01.02. - BiG Chemnitz qualifiziert sich für JBBL-Playoffs
Mit einem hoch verdienten 88:70-Sieg beim direkten Verfolger DBV Charlottenburg hat die Spielgemeinschaft Chemnitz-Gotha ihr großes Ziel in der Jugendbasketballbundesliga erreicht. In den verbleibenden zwei Partien ist die U16-Mannschaft der NINERS nicht mehr vom dritten Tabellenplatz zu verdrängen und kann somit für die Playoffs planen. Dort wird das Team von Trainer Jens Künze in einer Art Zwischenrunde mit Hin- und Rückspiel voraussichtlich auf die Piraten Hamburg, den Oldenburger TB und die Hamburg Sharks treffen. Außerdem werden die Ergebnisse gegen die ebenfalls qualifizierten Vorrundengegner IBBA und ALBA Berlin mitgenommen. Die zwei besten Mannschaften dieser Sechser-Gruppe ziehen dann in die eigentlichen Playoffs ein. "Realistisch betrachtet haben wir durch die Niederlagen gegen IBBA und ALBA dort aber kaum Chancen auf ein Weiterkommen. Trotzdem freuen wir uns sehr, den Einzug in die nächste Runde geschafft zu haben und sechs weitere Partien gegen hochklassige Gegner bestreiten zu dürfen", sagt Jens Künze. Welch großer Erfolg das Weiterkommen ist, beweist die Tatsache, dass beispielsweise die U16-Mannschaften der Erstligisten Bremerhaven, Quakenbrück, Hagen, Göttingen, Tübingen, Weißenfels oder Ulm den Einzug in die Zwischenrunde verpasst haben und Chemnitz dort neben Jena der einzige Vertreter aus den neuen Bundesländern ist.
Anders, als es das recht deutliche Endergebnis vielleicht vermuten lässt, war der entscheidende Sieg in Charlottenburg jedoch ein ganz hartes Stück Arbeit. Bereits im Hinspiel, welches die BiG-Korbjäger mit 67:60 knapp für sich entschieden, schenkten sich beide Teams nichts und auch dieses Mal war es lange spannend. Nach dem ersten Viertel lag das Künze-Team in der Hauptstadt sogar mit 13:14 hinten. Im zweiten Spielabschnitt folgten zahlreiche Führungswechsel, doch letztlich durfte die Chemnitzer U16-Auswahl mit einem knappen 36:32 in die Halbzeit gehen. "Der Vorsprung hätte sogar noch etwas größer sein können, aber einigen viel versprechenden Spielzügen folgte oft ein zu überhasteter Abschluss", machte Jens Künze noch einige Fehler seiner Schützlinge aus.
Nach dem Seitenwechsel konnten sich die BiG-Korbjäger erstmals bis auf neun Punkte absetzen, doch in den letzten zwei Minuten des dritten Viertels leistete man sich einige unnötige Ballverluste. So konnte Charlottenburg wieder auf 53:55 verkürzen. Bis zur 34. Spielminute und dem Zwischenstand von 62:58 für Chemnitz blieb es weiterhin sehr eng. "Dann haben wir in der Defensive aber noch einmal angezogen", berichtete Künze. Die hohe Intensität zahlte sich aus und so konnten die jungen NINERS binnen zwei Minuten auf 71:61 davon ziehen. Die Gastgeber versuchten nun mit aggressiver Verteidigung zu kontern und schickten die BiG-Jungs vermehrt an die Linie. Dort blieb das Künze-Team aber cool, verwandelte insgesamt 76 Prozent aller Freiwürfe, wobei sich der Gothaer Dennis Kollmar mit neun Treffern bei zehn Versuchen besonders auszeichnete. Dementsprechend konnte der Vorsprung sogar noch ausgebaut werden und spätestens beim Stand von 83:64 zwei Minuten vor Spielende war die Partie endgültig entschieden.
"Ich muss meiner ganzen Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie blieb selbst in kritischen Phasen hoch konzentriert und hat stets super gekämpft", verteilte Künze nach dem Spiel viel Lob an seine Schützlinge, die wieder einmal mit einer geschlossenen Teamleistung überzeugten. So konnten alle zehn eingesetzten Akteure punkten, vier von ihnen sogar im zweistelligen Bereich. Besonders bemerkenswert waren dabei die vier erfolgreichen Dreier von Aufbauspieler Kilian Leuteritz, der damit alleine genauso viele Distanzwürfe versenkte, wie am Vorabend noch alle großen NINERS bei der 57:72-Heimniederlage gegen Freiburg zusammen. In den letzten beiden Partien der JBBL-Vorrunde müssen die U16-Jungs von BiG Chemnitz bei den noch sieglosen Weißenfelsern (05.02.) und dem ungeschlagenen Tabellenführer IBBA Berlin (21.02.) antreten. Dort gilt es, die aktuell gute Form zu halten und sich noch einmal für die Zwischenrunde warm zu spielen.
STATISTIK: Leuteritz (18 Punkte), Gröning (17), Leonhardt (16), Kollmar (15), Möllendorf (8), Goncalo (7), Fischer (2), Graf (2), Hey (2), Hänsel (1)
Matthias Pattloch








