News NINERS

Herbe Niederlage in Heidelberg

09.01.2012

Teamlogos

Den Auftakt ins neue Jahr haben sich die Korbjäger der BV Chemnitz 99 vermutlich ganz anders vorgestellt. Im ersten Spiel nach der zweiwöchigen Winterpause kassierten die NINERS am Sonntagabend beim USC Heidelberg eine deftige 77:96-Klatsche. Dabei legte das Team von Coach Felix Schreier eigentlich ganz gut los, führte zur Halbzeitpause knapp mit 42:38. Doch nach dem Seitenwechsel gelang den BV-Hünen fast gar nichts mehr, während sich der Gastgeber in einen regelrechten Rausch spielte. Trotz der Niederlage bleibt Chemnitz weiterhin auf dem vierten Tabellenrang, wenngleich das ProA-Mittelfeld immer weiter zusammenrückt. So liegen selbst die zehntplatzierten Ehinger nur einen Sieg hinter den NINERS und die verbleibenden 12 Spieltage bis Ende März versprechen ein spannungsgeladenes Rennen um die Playoffqualifikation.

Frohen Mutes reisten die Chemnitzer Basketballer zum Zweitligaduell nach Heidelberg und wollten umgehend an die vorweihnachtlichen Erfolge anknüpfen. Zunächst schien dies auch zu gelingen als Ty Shaw und Jorge Schmidt die NINERS schnell mit 6:2 in Front brachten. Dank eines Buzzer-Dreiers von Alex Rosenthal hatte das BV-Team auch nach dem ersten Viertel knapp die Nase vorn (19:18). Im zweiten Spielabschnitt wechselte die Führung einige Male, bevor das Chemnitzer Team kurz vor der Halbzeitpause wieder ein paar Zähler zwischen sich und Heidelberg bringen konnte. Letztlich ging es beim Stand von 42:38 in die Kabine, wobei die BV-Mannschaft bis dahin mit einer ausgeglichen Punkteverteilung zu überzeugen wusste. Allerdings war Cheftrainer Felix Schreier dennoch nicht ganz zufrieden: "Wir haben schon in der ersten Halbzeit einige freie Dreier und vermeintlich leichte Korbleger sowie mehrere Freiwürfe vergeben. So konnten wir uns kein wirkliches Polster erarbeiten und Heidelberg nach der Pause schnell wieder ausgleichen."

Jedoch blieb es zu Beginn des dritten Viertels nicht nur beim Ausgleich. Stattdessen zogen die Gastgeber, angeführt von ihren starken US-Boys Jerrel Williams, Sanijay Watts und Clint Sargent, blitzschnell vorbei. Obendrein gesellte sich zum Wurfpech der NINERS nun auch noch so manche Nachlässigkeit in der Verteidigung und beim Reboundkampf hinzu. Als Resultat dieser Schwächen und der Heidelberger Stärke stand es schon nach wenigen Minuten 44:52 aus Chemnitzer Sicht. "Vielleicht hätte ich die Auszeit etwas eher nehmen sollen", nahm Schreier eine Teilschuld für den 12:2-Lauf des USC auf sich. Doch auch nach seiner erzwungenen Spielunterbrechung wurde es kaum besser. Gerade die beiden beweglichen Heidelberger Center Williams und Watts bekam das BV-Team kaum in den Griff und hatte zudem mit Foulproblemen von Jorge Schmidt sowie Donald Lawson zu kämpfen. Nachdem der Rückstand zwischenzeitlich schon auf 11 Zähler angewachsen war, kämpften sich die NINERS bis zum Viertelende aber noch einmal auf 55:62 heran.

Doch bevor man überhaupt von einer Trendwende träumen durfte, sorgten Charles Burgess und erneut Watts zu Beginn des Schlussabschnittes mit fünf schnellen Punkten gleich wieder für klare Verhältnisse. Allmählich schien die Niederlage nicht mehr abzuwenden, allerdings wollten sich die NINERS wenigstens noch den direkten Vergleich holen, nachdem man das Hinspiel mit 88:79 gewonnen hatte. Aber die entfesselt aufspielenden Gastgeber trumpften noch weiter auf und verwandelten traumwandlerisch sicher einen Dreier nach dem anderen. Dagegen lief bei den BV-Korbjägern überhaupt nichts mehr zusammen und phasenweise erinnerte das Spiel an die Partie in Kirchheim, wo man Mitte November schon einmal im Schlussviertel mächtig überrollt wurde. So holte sich der USC neben dem hoch verdienten Sieg am Ende auch noch den direkten Vergleich. "Ich kann Heidelberg nur gratulieren. Sie waren heute in der zweiten Halbzeit einfach das deutlich bessere Team. Diese herbe Niederlage müssen wir jetzt erst einmal verdauen und nächste Woche im Training dann noch härter arbeiten, um schnellstmöglich in die Erfolgsspur zurück zu kehren", resümierte ein angefressener Felix Schreier nach Spielende und wünschte sich abschließend, "dass wir nächsten Samstag im Derby gegen Weißenfels gleich die richtige Reaktion zeigen!"

STATISTIK:

Johnson (19 Punkte), Schaffrath (13), Ishizaki (13), Rosenthal (10), Shaw (7), Schmidt (7), Lawson (6), Stachula (2)

TERMIN:

BV Chemnitz 99 – Mitteldeutscher BC, Samstag, 14.01.2011, 19:00 Uhr, R.-Hartmann-Halle

Matthias Pattloch

Zurück