Navigation überspringen, direkt zum Hauptinhalt

Spielbericht

01.02. - Rabenschwarzer Abend für die NINERS

"Ich möchte mich bei allen Zuschauern für dieses Spiel entschuldigen", waren die ersten Worte von Anton Mirolybov nach der 57:72-Heimniederlage seiner Mannschaft gegen den USC Freiburg. Der Chemnitzer Cheftrainer wusste ganz genau, dass die BV-Korbjäger soeben ihre schlechteste Saisonleistung abgeliefert und auch in dieser Höhe völlig verdient verloren hatten. Über die kompletten 40 Minuten lief bei den NINERS gar nichts zusammen, während die als Außenseiter angetretenen Freiburger mit zunehmender Spieldauer immer selbstbewusster wurden. Nach dieser Pleite rutscht die BV Chemnitz 99 auf den siebten Platz der 2. Basketballbundesliga ab und droht im grauen ProA-Mittelfeld zu verschwinden.

Obwohl parallel in der Chemnitz-Arena das traditionelle Fußball-Oldieturnier mit ehemaligen Weltstars wie Pavel Nedved, Paulo Sergio oder Carsten Jancker stattfand, strömten am Samstagabend 1.056 Zuschauer in die Richard-Hartmann-Halle, um den Auftritt der NINERS gegen den USC Freiburg zu verfolgen. Doch von Beginn an wurde die Geduld und Leidensfähigkeit des Publikums auf eine harte Probe gestellt. Im Aufeinandertreffen zweier Teams, deren Stärken eher in der Verteidigung liegen, wurde offensiv bestenfalls Magerkost geboten. So leuchtete nach fast sechs Minuten Spielzeit lediglich ein 4:4 von der Anzeigetafel. Zahlreiche Ballverluste und vergebene Würfe prägten das Bild. Bis zum Ende des ersten Viertels sprangen für beide Mannschaften wenigstens noch ein paar Treffer aus der Nahdistanz heraus und so ging es beim Stand von 10:10 in den nächsten Spielabschnitt.

Hier schienen die Kontrahenten zunächst ihren offensiven Rhythmus gefunden zu haben und erzielten binnen vier Minuten mehr Punkte als im gesamten ersten Viertel. 20:23 hieß es nach dieser Phase aus Chemnitzer Sicht und man hatte kurzzeitig das Gefühl, tatsächlich einem gutklassigen Basketballspiel beizuwohnen. Dieser Eindruck wurde aber schnell korrigiert und beide Mannschaften lieferten sich wieder einen Wettbewerb um Ballverluste, Fehlwürfe und haarsträubende Entscheidungen. Dass sich die Gäste bis zur Halbzeit dennoch leicht auf 32:25 absetzen konnten, hatte eigentlich nur einen Grund: Freiburg verwandelte in den ersten 20 Minuten immerhin drei Würfe vom Perimeter, während den NINERS kein einziger Treffer bei neun Versuchen aus dem Dreierbereich gelang. Mit jeweils neun Ballverlusten, Wurfquoten von unter 40 Prozent aus dem Feld und rund 50% von der Freiwurflinie nahmen sich beide Teams ansonsten jedoch nichts in Sachen Harmlosigkeit.

"Wir haben einfach kein Mittel gegen die Freiburger Zonenverteidigung gefunden", brachte es BV-Coach Anton Mirolybov auf den Punkt. Der USC nutzte seinen Vorteil aus, mit Grübler, Robinson, Roquette, Evans und Hunter gleich fünf Spieler über zwei Meter Körpergröße in seinen Reihen zu haben. Von denen standen jederzeit drei auf dem Feld, die den korbnahen Bereich für alle Chemnitzer Akteure zur Sperrzone machten. Nur zu Beginn des dritten Viertels schienen die NINERS diese Verteidigung kurzzeitig aushebeln zu können. Das lag vor allem an zwei verwandelten Dreiern von BV-Kapitän Gary Johnson und an "Kampfsau" Tom Lipke, der sich zweimal kraftvoll zum Korb durchtankte und trotz einiger Hände im Gesicht erfolgreich abschloss. So konnten die NINERS zwischenzeitlich auf 38:38 ausgleichen. Anschließend bewies Mirolybov mit der Auswechslung Lipkes allerdings nicht gerade das glücklichste Händchen. Als dann auch noch Johnson foulbedingt auf die Bank musste, war es mit der Chemnitzer Herrlichkeit endgültig vorbei. Erneut bestimmten Ballverluste und offensive Einfallslosigkeit das BV-Spiel und so konnten sich die Gäste bis zur letzten Viertelpause wieder auf 52:40 absetzen.

12 Punkte Rückstand sind unter normalen Umständen in zehn Minuten durchaus aufzuholen, doch nicht in der Verfassung, welche die NINERS am Samstagabend hatten. Schließlich wussten auch die Freiburger, wie man Chemnitz in dieser Partie effektiv einschränken konnte. "Wir haben erstmals in dieser Saison über 40 Minuten lang durchgehend eine Zonenverteidigung gespielt und das hat einfach sehr gut funktioniert", freute sich USC-Coach Markus Zilch über den Erfolg seiner Defensivtaktik. So ließ seine Mannschaft die BV-Korbjäger im Schlussabschnitt nie näher als acht Punkte heran kommen. Spätestens als USC-Spielmacher Anish Sharda drei Minuten vor Spielende bei ablaufender Wurfuhr einen Dreier zum 64:51 verwandelte, war die Partie entschieden. "Ich nehme die Niederlage voll auf meine Kappe, weil es mir nicht gelang, die Mannschaft richtig auf den Gegner einzustellen", übte Mirolybov im Anschluss reichlich Selbstkritik. Aufmunternde Worte gab es dann allerdings noch von Freiburgs Trainer Zilch: "Man ist eben auch nur so gut, wie es der Gegner zulässt und mein Team hat heute einfach wenig zugelassen. Zudem hatten die Chemnitzer wohl nicht gerade ihren besten Tag und in dieser ausgeglichenen Liga kassiert man dann schnell eine Niederlage." Dass die NINERS aber auch anders können, haben sie erst vor wenigen Wochen gegen Karlsruhe oder Kirchheim bewiesen. An diese Leistung gilt es anzuknüpfen, wenn man kommende Woche nicht in Essen unter die Räder kommen will.

STATISTIK: Bufford (10 Punkte), Johnson (10), Rastatter (8), Allen (7), Zyskunov (6), Roberts (5), Harbut (4), Lipke (4), Ahnsehl (3), Rosenthal

Matthias Pattloch

Sponsoren und Partner

Logo Einsiedler Brauhaus, externer Link zur WebsiteLogo Erzgebirgsbahn, externer Link zur WebsiteLogo Sparkasse Chemnitz, externer Link zur WebsiteLogo Stadtwerke Chemnitz AG, externer Link zur WebsiteLogo Vita Cola, externer Link zur WebsiteLogo Umweltdienste Becker, externer Link zur WebsiteLogo Chemnitzer Allgemeine Wohnungsgenossenschaft eG, externer Link zur WebsiteLogo Oberlichtenauer Baugesellschaft, externer Link zur WebsiteLogo Sparkassenversicherung Agentur Gehlert &  Wilhelm, externer Link zur WebsiteLogo Tiefenbacher - Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, externer Link zur WebsiteLogo 2. Basketball Bundesliga, externer Link zur WebsiteLogo KUC Werbung, externer Link zur WebsiteLogo Merchstore, externer Link zur WebsiteLogo Spalding, externer Link zur WebsiteLogo TU Chemnitz, externer Link zur Website