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Presseartikel

Freie Presse vom

Basketball: Team der BV gelingt mit 64:63-Sieg in Bayreuth eine Riesenüberraschung - zu Guttenberg gratuliert Chemnitzern

Von Mario Schmidt und Tommy van Doorn

Karl-Theodor zu Guttenberg ist Bundesverteidigungsminister und kam am Samstagabend als Fan des BBC Bayreuth zum Spiel gegen die BV Chemnitz. Sein fränkisches Team verteidigte zwar nicht schlecht, doch die 64 Punkte der Sachsen reichten zur Riesenüberraschung, weil sie gegen den Tabellenführer der Pro-A-Liga nur 63 Zähler zuließen. "Kämpferisch war dieses Spiel das Beste, was wir seit langem von der Mannschaft gesehen haben", schwärmte BV-Präsident Detlef Müller.

Zu Guttenberg erwies sich nach dem sportlichen Paukenschlag als fairer Verlierer. "Das war eine ganz tolle Leistung, sagte er zu uns. Und seine Frau hat uns ausdrücklich zu unseren Fans beglückwünscht", berichtete Müller, der als ehemaliger Bundestagsabgeordneter zu Guttenberg persönlich kennt. Mehr als 300 Chemnitzer Schlachtenbummler waren nach Bayreuth gefahren und trugen somit zur Rekordkulisse von 3485 Zuschauern bei. Auch Andreas Voigt gehörte zur Schar der BV-Anhänger. "In der ersten Halbzeit war ich überrascht von der aggressiven Spielweise unserer Mannschaft. Mit der kam Bayreuth nicht zurecht", meinte der 50-Jährige. Besonders habe ihm Kapitän Gary Johnson imponiert. "In entscheidenden Momenten hat er von der Dreierlinie gezeigt, was er kann. Hut ab auch vor der Defensivleistung speziell in den letzten 15 Sekunden, als Bayreuth es nicht schaffte, den Siegtreffer zu erzielen", betonte Voigt. Das Spiel am Samstagabend sei eines der besten gewesen, die er je gesehen habe.

"Bayreuth in eigener Halle zu schlagen, ist phänomenal", jubelte BV-Fan Alexander Arnold. Die "geile Stimmung" in der Halle habe während der gesamten 40 Minuten angehalten. "Wir haben die ganze Zeit Vollgas gegeben. Von Bayreuther Seite kam erst wieder was, als sie am Ende kurzzeitig mit einem Punkt in Führung gingen. Also eher schwach für gut 3000 Zuschauer", bemerkte der 27-Jährige. Verteidigungsminister zu Guttenberg habe auf den Zuruf der Chemnitzer "Theo, wink' doch mal" reagiert und nach der Partie gratuliert. Der Sieg beim Spitzenreiter habe für einige schwächere Auftritte des Teams entschädigt. "Von mir aus kann die Mannschaft jetzt ihre restlichen Saisonspiele verlieren", sagte Alexander Arnold.

Die BV-Führung sieht das naturgemäß anders. "Ich hoffe, dass die Spieler jetzt zu Hause noch etwas reißen. In der Hartmannhalle haben sie ja durch einige schwächere Auftritte Kredit verspielt", erklärte Vereinschef Müller, der den Abend in Bayreuth mit dem Begriff "gigantisch" zusammenfasste. Und was das Allerwichtigste war: Das Traditionsduell ging friedlich über die Bühne. "Es ist alles ruhig verlaufen. Im Vorfeld hatte es zwischen beiden Vereinen auch gründliche Sicherheitsabsprachen gegeben", betonte Müller.

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