Freie Presse vom 06.02. - "Bisher war es ein ständiges Auf und Ab"
Basketball-Trainer Anton Mirolybov: Wir müssen wieder mehr Kontinuität erreichen
Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge durchleben die Zweitliga-Basketballer der BV Chemnitz 99 gegenwärtig ein kleines Tief. Chef-Trainer Anton Mirolybov zerbricht sich darüber allerdings nicht den Kopf, sondern schaut vor dem heutigen Auswärtsspiel in Essen nach vorn. Matthias Fiedler sprach mit dem 32-Jährigen.
- Freie Presse
- Zu Beginn des Jahres legte Ihre Mannschaft eine Siegesserie aufs Parkett. War sie in den letzten beiden Begegnungen, die verloren gingen, deshalb vielleicht etwas zu selbstsicher?
- Anton Mirolybov
- Das ist nur ein Grund von vielen. Es lief einfach sehr gut. Im Training sind die Jungs daher nicht mehr ganz so engagiert zu Werke gegangen. Auch an der Konzentration fehlte es. >
- Freie Presse
- Die herbe Heim-Schlappe gegen Freiburg vergangene Woche haben Sie aber auch auf Ihre Kappe genommen. Wieso?
- Mirolybov
- Ich hätte die Mannschaft besser auf die Zonenverteidigung der Gäste vorbereiten müssen. Da habe ich mich verschätzt. Ich war der Annahme, dass wir das besser lösen würden.
- Freie Presse
- Wie sind Sie mit diesem Rückschlag umgegangen?
- Mirolybov
- Wir haben das Spiel auf Video analysiert und ausgewertet. Außerdem habe ich mit jedem Spieler Gespräche geführt. Jetzt heißt es abhaken und nach vorn schauen.
- Freie Presse
- Geht das denn so einfach?
- Mirolybov
- Das Gute ist, dass die Fehler auf der Hand lagen, und wir uns nicht lang damit aufhalten mussten. Zwei verlorene Partien in Folge sind nicht der Weltuntergang.
- Freie Presse
- Welche Platzierung ist jetzt noch drin?
- Mirolybov
- Es sind noch zwölf Saisonspiele. Da kann viel passieren. Bisher war es ein ständiges Auf und Ab. Wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen und wieder Kontinuität hineinbringen, ist von Platz drei bis sechs sicherlich alles möglich.
- Freie Presse
- Bis Mai sollen bereits 80 Prozent des neuen Teams stehen. Inwieweit planen Sie schon dafür? >
- Mirolybov
- Natürlich mache ich mir meine Gedanken. Als Trainer hat man immer mehrere Pläne in der Schublade. Was sich davon letztlich umsetzen lässt, hängt vor allem vom Etat ab.
- Freie Presse
- An was haben Sie konkret gedacht?
- Mirolybov
- Da immer ein deutscher Spieler auf dem Feld stehen muss, wäre es gut, wenn wir noch ein bis zwei Deutsche verpflichten könnten. Ansonsten würde ich nur punktuelle Verstärkungen vornehmen.
- Freie Presse
- Punktuell, weil Sie nicht wieder von Null beginnen wollen?
- Mirolybov
- Ja. Ich will auf dem, was wir bisher erarbeitet haben, aufbauen. Dabei ist es mir auch wichtig, in junge, hungrige Spieler zu investieren. Schließlich sind diese Teil unserer Zukunft.









