NINERS Chemnitz

75

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Artland Dragons

84

Siegesserie reißt gegen couragierte Dragons

NINERS Chemnitz vs. Artland Dragons 75:84 (20:20, 20:19, 11:22, 24:23), 2.279 Zuschauer

Zwölf Pflichtspiele blieben die NINERS Chemnitz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ungeschlagen und thronten souverän an der Tabellenspitze. Dort stehen Sachsens beste Korbjäger auch heute noch mit zwei Siegen Vorsprung auf Hamburg. Doch die längste Erfolgssträhne der Vereinshistorie ist am Freitag gerissen. Vor fast 2.300 Zuschauern unterlagen die NINERS den Artland Dragons in der heimischen Richard-Hartmann-Halle völlig verdient mit 75:84 (40:39). Während Chemnitz in dieser Partie nie an die Leistungen der Vorwochen heranreichen konnte, überzeugten die Gäste mit einem mutigen und höchst engagierten Auftritt. Viel Zeit zum Trauern bleibt der „Orange Army“ allerdings nicht, denn schon am morgigen Sonntag muss man das anspruchsvolle Auswärtsspiel bei den aktuell neuntplatzierten Kirchheim Knights bestreiten.

Die Partie gegen Artland begann zunächst mit einer positiven Nachricht, feierte doch Pointguard Lukas Wank nach zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback, stand sofort wieder in der Starting-Five und besorgte per Dreier die frühe 9:2-Führung der NINERS. Im Anschluss lief bei den Hausherren allerdings nicht mehr viel zusammen, während die Dragons allmählich immer besser ins Spiel fanden und durch Chase Griffin alsbald zum Ausgleich kamen. Mit einer Pattsituation von 20:20 ging es dann auch in die erste Viertelpause und nach eben jener brachte Georg Voigtmann die Sachsen mit zwei Korblegern zunächst erneut in Front (28:25). Kurz darauf knickte der Centerhüne jedoch um, musste ausgewechselt werden und Artland nutzte die Gunst der Stunde, um eben gerade am Brett nun etwas unbedrängter zu punkten, was letztlich in eine 36:30-Führung der Dragons mündete bis NINERS-Coach Rodrigo Pastore eine Auszeit nahm. Anschließend brachten Wank, Matt Scott, Robin Lodders sowie Jonas Richter wieder Punkte auf die Anzeigetafel, während man den Gästen kaum noch Zählbares gestattete und Chemnitz dadurch bis zur Halbzeitpause abermals vorbeizog (40:39)

Das dritte Viertel begann mit zahlreichen Führungswechseln bis Gästetrainer Flo Hartenstein bei einer Auszeit tief in die Trickkiste griff und dort offenbar einen defensiven Schlüssel fand. Denn in der Folge machten die Dragons mit ihrer Zonenverteidigung und permanentem Switchen den NINERS das Leben äußerst schwer. Im Gegenzug stellten vor allem Chase Griffin, Sprungwunder Demetris Morant und Paul Albrecht ihre individuelle Klasse unter Beweis. Als dann auch noch Scharfschütze Eric Curth sein Visier gerichtet hatte, zog Artland immer weiter davon. Auf die 61:51-Führung nach 30 gespielten Minuten packte Curth mit Beginn des letzten Viertels gleich die nächsten drei Punkte drauf und obwohl Chemnitz verbissen um den Anschluss kämpfte, blieben die Dragons souverän und meißelten spätestens mit dem Dreier von Pierre Bland zum 71:61 gut zweieinhalb Minuten vor Schluss die erste Chemnitzer Saisonniederlage in Stein. „Uns unterliefen zu viele Ballverluste, wir haben von der Freiwurf- sowie Dreierlinie nicht gut getroffen und der Gegner war heute in den entscheidenden Phasen einfach besser. Das müssen wir akzeptieren und uns nun schnell auf die nächste Partie konzentrieren, welche ebenfalls keine leichte wird“, konstatierte Rodrigo Pastore.

Der 46-jährige Argentinier und seine Co-Trainer stehen nun vor der großen Herausforderung, das Team binnen weniger Stunden auf Kirchheim vorzubereiten. Die Knights feierten nach zuvor vier Niederlagen in Serie am Freitag mit dem 80:74-Sieg gegen Schalke endlich wieder ein Erfolgserlebnis und haben als Tabellenneunter, punktgleich mit den vor ihnen stehenden Teams aus Ehingen und Rostock, weiterhin gute Karten im Playoff-Rennen. Hauptgaranten für den Erfolg sind das US-Quintett Rohndell Goodwin (16.8 Punkte pro Spiel), DaJuan Graf (12.8), Keith Rendleman (12.3), Austin Luke (5.5) und Jalen Canty (3.6) sowie die deutschen Akteure Andi Kronhardt (8.1), Philipp Daubner (7.7), Kevin Wohlrath (7.5) und Max Rockmann (3.3). Kirchheims Cheftrainer ist Mauricio Parra, der 2007 auch schon einmal für einige Monate die NINERS coachte. „Von ihrer Spielanlage her sind die Knights den Dragons teils sehr ähnlich. Das heißt für uns also, bessere Lösungen als gegen Artland zu finden, wenn wir in dieser schweren Auswärtspartie bestehen möchten“, blickt Pastore voraus.

STATISTIK:
NINERS Chemnitz vs. Artland Dragons 75:84(20:20, 20:19, 11:22, 24:23), 2.279 Zuschauer

Lodders (16 Punkte), Gilder-Tilbury (14), Ziegenhagen (12), Richter (10), Matthews (7), Wank (7), Voigtmann (4), Scott (3), Fortune (2), Elliott (nicht eingesetzt), Hoppe (nicht eingesetzt), Womala (nicht eingesetzt) 

TERMINE:
VfL Kirchheim Knights vs. NINERS Chemnitz, Sonntag, 16.12.2018, 17:00 Uhr, Sporthalle Stadtmitte Kirchheim

NINERS Chemnitz vs. ROSTOCK SEAWOLVES, Samstag, 22.12.2018, 19:00 Uhr, Messe Chemnitz

NINERS Chemnitz

75

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Artland Dragons

84

Highlights Spieltag 14: NINERS Chemnitz vs. Artland Dragons2:13
Spieltag 14: NINERS Chemnitz vs. Artland Dragons1:55:42
NINERS360 Ausgabe 144 - 138:17
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