
Artland Dragons vs. NINERS Chemnitz 103:96 (28:22, 30:24, 20:22, 25:28), 2.864 Zuschauer

Richter (15 Punkte), Lodders (14), Wank (13), Elliott (11), Ziegenhagen (9), Gilder-Tilbury (8), Scott (8), Matthews (7), Voigtmann (6), Vest (5)

TERMIN:
NINERS Chemnitz vs. Phoenix Hagen, Samstag, 09.02.2019, 19:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle Chemnitz

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