News NINERS

Ungefährdeter Heimsieg gegen Ehingen

11.12.2011

Die Zweitligabasketballer der BV Chemnitz 99 haben am Samstagabend ihren dritten Sieg in Serie eingefahren. Vor 1.556 Zuschauern bezwangen die NINERS in der Richard-Hartmann-Halle den Aufsteiger Erdgas Ehingen mit 64:52 und kletterten dadurch auf den fünften Tabellenplatz. Die Partie war von intensiver Verteidigung, aber auch von mäßigen Trefferquoten auf beiden Seiten geprägt, so dass BV-Coach Felix Schreier durchaus einigen Raum für Verbesserungen sah: "Wir haben sehr gut begonnen, aber im weiteren Spielverlauf deutlich nachgelassen. Dennoch war der Erfolg nie gefährdet. Allerdings müssen wir uns gerade in der Offensive erheblich steigern, wenn wir unsere Siegesserie beim nächsten Heimspiel gegen Jena fortsetzen wollen", richtete der 22-Jährige den Blick schon Richtung Ostderby, dass am 22. Dezember in der "Hartmann-Hölle" steigt.

Mit dem Rückenwind des sensationellen Erfolgs in Crailsheim starteten die NINERS auch im Heimspiel gegen Ehingen furios. Schon nach vier Minuten hatte sich das Schreier-Team beim Stand von 15:4 erstmals eine zweistellige Führung erarbeitet, wobei bis dahin vor allem der japanische Pointguard Takumi Ishizaki zu glänzen wusste. Aber auch die Chemnitzer Center Ty Shaw, Joleik Schaffrath und Donald Lawson konnten sich immer wieder erfolgreich durchsetzen und bauten den Vorsprung auf 22:8 aus. Hätte man zudem die Freiwürfe etwas besser getroffen, wären schon zur ersten Viertelpause mehr als 13 Zähler Differenz möglich gewesen (24:11).

Dieser Trend setzte sich zu Beginn des zweiten Spielabschnittes nahtlos fort und auch die Akteure der zweiten Reihe konnten überzeugen. So erhöhte beispielsweise Alex Rosenthal per Dreier und Korbleger zwischenzeitlich auf 30:13. Selbst Felix Daghofer durfte schon frühzeitig einige Minuten aufs Feld, während BV-Trainer Schreier seinen Leistungsträgern Gary Johnson und Ty Shaw längere Verschnaufpausen gönnte. Allerdings kam durch das fleißige Rotieren auch ein kleiner Bruch in den Chemnitzer Spielfluss. Zudem stellte Ehingen jetzt von Mann- auf Zonenverteidigung um und weil nicht einmal die offenen Dreier der NINERS durch den Ring flutschen wollten, schrumpfte der Vorsprung bis zur Halbzeitpause wieder auf 13 Punkte zusammen (41:28).

Kurz nach dem Seitenwechsel versenkte Ishizaki dann zwar endlich mal wieder einen Dreier, doch der „Perimeter-Bann“ war damit noch nicht gebrochen. Stattdessen ließen Johnson, Ishizaki und Schmidt in der Folge zahlreiche gute Möglichkeiten aus der Distanz ungenutzt. Allerdings stimmte zumindest die Defensivleistung der BV-Korbjäger, so dass man die Führung trotz unterirdischer Trefferquoten stets im zweistelligen Bereich hielt. Letztlich reichte ein kleiner Zwischenspurt zum 52:32, um schon vor dem Schlussabschnitt die Vorentscheidung herbeizuführen und obendrein krönte Kapitän Gary Johnson das dritte Viertel mit seinem 1111. Punkt im NINERS-Trikot.

Bis dahin blieben die Gäste ihre ProA-Tauglichkeit mehr als schuldig, was aber eventuell auch daran lag, dass sie auf ihre beiden besten deutschen Spieler Akeem Vargas und Kevin Bright verzichten mussten. Der sympathische Ehinger Coach Ralph Junge nannte dafür auf der späteren Pressekonferenz disziplinarische Gründe und derart geschwächt konnten die Gäste selbst einer allenfalls mittelmäßig aufspielenden BV-Mannschaft zu keiner Zeit Paroli bieten. Als Daghofer und Johnson dann vier Minuten vor Schluss zwei Dreier zum 62:42 durch die Reuse jagten, war der Drops endgültig gelutscht. So nutzte Schreier den großen Vorsprung, um auch der zweiten und dritten Reihe reichlich Einsatzzeit zu gewähren, wodurch Ehingen gegen Ende der Partie noch etwas Ergebniskosmetik betreiben durfte.

Letztlich feierten die NINERS einen völlig ungefährdeten Sieg, den Felix Schreier allerdings durchaus richtig einzuordnen wusste: "Das war wirklich kein besonders ansehnliches Spiel, aber unter dem Strich zählen nur die zwei Punkte. Außerdem hat uns die Partie gezeigt, dass es noch viele Dinge gibt, an denen wir arbeiten müssen und dass wir uns auf den letzten Erfolgen nicht ausruhen dürfen. Deshalb werden wir in den nächsten zwei Wochen hart trainieren, neue Kräfte tanken und wollen dann mit höchster Konzentration gegen Jena antreten." Das prestigeträchtige Ostderby steigt am Donnerstag, den 22. Dezember, um 19:30 Uhr in der Richard-Hartmann-Halle. Eintrittskarten sind bereits ab diesen Montag im CVAG-Mobilitätszentrum (Zentralhaltestelle) und natürlich an den Abendkassen erhältlich. Allerdings möchten wir Sie mit Hinblick auf den erwarteten Zuschaueransturm darum bitten, den Vorverkauf rege zu nutzen. Vielen Dank!

STATISTIK:

Ishizaki (16 Punkte), Rosenthal (9), Lawson (8), Johnson (7), Schmidt (7), Stachula (6), Shaw (4), Schaffrath (4), Daghofer (3), Nagler

STATIONEN:

15:4 (5. Minute), 24:11 (10.), 32:17 (15.), 41:28 (20.), 44:32 (25.), 52:32 (30.), 56:39 (35.), 64:52 (40.)

Matthias Pattloch

Zurück