Freie Presse vom 02.02. - "Die Jungs sind eine richtige Mannschaft geworden"
Mit einem 88:70 (36:32) in Charlottenburg hat sich die Mannschaft von BiG Chemnitz in der Jugend-Bundesliga als Dritter vorzeitig für die Playoffs qualifiziert. Mario Schmidt sprach gestern mit Trainer Jens Künze.
- Freie Presse
- Zwei Spieltage vor Schluss ist das Ziel erreicht. Kann man von einer Überraschung sprechen?
- Jens Künze
- Nein, wir hatten uns das von Anfang an vorgenommen, wollten nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Uns war klar, dass wir an die Mannschaften von Alba Berlin und der Internationalen Berliner Basketball-Akademie nicht herankommen, weil dort Auswahlspieler konzentriert sind. Dritter wollten wir aber werden.
- Freie Presse
- Was zeichnet ihr Team aus?
- Künze
- Seine Ausgeglichenheit. Wir haben keinen „Star“, der heraussticht. Die Jungs stehen füreinander ein, sind eine richtige Mannschaft geworden. Und sie haben Moral.
- Freie Presse
- Wo gibt‘s den größten Nachholbedarf?
- Künze
- In der Körpergröße, aber da kann man nicht viel machen. Außerdem müssen die Spieler lernen, aggressiver am Mann zu verteidigen, um dadurch Fehler des Gegners zu provozieren. Auch die Trefferquote bei Distanzwürfen ist zu verbessern.
- Freie Presse
- Wann beginnen die Playoffs, und stehen die Gegner schon fest?
- Künze
- Es geht am 28. Februar los. Wir treffen auf zwei Hamburger Mannschaften und auf Oldenburg.
- Freie Presse
- Was wird sportlich noch drin sein?
- Künze
- Wenig, da darf man sich keinen Illusionen hingeben. Wir müssten Erster oder Zweiter werden, um die nächste Runde zu erreichen. Das wäre dann das Halbfinale zur deutschen Meisterschaft. Da aber die Ergebnisse aus der Vorrunde mitgenommen werden, starten wir mit 0:8 Punkten aus den Spielen gegen die beiden Berliner Teams.
- Freie Presse
- BV-Cheftrainer Anton Mirolybov will in den nächsten beiden Jahren zwei bis drei Spieler der Jugend-Bundesliga-Mannschaft an den Kader der Männer heranführen. Kann man schon sagen, wer das sein wird?
- Künze
- Ja, infrage kommen Max Leonhardt, Jonas Gröning und Kilian Leuteritz. Sie sollen ab kommende Saison einmal pro Woche bei den Pro-A-Liga-Spielern mittrainieren. Und um noch mehr gefordert zu werden, spielen sie dann in der zweiten Männermannschaft Regionalliga. Das ist einen Zacken schärfer als die Landesliga, wo sie zurzeit eingesetzt werden.
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- Wie schwer ist es eigentlich, eine Truppe 15-jähriger pubertierender Jungen zu trainieren?
- Künz
- Das ist schon ein Alter, in dem hin und wieder Probleme auftreten. Es geht darum, Regeln aufzustellen, an die sie sich zu halten haben. Bis jetzt gibt es keine Schwierigkeiten. Die Jungs machen ihr Ding. Besonders wichtig ist, dass man die Eltern mit ins Boot holt.









