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Können die NINERS in Crailsheim bestehen?

30.11.2011

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"In der 2. Basketballbundesliga gibt es keine leichten Spiele", betont Felix Schreier, Cheftrainer der BV Chemnitz 99, mit Hinblick auf die enorme Ausgeglichenheit der ProA gern immer wieder. Wohl aber gibt es besonders schwere Gegner und einer dieser ganz harten Brocken wartet am bevorstehenden Wochenende auf die NINERS. Denn diesen Samstag muss das BV-Team um 20 Uhr bei den zweitplatzierten Crailsheim Merlins antreten. Doch nicht nur die Tabellensituation sorgt für eine vermeintlich klare Rollenverteilung. Schließlich liegt der letzte Chemnitzer Erfolg in der äußerst stimmungsvollen Crailsheimer Hakro-Arena schon mehr als sieben Jahre zurück (87:85 am 23.10.2004). "Wir haben uns dort immer sehr schwer getan und gehen sicherlich auch an diesem Wochenende nicht als Favorit in die Partie", blickt Schreier voraus.

Doch der 22-jährige Cheftrainer sagt im selben Atemzug: "Wir fahren nicht nach Crailsheim, um die Punkte freiwillig herzugeben! Wir haben in den letzten Wochen immer besser verteidigt, zuletzt gegen die Saar-Pfalz Braves auch offensiv unseren Rhythmus gefunden und wenn wir an diese Leistung anknüpfen können, ist selbst bei den Merlins was drin." Allerdings stehen und fallen die Siegchancen der NINERS auch ein Stück weit mit dem Genesungsprozess ihres japanischen Aufbauspielers Takumi Ishizaki, der am vergangenen Wochenende noch wegen einer Unterarms-verletzung passen musste. "Ob 'Ishi' in Crailsheim zum Einsatz kommt, werden wir wohl erst am Spieltag selbst entscheiden können. Wir wollen da kein Risiko eingehen", nimmt Schreier notfalls auch in Kauf, abermals mit einer so kleinen Rotation wie gegen die Braves anzutreten.

Was die Tiefe des Kaders angeht, kann das BV-Team ohnehin nicht mit den Merlins mithalten. Schließlich hat Crailsheim neben Weißenfels die breiteste Rotation aller ProA-Ligisten und ist auf jeder Position doppelt besetzt. Das Rückgrat der Mannschaft bilden Pointguard Mark Hill (14.6 Pkt., 4.4 Ast. pro Spiel), Powerforward Darryl Webb (16.4 Pkt., 7.9 Reb.), Flügel Billy Baptist (9.2 Pkt., 4.5 Reb.) und Centerhüne Joseph Buck (13.3 Pkt., 5.7 Reb.). Die erste Fünf wird durch den Ex-Chemnitzer Christoph Tetzner (7.4 Pkt.) komplettiert. Von der Bank kommen mit Jared Stohl (7.7 Pkt.) und Jeremy Dunbar (6.2 Pkt.) noch zwei weitere US-Boys, wobei Letztgenannter ebenso wie Buck auch über einen deutschen Pass verfügt. "Vom Prinzip her spielt Crailsheim mit sechs Amerikanern, von denen jedoch Buck und Dunbar auch die Deutschquote erfüllen", verdeutlicht Schreier die vielleicht entscheidende Stärke der Merlins. Außerdem haben sie mit dem Deutsch-Griechen Antonis Sivorotka, Verteidigungsspezialist Sebastian Kling, Kraftpaket Johannes Lischka und Sprungwunder Blanchard Obiango zahlreiche zweitliga-erfahrene Alternativen auf der Bank.

Angesichts dieses qualitativ und quantitativ hochwertigen Kaders ist es kaum verwunderlich, dass die Merlins momentan auf dem zweiten Platz stehen und erst ein Heimspiel verloren haben (67:81 gegen Jena). Dementsprechend weiß auch Felix Schreier: "Wir müssen wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen, stark verteidigen, die offenen Würfe treffen und es darf kein Spieler hinten abfallen, wenn wir wirklich die Punkte aus Crailsheim entführen wollen."

TERMIN:

Crailsheim Merlins – BV Chemnitz 99, Samstag, 03.12.2011, 20:00 Uhr, Hakro-Arena Crailsheim

Matthias Pattloch

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